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Eiche pflanzen und pflegen – wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Eiche pflanzen und pflegen - wann ist der richtige Zeitpunkt

Die Eiche gilt als Symbol der Stärke. Mit ihren auffällig geformten Blättern ist sie aber auch aufgrund ihres Aussehens sehr beliebt. Zudem bieten ihre Früchte im Winter vielen Wildtieren Nahrung und die Zweige einer mächtigen Eiche sind Nistgelegenheiten für Vögel. Doch wann und wo pflanzt man eine Eiche am besten und was ist dabei zu beachten?

Eine Eiche aus einer Eichel ziehen

Eine Eiche aus einer Eichel ziehen


Wer seine Eiche von Anfang an aufwachsen sehen möchte, sollte sie ganz natürlich aus einer Eichel ziehen. Die Frucht kann man dazu einfach im Herbst unter einer ausgewachsenen Eiche auflesen. Genau dann ist auch der beste Zeitpunkt, um sie zu pflanzen. Grundsätzlich wäre das problemlos direkt im Garten möglich. Als heimischer Baum übersteht die Eiche die Mitteleuropäischen Wintertemperaturen auch in diesem zarten Alter gut. Allerdings sind Eicheln auch ein beliebtes Futter bei zahlreichen Tieren, die im Winter Hunger leiden. Es besteht daher die Gefahr, dass die frisch gepflanzte Eichel ausgegraben oder gefressen wird. Wer sicher gehen möchte, sollte sie daher zunächst im Topf anpflanzen und über den ersten Winter im Haus behalten.

Ein Eichenbäumchen auspflanzen

Ein Eichenbäumchen auspflanzen
Eine im Topf gezogene oder gekaufte Eiche kann entweder im Frühjahr oder im Herbst in den Garten umgepflanzt werden. In jungen Jahren übersteht das Bäumchen den Standortwechsel üblicherweise in beiden Jahreszeiten sehr gut. Das Frühjahr ist allerdings für das Auspflanzen eher zu empfehlen. Es gibt der Eiche viel Zeit, sich an den neuen Standort zu gewöhnen und vollständig anzuwurzeln, bevor im Winter der erste Frost über sie hereinbricht.

Der richtige Standort für die Eiche

Der richtige Standort für die Eiche
Eine ausgewachsene Eiche ist sehr groß und benötigt viel Platz. Zudem enthalten ihre Blätter Gerbstoffe, die unter ihr wachsende Pflanzen schädigen oder abtöten können. Daher sollte ein Abstand von einem Meter oder mehr von Beeten und Sträuchern eingehalten werden. Bei höheren Bäumen werden sogar 15 m Abstand empfohlen. Das liegt aber auch daran, dass Eichen viel Sonnenlicht benötigen und daher nicht im Schatten anderer Bäume gepflanzt werden sollen. Auch von Mauern und Rohrleitungen sollte man Abstand halten. Letztere beschatten den Baum zwar nicht, können aber von seinen tiefreichenden Wurzeln beschädigt werden.

An den Boden stellen Eichen kaum Anforderungen. Lediglich bei der Pflanzung muss er gründlich gelockert werden. Später dringen die Wurzeln so tief ein, dass sie auch harte Böden selbst auflockern. Zudem schützt diese tiefe Reichweite die Eiche auch vor Staunässe und Trockenheit. Bei älteren Exemplaren macht sie es aber auch fast unmöglich, den Baum wieder auszugraben. Wählen Sie seinen Standort daher mit Voraussicht, solange er noch klein und handlich ist.

Pflanztipps

Die Eiche verfügt über eine lange, kräftige Pfahlwurzel. In jungen Jahren lässt sie sich daher vergleichsweise leicht ausgraben und an einen anderen Standort versetzen. Allerdings ist die Wurzel in diesem Alter auch noch sehr empfindlich. Graben Sie daher vorsichtig und verletzen Sie sie nicht! Beim Einsetzen in das Pflanzloch müssen Sie zudem darauf achten, dass sie nicht abgeknickt wird. Stellen Sie also zuerst sicher, dass das Loch tief genug ist, um die Wurzel vollständig aufzunehmen und setzen Sie den Baum sehr vorsichtig hinein. Etwas Kompost und Eichenlaub in der Erde unterstützen die Eiche beim Anwurzeln.

Expertentipp

Eichen benötigen in unseren Breiten kaum Pflegemaßnahmen. Insbesondere in den ersten Jahren empfiehlt es sich aber, den Bereich um den Stamm zu mulchen. Das schützt die Wurzel vor allem in sommerlichen Trockenperioden vor Austrocknung, solange sie noch nicht auf in tieferen Erdschichten gespeicherte Feuchtigkeit zugreifen kann.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Berezko

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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