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Kübel- / Balkonpflanzen

Clematis im Kübel halten

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Clematis im Kübel halten

Bildhübsche Clematis-Blüten bringen Naturliebhaber ins Schwärmen. Der Kletterkünstler unter den Zierpflanzen verschönert jeden Außenbereich. Die Gattung der Waldreben mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Clematis gehört der Familie der Hahnenfußgewächse an. Wenn gewünscht, gedeihen die edlen Blattstielranker ausgezeichnet im Kübel.

Standorte für Clematis

Waldreben eignen sich hervorragend für kleine Gärten. Indem sich die Gewächse nach oben hangeln, wird auch die Vertikale an Mauern, Wänden und Zäunen zur Begrünung genutzt. Auf mit Pflaster oder Platten befestigten Flächen halten Kübel angemessenen Lebensraum für Pflanzen bereit.

Topf-Clematis bieten sich an für:

  • Balkone
  • Terrassen
  • Dachgärten
  • Höfe
  • Wege

Ein Vordach, das vor Regen schützt, wird gerne angenommen. Den Fuß im Schatten und den Kopf in der Sonne. Mit dieser Konstellation existieren ideale Bedingungen für die aufwärts strebenden Triebe. Ursprünglich in lichten Wäldern zuhause, favorisieren Clematis halbschattige Standorte. An vollkommen absonnigen Lagen lässt für gewöhnlich die Blühfreude etwas nach. Für Schattierung im unteren Bereich sorgen aufrecht gestellte, flache Steine oder Tontopfscherben. Ist genug Platz im Kübel vorhanden, schirmen kleine Stauden (z. B. Glockenblumen und Storchschnäbel) intensive Sonnenstrahlen ab. Etwas Abstand zur Clematis verhindert, dass sich die Wurzeln gegenseitig beeinträchtigen.

Welche Waldreben gedeihen im Kübel?

Welche Waldreben gedeihen im Kübel


Grundsätzlich wachsen alle Clematis im Topf. Für 8 m und mehr in die Höhe ragende Montana-Sorten muss das Behältnis jedoch großzügige Ausmaße aufweisen. Es besteht zudem die Gefahr, dass die Stabilität unter den langen Sprossen leidet. Je höher die Clematis wächst, umso größer ihr Nährstoffbedarf. Im Topf ist die Erde für Clematis Montana rasch ausgelaugt. Erfahrungsgemäß deckt sich die Kübelhaltung perfekt mit den Ansprüchen großblumiger Hybrid-Züchtungen mit Wuchshöhen von 2 – 4 m.

Passender Topf für Clematis

Passender Topf für Clematis
Ob rund, quadratisch oder rechteckig, die Waldrebe nimmt mit jeder Kübelform vorlieb, ein Volumen von mindestens 20 Litern vorausgesetzt. Diese Dimension gewährleistet genug Platz für die Wurzeln. In Kübeln mit genug Fassungsvermögen trocknet das Substrat weniger schnell aus und im Winter sind die unterirdischen Pflanzenteile besser vor Kälte geschützt. Robuste Materialien, wie Fiberglas, Polyrattan, Zink, Edelstahl, Kunststoff oder Holz, überzeugen aufgrund ihrer Langlebigkeit. Poröse Ton- und Terrakotta-Töpfe saugen sich mit Wasser voll und zerspringen bei strengem Frost. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Auch wenn die Clematis ein stets angefeuchtetes Substrat schätzt, verabscheut sie Staunässe. Schlammiges Erdreich fördert Wurzelfäulnis.

Rankgerüst integrieren

Rankgerüst integrieren
Clematis entwickeln keine Haftwurzeln, die eine feste Verankerung an Oberflächen gestatten. Sie nutzen stattdessen Ranken, mit denen sie sich an Stützen festhalten. Blattstiele winden sich um Stäbe, Drähte, gespannte Seile und dünne Leisten. Dicker als 2 cm dürfen die Elemente der senkrechten und waagerechten Verstrebungen nicht sein, sonst kann sie die Pflanze nicht umschlingen. Metallene Klettergerüste besitzen häufig eine Stärke von etwa 1 cm. Für Clematis im Kübel leisten Rankgitter mit Fußstäben gute Dienste, denn sie werden einfach in die Erde gesteckt. Über höhere Standfestigkeit verfügen Säulen und Obelisken mit vier Stäben zum Fixieren. Das System muss jedoch in den Topf passen. Die Höhe der Kletterhilfe sollte je nach Clematisart 2 m und mehr betragen. Ist ein Platz vor einer Mauer vorgesehen, kann dort ein Klettergerüst angebracht werden. In diesem Fall lässt sich das Behältnis später nicht mehr verrücken. Zu den beliebten Materialien für Rankhilfen zählen Eisen, Stahl, Bambus und Holz. Was den Gestaltungsstil betrifft, reicht die Palette von romantisch verspielt über künstlerisch angehaucht bis zu modern mit klarer Linienführung.

