Moos findet man in der freien Natur besonders in Nadelwäldern. Dort sorgt es für ein feuchtes Waldklima. Pflanzt man es im eigenen Garten an, so kann es als Rasenersatz dienen oder die Funktion eines Bodendeckers erfüllen. Es nimmt Feuchtigkeit und Nährstoffe nicht wie andere Pflanzen über seine Wurzeln auf, dies geschieht über seine Oberfläche. Moos ist in der Lage, auch eine große Menge Wasser zu speichern. Somit übersteht es ohne Probleme auch längere Trockenperioden. Die Vermehrung erfolgt ähnlich wie bei den Farnen über Sporen und nicht über die Samen oder Früchte. Außerdem bietet Moos für zahlreiche Insekten sowie Schnecken oder Spinnen einen optimalen Lebensraum.
Pflanzung und Pflege
Moos kann das ganze Jahr lang gepflanzt werden, solange die Temperaturen zwischen fünfzehn und zwanzig Grad Celsius liegen. Am besten geschieht dies zwischen den Monaten April und September. Es gibt keinen bevorzugten Standort für die Pflanzung, da Moos sich nicht verwurzelt, sondern an der Oberfläche auf Steinen, Rinde oder Erde gedeihen kann. Bei den meisten Sorten ist ein Platz im Halbschatten oder Schatten empfehlenswert, während andere Arten Vollsonne bevorzugen. Da Moose sich besonders in feuchten Böden wohlfühlen, können sie auch direkt neben dem Gartenteich kultiviert werden.
Die Erde sollte jedoch nicht zu nass sein. Ideal ist ein saurer und nährstoffarmer Boden mit einem pH-Wert von fünf bis sechs. Vor der Pflanzung wird der Untergrund vorbereitet, indem man ihn mit Brennnesseljauche einsprüht. Moos sollte nicht neben schnell wachsenden Pflanzen gesetzt werden, Unkraut gilt es ausgiebig zu beseitigen. Um das Moos auszupflanzen, wird es an die vorgesehene Stelle gesetzt und fest angedrückt. Anschließend wässert man es ordentlich. Verschiedene Moossorten sind zum Beispiel im Gartencenter oder im Baumarkt erhältlich.
Aus dem Wald sollte es nicht mitgenommen werden, da einige Sorten gefährdet oder geschützt sind. Bei der Pflege ist die Wasserversorgung ausschlaggebend. Düngergaben sind nicht erforderlich, da Moos die nötigen Nährstoffe aus der Luft aufnimmt. Gegossen wird mit einer Gießkanne oder mit einem Gartenschlauch. Dabei ist darauf zu achten, dass der Wasserdruck nicht zu stark sein darf. Optimal ist eine Bewässerungsanlage, welche über feine Düsen verfügt. Diese wird abends für eine kurze Zeit angeschaltet und sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanzen.
Anzucht

Die Vermehrung von Moos kann wie bei anderen Pflanzen auch durch eine Teilung erfolgen. Die einzelnen Stücken können dann entweder an einer anderen Stelle positioniert oder in einem Pflanzabstand von maximal zehn Zentimetern angepflanzt werden. Innerhalb kurzer Zeit verbinden sich die geteilten Pflanzen mit dem ursprünglichen Moos und bilden dann einen grünen Teppich.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung und der Anbau von Sporenkapseln. Diese findet man meistens in Stängeln, welche zur Wachstumszeit ausgebildet werden. Die Sporen werden zerdrückt und in feuchte Erde gegeben, bis das erste Moos sichtbar wird. Soll Moos an einer unförmigen oder vertikalen Stelle angebracht werden, so kann man es mit Wasser und Buttermilch in einem Mixer zerkleinern. Die entstandene Masse wird anschließend an der gewünschten Stelle aufgepinselt.
Expertentipp
Es gibt einige Sorten von Moos, die eine fungizide Wirkung haben sollen und aus diesem Grund auch bei Haut- oder Nagelpilz eingesetzt werden können. Dazu gehören zum Beispiel die Lebermoose.
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