Die Kiwis zählen zu den beliebtesten exotischen Früchten hierzulande, da sie durch einen hohen Anteil an wichtigen Vitaminen eine sinnvolle Ergänzung des Speiseplans darstellen. Bei vielen dürfte daher der Wunsch entstehen, für den Eigenbedarf im Garten selbst Kiwis anzubauen. Neben den im Supermarkt erhältlichen großfruchtigen Kiwis gewinnen auch die Mini-Kiwis immer weiter an Bedeutung. Worauf in Bezug auf die Auswahl der zu pflanzenden Sorte und die Pflege der Kiwis zu achten ist, ist im anschließenden Textbeitrag zusammengefasst.
Die Auswahl der richtigen Kiwi-Pflanze
Neben der Auswahl aus groß- und kleinfruchtigen Pflanzen ist es bei der Kiwi zusätzlich erforderlich, zwischen den selbstbefruchtenden und den nicht selbstbefruchtenden Pflanzen zu unterscheiden. Grundsätzlich besitzt jede Pflanze ein eigenes Geschlecht und nur die weiblichen Kiwis bilden Früchte aus. Zusätzlich empfiehlt es sich, eine möglichst frostunempfindliche Pflanze anzubauen, da die Kiwi für gewöhnlich vier bis fünf Jahre bis zur ersten Fruchtausprägung benötigt. Hierbei zeichnen sich besonders die Mini-Kiwis durch eine sehr geringe Anfälligkeit gegenüber ihren größeren Verwandten aus, da sie von einer unempfindlicheren Wildart abstammen.
Bei den nicht selbstbefruchtenden großen Arten hat sich die Sorte „Starella“ in der Praxis bewährt. Diese zeichnet sich durch rund fünf Zentimeter große Früchte aus, die einen süßen Geschmack aufweisen. Bei den selbstbefruchtenden großen Sorten wird „Jenny“ bevorzugt gewählt, da diese für ihre etwa vier Zentimeter großen saftigen Früchte bekannt ist.
Bei den Mini-Kiwis sind die Arten „Weiki“ (nicht selbstbefruchtend) und Issai (selbstbefruchtend) aufgrund ihrer nur rund zwei Zentimeter großen und sehr süßen Früchte äußerst beliebt.
Der passende Standort für die Kiwi-Pflanze

Da es sich bei der Kiwi um eine Kletterpflanze handelt, benötigt sie ausreichend Platz, um sich ausdehnen zu können. Um ein ungewolltes Ausbreiten an Regenrinnen und Fallrohren zu vermeiden, sollten ausreichende Rankmöglichkeiten in Form von Spalieren und Gerüsten zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren bevorzugt die Pflanze einen sonnigen und windgeschützten Standort, da vor allem die jungen Blätter windanfällig sind. Der Boden sollte idealerweise aus einem lockeren, nährstoffreichen und leicht säuerlichen Substrat bestehen, welches einen möglichst geringen Kalkanteil enthält.
Die Überwinterung von Kiwi-Pflanzen

Trotz der gemeinhin hohen Frostverträglichkeit der Kiwi reagieren diese merklich auf Spätfrost, wenn bereits erste Triebe gebildet wurden. Es bietet sich daher an, den Wurzelbereich sowie die Stiele bestmöglich mittels luftdurchlässiger Stoffe und Materialien wie Jute, Vlies oder Laub abzusichern. Durch den empfohlenen Rückschnitt der Pflanze im Herbst sollte diese auf eine adäquate Größe verkleinert werden können, um einen ausreichenden Frostschutz darbieten zu können.
Expertentipp
Für einen höheren Fruchtertrag bietet es sich auch bei selbstbefruchtenden Arten an, eine zusätzliche männliche Pflanze als Bestäuber in der Nähe zu platzieren. Bei einem ausreichenden Platzangebot und der Pflanzung in Windrichtung kann eine männliche Pflanze für bis zu sechs weibliche Pflanzen verwendet werden.
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