Geranien gehören zu den beliebtesten Pflanzen auf deutschen Balkonen. Mit ihren prächtigen Farben gestalten sie im Sommer auch graue Hochhaustürme bunt und fröhlich. Allerdings sind die wunderschönen Blumen sehr empfindlich gegenüber Kälte und gehen häufig ein, wenn sie auch nur über eine Nacht Frost ausgesetzt sind. Was also kann man tun, um sie möglichst gut vor dem Erfrieren zu schützen?
Den richtigen Pflanzzeitpunkt abwarten
Warten Sie, wenn Sie Geranien pflanzen wollen, auf jeden Fall bis nach den Eisheiligen ab und prüfen Sie dann das Wetter. Ist es immer noch kühl, warten Sie noch ein oder zwei Wochen ab, um ganz sicher zu sein, dass es nicht mehr zu Frost kommt.
Bei Kälteeinbruch vor Wind schützen
Kommt es dennoch noch einmal zu einem Kälteeinbruch, nachdem Sie Ihre Geranien gepflanzt oder ins Freie gestellt haben, gibt es jedoch noch weitere Schutzmaßnahmen, die Sie treffen können. Entfernen Sie die Kübel von exponierten Stellen, wie dem Balkongeländer und stellen Sie sie an einen windgeschützten Platz. Hierzu eignet sich insbesondere eine der hinteren Ecken des Balkons, wo die Geranien von zwei Seiten durch Mauern geschützt sind.
Schutz vor Kälte von unten

Allerdings sind auch der Balkonboden und die Wände meist kalt und im Kübel ist die Pflanze von nur wenig wärmender Erde umgeben. Stellen Sie die Pflanzgefäße daher auf isolierendes Material wie eine Styroporplatte oder ein Holzbrett. Noch besser ist eine Bank oder ein Regal aus Holz. Bringen Sie Styroporplatten an den Seiten der Kübel an und halten Sie etwas Abstand zu den Wänden, um auch dort das Eindringen der Kälte zu verlangsamen. Die Oberseite der Kübel können Sie zusätzlich mit Vlies oder Stroh abdecken, um auch die hochgelegenen Wurzeln zu schützen.
Die oberirdischen Pflanzenteile schützen

Die Blätter der Geranien brauchen jedoch Sonnenlicht und dürfen daher nicht blickdicht verpackt werden. Schützen Sie sie stattdessen mit einer durchsichtigen Haube aus Plastikfolie oder Noppenfolie. Letztere isoliert dank der Luftpolster in den Noppen besser, lässt aber auch etwas weniger Sonnenlicht hindurch.
Im Notfall in die Wohnung
Tritt eine längere Kältewelle ein, ist es aber am besten, die Geranien zumindest für die kalten Nächte in die warmen Innenräume zu bringen. Wenn Sie sie tagsüber hinausstellen, brauchen die Pflanzen auch nicht unbedingt einen hellen Platz auf einem Fensterbrett, sondern können einfach in einer Zimmerecke oder dem Flur auf dem Boden untergebracht werden. Legen Sie aber eine Matte oder etwas Zeitungspapier unter, damit Sie keinen Schmutz auf dem Teppich verteilen oder Kratzer auf dem Boden hinterlassen.
Geranien überwintern
Rechtzeitig vor dem ersten Frost am besten schon Ende September sollten Geranien in ein geschütztes Winterquartier übersiedelt werden. Schneiden Sie ihnen dazu alle Blüten, Blätter und Knospen ab und kürzen Sie die verbleibenden Triebe auf eine Länge von ungefähr acht Zentimetern. Dann können Sie die Kübel in einen Innenraum stellen, in dem die Temperatur zwischen fünf und zehn Grad Celsius liegt, der aber nicht zu dunkel ist. Gießen Sie den Winter über nur mäßig und stellen Sie die Geranien erst wieder ins Freie, wenn der letzte Frost sicher vorbei ist.
Expertentipp
Gießen Sie Geranien, zumindest wenn es im Frühjahr und Herbst in der Nacht kühl wird, am besten nur am Vormittag. Dann hat überflüssiges Wasser ausreichend Zeit über die warmen Mittags- und Nachmittagsstunden zu versickern oder verdunsten. Fallen die Temperaturen dann in der Nacht einmal kurz unter null, stehen die Wurzeln zumindest nicht in gefrierendem Wasser und haben daher eine bessere Überlebenschance.
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