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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Lavendel aussäen – der richtige Zeitpunkt

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Lavendel aussäen - der richtige Zeitpunkt

Lavendel gehört hierzulande zu den beliebtesten Kulturpflanzen. Das liegt vor allem an seinen attraktiven Blüten, die im Frühsommer ganze Scharen von Insekten anziehen. Nicht wenige Gärtner setzen ihn daher in den Vorhof oder in den Garten. Im Fachhandel werden meist auspflanzfertige Exemplare angeboten. Doch auch für die Aussaat eignet sich die Mittelmeer-Staude bestens. Wir erklären Ihnen, wie das gelingt.

Lavendel zeitig aussäen

Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für die Aussaat. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Vorkultur im Haus und der Direktsaat. Bei der ersten Methode können Sie mit dem Aussäen ab März beginnen. Als Standort eignet sich ein heller Platz auf der Fensterbank. Südseiten sind generell zu bevorzugen, denn hier können Sie mit mehr Sonneneinstrahlung rechnen.

Die Direktsaat wiederum sollte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wichtig sind konstant hohe Temperaturen. Das ist gewöhnlich im Mai nach den Eisheiligen oder spätestens im Juni der Fall. Rechnen Sie in jedem Fall erst im zweiten Jahr mit einer Blüte. In der kurzen Sommerperiode bilden die Jungpflanzen zunächst Wurzeln und Blätter aus.

Das richtige Anzuchtsubstrat

Das richtige Anzuchtsubstrat


Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum. Dort wächst er in freier Wildbahn auf sandigen Hängen zwischen Felsen. Dementsprechend sollte auch die Erde im Garten beschaffen sein. Auf schweren Tonböden tut sich die Staude schwer und bildet weniger Blüten.

Im Zweifelsfall können Sie mit Hilfe einer Bodenprobe die Zusammensetzung der Gartenerde überprüfen. Zu saure oder alkalische Böden sollten vermieden werden. Magern Sie das Erdreich mit Sand und Kies möglichst weit ab. Dadurch wird auch die Durchlässigkeit für Wasser verbessert. Letzteres ist von großer Bedeutung, da Lavendel Staunässe nur schlecht verträgt. Für die Anzucht im Haus eignet sich handelsübliche Kräutererde.

Lavendel vorziehen

Lavendel vorziehen
Für die Aussaat können Sie kleine Anzuchttöpfe verwenden. Kokostabs eignen sich jedoch ebenso für das Vorziehen. Füllen Sie die Gefäße jeweils bis zum Rand mit Kräutererde. Diese sollte nährstoffarm und vor allem steril sein. Oft befinden sich Trauermückenlarven oder Pilze im Substrat. Geben Sie die Erde deshalb vorher auf ein Backblech und backen Sie das Substrat für 20 Minuten bei 200 Grad. So werden verbliebene Keime abgetötet.

Nun können Sie die Samen vorsichtig auf dem Substrat ausbreiten. Verwenden Sie immer nur einen Samen pro Topf. Drücken Sie das Saatgut leicht an und bedecken Sie es jedoch nicht mit Erde. Als Lichtkeimer benötigt die Pflanze unbedingt Helligkeit zum Keimen.

Die Aussaat im Garten

Die Aussaat im Garten
Im Garten unterscheidet sich die Aussaat nicht wesentlich von der Aussaat im Haus. Ab Mai können Sie den Samen in der Erde ausbringen. Wichtig sind durchgängig sommerliche Temperaturen über 20 Grad. Diese erhöhen die Keimchancen. Lockern Sie die Erde zunächst mit einem Rechen auf. Eine feinkrümelige Struktur verbessert die spätere Wurzelhaftung. Säen Sie die Samen in Reihen mit einem Abstand von mehreren Zentimetern aus und drücken Sie diese mit Hilfe eines Bretts an. Jetzt können Sie vorsichtig mit einer Gießkanne oder Sprühflasche wässern. Gießen Sie immer in den Morgenstunden. Bei richtiger Pflege gedeihen die Keimlinge schnell.

Expertentipp

Die Keimfähigkeit des Saatguts lässt sich durch vorheriges Einlegen in Kamillentee erhöhen. Dadurch töten Sie außerdem Keime und Bakterien ab.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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