Lavendel duftet unvergleichlich und erfreut uns rund zwei bis drei Monate im Jahr mit einer prächtigen Blüte. Das beliebte Balkon- und Gartengewächs kann in der Regel mehrere Jahrzehnte alt werden. Verholzt Ihr Lavendel aber doch einmal geben wir Ihnen hier alle Tipps, um Ihre Pflanze wieder auf Vordermann zu bringen.
Ursachen für ein Verholzen des Lavendels
Wird in die Jahre gekommener Lavendel nicht regelmäßig geschnitten, so hat das meist zur Folge, dass die Pflanze von unten her verkahlt. Stellen Sie fest, dass Ihr Lavendel an den unteren Ästen keine neuen Triebe entwickelt und sich braun verfärbt, dann ist es höchste Zeit für einen großzügigen Rückschnitt der Pflanze.
Ein Verholzen der Pflanze muss aber nicht nur etwas mit dem alter und einem falschen Schnitt der Pflanze zu tun haben. Auch übermäßiges, falsches Gießen kann dazu führen, dass eine Wurzelfäulnis begünstigt wird. Durch die Wurzelfäule wird die Wurzel zerstört und diese kann kein neues Wasser aufnehmen. So vertrocknet die Pflanze ironischerweise.
Pflanzen Sie Lavendel in Ihrem Garten an, so müssen sie diesen grundsätzlich nur selten gießen. Der Lavendel ist durchaus in der Lage, seine Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen und ist äußerst robust. Pflanzen Sie Ihren Lavendel in einem Topf, so muss dieser jedoch ab und an bewässert werden. Auch hier gilt aber sparsam mit den Bewässerungsintervallen zu verfahren. Erst wenn die Erde im Topf ganz durchgetrocknet ist, sollten Sie die Pflanze einmal kräftig gießen. So verhindern Sie die Bildung von Staunässe und die Wurzeln können optimal arbeiten.
Wie Sie Ihren Lavendel akkurat zurückschneiden, erklären wir Ihnen im Folgenden Abschnitt.
Das richtige schneiden
Schneiden Sie Ihren Lavendel einmal im Jahr um gut 50 Prozent zurück. Der ideale Zeitpunkt ist entweder im Frühjahr vor der Blüte oder im September nach der Blüte. Für den Schnitt können Sie entweder eine Küchenschere oder eine Heckenschere verwenden.
Greifen Sie den Lavendel bündelweise und trennen Sie diesen unten ab. Achten Sie dabei darauf, etwas grün an der Pflanze stehen zu lassen. Daraus wachsen dann zukünftig neue Triebe und die Pflanze blüht wieder prächtig auf.
Nach dem Schnitt

Werfen Sie die Schnitt-Abfälle nicht weg. Aus diesen lassen sich nämlich beispielsweise Duftsäckchen für Ihren Kleiderschrank oder Ihr Auto machen. Auch vertrockneter Lavendel hat noch einen starken Duft und kann deswegen weiter verwertet werden. Füllen Sie den abgeschnitten Lavendel einfach in ein Stoffsäckchen und binden diesen mit einem Stück Schnur zu. Fertig ist der selbstgemachte Lufterfrischer.
Expertentipp
Die im Lavendel enthaltenen Ätherischen Öle tragen nicht nur zum wohligen Duft der Pflanze bei, sondern schützen diese so auch vor Schädlingen. Läuse und ähnliche Plagegeister meiden den Duft des Lavendels und befallen diesen deswegen nicht. Auch die Pflanzen um den Lavendel herum profitieren von dieser Eigenschaft. Haben Sie also ein Problem mit Schädlingen, setzen Sie Lavendel als natürliche Waffe gegen die ungebetenen Gäste ein.
Häufig gestellte Fragen
Muss man Lavendel düngen?
In der Regel benötigt Lavendel keinen Dünger, denn dieser ist von Natur aus an nährstoffarme Böden gewöhnt und wächst auch ohne Unterstützung Ihrerseits prächtig.
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