Substrat für Clematis im Kübel

Die einstigen Waldbewohner verlangen nach einem humosen und nährstoffreichen Untergrund. Abgestorbene, organische und teilweise bereits zersetzte Substanzen können viel Wasser speichern und nach und nach an die Clematiswurzeln abgeben. Hochwertige Kübelpflanzenerde bildet die Basis für perfektes Wachstum. Gut verrotteten Kompost dazugeben erhöht den Nährstoffgehalt. Wird auch noch Sand untergemischt, erreicht das Substrat ein hohes Maß an Durchlässigkeit, damit zu viel Gießwasser abfließen kann. In Kübeln gehaltenen Clematis steht lediglich eine beschränkte Menge an Erde zur Verfügung. Umso gehaltvoller sollte das Substrat sein, damit die Pflanzen nicht unter Mangelerscheinungen leiden. Etwa alle vier Jahre ist ein kompletter Austausch der Erde angebracht.

Clematis in Kübel einpflanzen – So geht’s:

  • Wurzelballen in Wasser eintauchen bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen.
  • Kübelboden mit einer etwa 5 cm dicken Drainageschicht aus Blähton bedecken.
  • Die Hälfte des Substrats einfüllen.
  • Clematis etwa 7 cm tiefer als im Anzuchttopf einsetzen und das restliche Substrat einbringen.
  • Pflanze festdrücken.
  • Rankhilfe anbringen.
  • Clematis gießen.

Richtig wässern und düngen

An heißen Tagen steigt der Wasserverbrauch von Clematisgewächsen enorm an, zumal viel Feuchtigkeit über die Blätter verdunstet. Im Kübel liegt der Bedarf grundsätzlich höher als im Beet. Stehen die Töpfe unter einem Dach, ist fortwährende Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit unerlässlich. Grundsätzlich sollte die obere Schicht leicht angetrocknet sein, bevor die Gießkanne in Aktion tritt, auch im Winter. Mit durchgetrocknetem Erdreich kommen die Pflanzen ebenso wenig zurecht wie mit kontinuierlicher Nässe. Regenwasser wird am besten vertragen. Es ist nicht kalkhaltig und hat Umgebungstemperatur. Kaltes Wasser aus der Leitung löst bei sommerlicher Hitze womöglich einen Kälteschock aus.

Der beste Zeitpunkt zum Düngen liegt im März vor dem neuen Austrieb. Reifer Kompost und Hornspäne geben ihre Nährstoffe langsam ab und versorgen die Pflanzen während der Wachstumsphase. Ansonsten kommen Flüssigdünger im vierwöchigen Turnus in Betracht. Als Hausmittel gelten Kaffeesatz und zerkleinerte Eierschalen als vorzügliche Kalkquelle.

Überwinterung im Topf

Im Allgemeinen überstehen Waldreben die kalten Monate ohne Probleme. Durch kleine und schmale Kübel kann die Kälte jedoch leicht bis zu den Wurzeln vordringen. In rauen Lagen beugt das Umwickeln sehr schlanker Pflanzengefäße mit Jute oder Vlies Frostschäden vor.

Expertentipp

Je nach Sorte neigen Waldreben mehr oder weniger zu Mehltau-Befall. Wildarten ausgeschlossen, denn sie sind meist resistent. Die weißen Beläge bilden sich bevorzugt auf nur wenig durchlüfteten Blättern. An Mauern benötigen Clematis einen Mindestabstand von 10 cm, damit die Luft hinter dem Laub zirkulieren kann. Ist es für Prophylaxe bereits zu spät, hilft die Berieselung mit einem Milch-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1 : 9. Befallenes Laub vorher beseitigen.

Häufig gestellte Fragen

Was hilft gegen Blattläuse?

Wasserduschen spülen die Schädlinge ab oder die Clematis mit Seifenlösung einnebeln.

Wann und wie Clematis schneiden?

Rückschnitte erfolgen im November oder Dezember auf 30 - 50 cm Länge über dem Boden, mit Ausnahme der Arten (Alpina und Montana), die an Vorjahrestrieben blühen und deshalb direkt nach der Blüte eingekürzt werden.

Was tun, wenn im Sommer trotz regelmäßigem Wässern das Laub verdorrt?

Die gefürchtete Clematiswelke lässt sich eindämmen, indem betroffene Zweige zeitnah entfernt und mit dem Restmüll entsorgt werden.

Wie groß sollte der Kübel für zwei Clematis sein?

In ein Behältnis mit 50 Liter Inhalt passen 2 - 3 Waldreben mit einem Abstand von 30 cm.

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Bildquellen:

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© www.istockphoto.com/teruo takahashi
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