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Limettenbaum Pflege

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Limettenbaum Pflege

Viele kennen sie von dem Cocktail Caipirinha: Limetten. Der immergrüne Limettenbaum strahlt ein mediterranes Flair aus und findet auf jedem Balkon und jeder Terrasse Platz. Damit sich die kleine Schwester der Zitrone optimal entwickelt und langfristig Freude bereitet, sind diverse Pflegemaßnahmen notwendig. Wir haben die Wichtigsten für Sie zusammengestellt.

Der optimale Standort

Der optimale Standort
Die Limette, auch Echte Limette genannt, benötigt einen passenden Standort, um in unseren Breitengraden zu gedeihen. Wird dieser falsch gewählt, nutzen die besten Pflegemaßnahmen nichts.

Limetten haben einen höheren Wärme- und Lichtanspruch als Zitronen. Sie bevorzugen einen hellen, sonnigen und windgeschützten Standort. Die Limette steckt ihre ganze Energie in die Bildung aromatischer Früchte. Steht sie überwiegend im Schatten, leidet das Aroma.

Während der Limettenbaum im Sommer auf der Terrasse bzw. dem Balkon die Sonne genießt, sollte er im Winter in einen beheizten Wintergarten umziehen.

Wichtig ist, dass die Wurzeln der Limette nicht zu warm werden, sonst stellen sie die Wasser- und Nährstoffaufnahme ein. Vermeiden Sie dunkle Pflanzkübel und achten Sie darauf, dass der Kübel keiner permanenten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Im Winterquartier sollten Sie auf die Fußbodenheizung verzichten.

Hinweis: Im Falle eines Standortwechsels benötigt der Limettenbaum eine Eingewöhnungszeit. Beim Wechsel ins Freie ist darauf zu achten, dass die Limette nicht sofort der prallen Mittagssonne ausgesetzt wird. Stellen Sie den Limettenbaum zu Beginn stundenweise ins Freie und verlängern Sie die Zeit schrittweise.

Substrat und Kübel

Substrat und Kübel
Limettenbäume bevorzugen eine lockere, durchlässige Erde. Sie sollte humusreich und torffrei sein. Zitruserde ist ideal. Alternativ können Sie ein Gemisch aus guter Pflanzerde, Sand und Blähton verwenden.

In ihrer Heimat wachsen Limetten in freier Natur. Nördlich der Alpen ist der Anbau lediglich in Pflanzgefäßen möglich. Tontöpfe mit einem Loch im Gefäßboden sind ideal. Legen Sie im unteren Drittel des Topfes eine Drainage aus Kies oder Tonscherben aus, um den Wasserabfluss zu erleichtern.

Limettenbaum gießen

Limettenbaum gießen
Der Wasserbedarf des Limettenbaums richtet sich nach seinem Wachstum und variiert somit stark.

Gießen Sie Ihren Limettenbaum nach Bedarf und nicht zu viel. Ist die Hälfte der Erde ausgetrocknet, braucht die Pflanze Wasser. Ob tiefere Erdschichten trocken sind, finden Sie mit einer Fingerprobe heraus. Alternativ können Sie ein Feuchtigkeitsmesser verwenden.

Als Gießwasser eignet sich abgestandenes Leitungswasser und Regenwasser. Durchtränken Sie den Wurzelballen des Limettenbaums gründlich. Warten Sie anschließend einige Tage bis zum erneuten Gießen.

Limettenbaum düngen

Der Nährstoffbedarf eines Limettenbaums ist während seiner Vegetationszeit am höchsten. Verwenden Sie einen mineralischen Zitrusdünger, um einem Mangel vorzubeugen. Der Dünger enthält wichtige Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung.

Fügen Sie den Dünger – gemäß Verpackungsanweisung – zum Gießwasser hinzu und düngen Sie den Limettenbaum zwischen März und Oktober wöchentlich.

Der Wasserbedarf ist ein Zeichen, dass die Pflanze wächst. Sobald der Limettenbaum Wasser benötigt, wird gedüngt. Dieses Vorgehen schützt vor Überdüngung.

Hinweis: In den Wintermonaten begibt sich der Limettenbaum in eine Ruhephase. Stellen Sie das Düngen im Herbst ein.

Limettenbaum umtopfen

Nicht winterharte Limetten werden in Töpfen und Kübeln kultiviert – regelmäßiges Umtopfen ist Grundvoraussetzung für ein gesundes Wachstum.

