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Pflanzenvermehrung

Kirschlorbeer Ableger selber ziehen

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Kirschlorbeer Ableger selber ziehen

Kirschlorbeer-Ableger selbst zu ziehen ist die einfachste und effektivste Methode, um die Pflanze zu vermehren. Da das Gewächs jedoch meist keine eigenen Ableger ausbildet oder darauf lange gewartet werden muss, ist das entsprechende Vorgehen entscheidend. Diese Anleitung zeigt, wie es geht.

Zeitpunkt und Vorbereitung

Zwischen Mai und Juni kann mit der Vermehrung begonnen werden. Hierzu wird ein bodennah wachsender Zweig auf den Boden gebogen. Von der Spitze bis zur Stelle des Bodenkontakts sollte der Trieb wenigstens zehn, besser aber 15 bis 20 Zentimeter lang sein.

Bewurzelung

Bewurzelung


An der Stelle des Bodenkontakts wird die Erde aufgelockert und eine Rille gebildet. Diese sollte zwei bis fünf Zentimeter tief sein. Der Trieb wird heruntergedrückt. Im Anschluss werden die Blätter an diesem Abschnitt entfernt. Der Stiel kann mit einem Messer leicht eingeritzt werden, um die Bewurzelung zu beschleunigen.

Danach wird er in die Rille geführt. Diese wird wieder mit Erde geschlossen und das Substrat verfestigt. Eine Fixierung kann wahlweise mit einem ausreichend schweren Stein oder einem Zelthering erfolgen. Wichtig ist, dass er unter der Erde festgehalten wird.

Innerhalb von sechs bis acht Wochen bilden sich Wurzeln aus. Dies ist häufig daran zu erkennen, dass der Trieb deutlich stärker wächst, da er sowohl von der Mutterpflanze versorgt wird als auch über die eigenen Wurzeln Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann.

Ist dieser Zustand eingetreten, kann die Trennung erfolgen.

Abtrennen

Abtrennen
Damit die Jungpflanze an einer anderen Stelle eingesetzt werden kann, beispielsweise um eine Hecke zu bilden, ist sie zunächst von dem Muttergewächs abzutrennen.

Hierfür wird zunächst der Stein oder der Zelthering entfernt. Im Anschluss wird vorsichtig die Erde abgetragen. Die Verbindung wird mit einer sauberen und scharfen Schere durchgeschnitten. Scharfe Klingen sind wichtig, damit die Zellen der Pflanze nicht zerdrückt werden. Sauberkeit ist entscheidend, um eine Übertragung von Keimen zu verhindern.

Umpflanzen

Nach dem Durchtrennen der Verbindung wird der Ableger großzügig ausgegraben. Die jungen und kurzen Wurzeln sind noch sehr empfindlich und sollten daher nicht verletzt werden.

Der Ableger wird an der gewünschten Stelle eingesetzt und gut angegossen. In den ersten Wochen und bei anhaltender Trockenheit sollte gerade in den ersten Wochen die Erde gut feucht gehalten werden. Hierdurch wird das Anwachsen begünstigt.

Expertentipp

Bei dem Umpflanzen ist es sinnvoll, die Erde mit Nährstoffen anzureichern. Das begünstigt das Wachstum. Geeignete Mittel sind spezieller Dünger oder gut verrotteter Kompost.

Häufig gestellte Fragen

Kann Kirschlorbeer auch anders vermehrt werden?

Ja, das ist möglich. Es lassen sich ebenso Kopfstecklinge gewinnen und bewurzeln, wie Keimlinge aus Samen zu ziehen. Diese Methoden sind jedoch etwas aufwendiger und nehmen mehr Zeit in Anspruch.

Was sind die Vorteile der Vermehrung?

Kirschlorbeer ist im Handel vergleichsweise teuer. Daher kann es sich gerade beim Anlegen von Hecken lohnen, aus einer Mutterpflanze mehrere Jungpflanzen zu ziehen. Die Kosten werden dadurch erheblich reduziert.

Warum ist die Vermehrung über Ableger am besten?

Weil der Trieb weiterhin durch die Mutterpflanze versorgt wird, sind die Erfolgschancen sehr hoch. Das Wachstum erfolgt schneller und ist sicherer.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Birute

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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