Topfen Sie die Limette im späten Winter (Februar oder März) um. Während junge Pflanzen jährlich einen größeren Kübel benötigen, werden ältere Limettenbäumchen alle zwei bis drei Jahre umgetopft. Stellen sich Laubverfärbungen ein oder wachsen Wurzeln aus den Abflusslöchern hervor, ist ein Umtopfen ebenfalls erforderlich.

Der neue Topf sollte minimal größer sein als das ursprüngliche Pflanzgefäß. Für große Gewächse sind Pflanzkübel mit Rollen hilfreich. Sie gewährleisten ein leichteres Umstellen.

Hinweis: Umtopfen ist für die Limette eine Stresssituation. Es ist möglich, dass sie im Anschluss ihre Blätter abwirft. Nach wenigen Wochen bilden sich meist neue Blätter an den Zweigen.

Limettenbaum schneiden

Gerät der Limettenbaum aus der Form, wird er zurückgeschnitten. Der beste Zeitpunkt ist im Spätwinter vor dem Neuaustrieb. In den Sommermonaten sind kleinere Formkorrekturen möglich.

Ein regelmäßiger Schnitt fördert einen üppigen Wuchs und einen dichten Kronenaufbau. Achten Sie darauf, nur oberhalb eines Blattansatzes bzw. einer nach außen gerichteten Knospe zu schneiden. Abgestorbene und von Krankheiten und Schädlingen befallene Äste werden ebenfalls entfernt.

Hinweis: Nutzen Sie eine scharfe Gartenschere und desinfizieren Sie diese mit Alkohol.

Krankheiten und Schädlinge

Überprüfen Sie den Limettenbaum regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge. Die Gewächse sind bei Trockenheit und schlechter Pflege anfällig für Schildläuse und Spinnmilben. Diese lassen sich mit einer Mischung aus Spiritus und Schmierseife leicht bekämpfen. Verwenden Sie das Spritzmittel in niedriger Dosierung und nicht unter direkter Sonneneinstrahlung.

Limetten entwickeln schnell einen Eisenmangel. Zeigt das Laub eine hellgrüne bis gelbliche Farbe mit dunkelgrünen Blattadern, müssen Sie den Limettenbaum mit einem Eisendünger versorgen.

Schwarz belegte Blätter und vertrocknete Pflanzenteile deuten auf einen Pilzbefall hin. Wischen Sie die befallenen Blätter ab. Ist der Befall weiter fortgeschritten, müssen Sie die betroffenen Zweige entfernen.

Limettenbaum überwintern

Fallen die Temperaturen unter 12 Grad Celsius, ist es Zeit für das Winterquartier. Spätestens wenn mit Nachtfrösten zu rechnen ist, muss der Limettenbaum ins Haus geholt werden.

Beheizte Gewächshäuser, nach Süden ausgerichtete Wintergärten und Raumtemperaturen um 20 Grad sind für die Überwinterung ideal.

Überwintert der Limettenbaum in einem kühleren Raum, achten Sie darauf, dass die Temperaturen nicht unter fünf Grad fallen und der Raum ausreichend hell ist. Generell gilt: Je wärmer der Limettenbaum steht, umso höher ist sein Lichtbedarf. In einem kalten Überwinterungsraum sollte es demnach nicht zu hell sein.

Achten Sie auch im Winterquartier darauf, dass die Pflanzerde nicht austrocknet.

Hinweis: Die Limette benötigt im Winter eine hohe Luftfeuchtigkeit – besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser.

Expertentipp

Um den Limettenbaum in den Wintermonaten mit ausreichend Licht zu versorgen, kann der Einsatz einer Pflanzenlichtlampe hilfreich sein. Sie wird in kurzem Abstand über der Pflanze angebracht und ahmt dem Spektrum des Sonnenlichts nach.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß wird ein Limettenbaum?

Während der Limettenbaum in seiner natürlichen Umgebung zwischen zwei und vier Meter hoch werden kann, bleibt er als Topfpflanze in unseren Breitengraden deutlich kleiner.

Wann blühen Limettenbäume?

Von Mai bis Juni bildet der Limettenbaum eine weiße Blütenpracht. Im Anschluss bilden sich die grünen Zitrusfrüchte.

Wann sind die Limetten reif?

Erntezeit ist bei uns im späten Herbst. Sobald die Früchte weich werden und sich die Schale hell verfärbt, können Sie die Limetten ernten.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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