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Kräuterpflanzen

Petersilie wächst nicht – was tun?

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Petersilie wächst nicht - was tun

Sie ist in aller Munde und sicher eines der beliebtesten, bekanntesten und am meisten verwendeten Küchenkräuter. Wen wundert es da, wenn daraus die Lust entsteht, Petersilie selbst anzubauen. Griffbereit von der Fensterbank oder dem eigenen Garten wäre sie an Frische nicht mehr zu toppen. Ob glatt oder kraus, bietet das gesunde und dekorative Kraut ein Füllhorn an Nährstoffen und wirkt reinigend auf unser Blut. Was auf den ersten Blick verlockend klingt, hat seine Tücken, denn Petersilie ist eine Diva. Wächst sie nicht, gibt es verschiedene Gründe.

Der ausgelaugte Boden

Der ausgelaugte Boden


Ist der Boden bereits durch vorausgehende Pflanzen stark beansprucht, fehlen der Petersilie die Nährstoffe. Sie bleibt im Wachstum zurück und verkümmert. Zwar könnte gedüngt werden, vielversprechender ist es jedoch, die Erde auszutauschen, mit Kompost anzureichern oder das Küchenkraut in unverbrauchte, lockere und humusreiche Erde umzusiedeln. Ist der Boden zu sauer, bekommt sie gelbe Blätter. Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, Sie bildet im zweiten Jahr Blüten und Samen. Ab jetzt ist sie nur noch geeignet, um Saatgut zu produzieren, sie hat kaum mehr Blätter und ist ungenießbar.

Der falsche Standort

Der falsche Standort
Petersilie ist eigenwillig. Sie möchte beides, Licht und Schatten. Zu viel Sonne verzeiht sie ebenso wenig wie zu schattige Standorte. Nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass ist die Devise. Am besten bewährt sich Halbschatten. Die Lösung kann die Ostseite des Hauses sein. Noch lieber ist dem Küchenkraut der lichte Schatten. Im Schutz von lichtdurchlässigem Blattwerk großer Bäume fühlt sich die anspruchsvolle Petersilie am wohlsten.

Ungeliebte Nachbarn

Ungeliebte Nachbarn
Nicht nur der unmittelbare eigene Standort entscheidet, auch bei den Nachbarn ist Petersilie pingelig. Über Schnittlauch und Dill in der Nähe streiten sich die Geister. Majoran, Bockshornklee oder Kerbel werden geduldet ebenso verschiedene Gemüsesorten oder Erdbeeren. Auch Radieschen, Tomaten, Gurken, Zucchini und Zwiebeln werden gut vertragen. Beleidigt reagiert der Kräuterklassiker bei Salat. Da das Gedeihen von sehr komplexen Faktoren abhängt, gilt auch hier, ein bisschen experimentieren und probieren statt studieren.

Zu wenig Geduld

Petersilie ist keine Rakete. Sie kommt nur langsam in Fahrt und benötigt Zeit zum Wachsen. Wie bereits gehört, können auf diesem Weg viele Stolpersteine liegen und einen üppigen Wuchs verhindern. Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis das Saatgut keimt und oft mehr als acht Wochen verstreichen bis zur ersten Ernte. Deshalb ist Geduld die Mutter der Porzellankiste. Nicht jeder schlechte Wuchs ist ein Zeichen von Problemen. Vielleicht braucht Madame einfach noch mehr Zeit.

Expertentipp

Petersilie gehört einfach zu dazu. Sie ist unverzichtbar in der Küche und doch sehr zickig im Anbau. Sind die passenden Bedingungen gefunden, belohnt sie den Küchenfreund oder Hobbygärtner mit kräftigem, sattgrünem Wuchs und guter Ernte. Wenn Sie können, lassen Sie das launische Pflänzchen selbst entscheiden, wo es ihm am besten gefällt. Was jetzt komisch klingen mag, kann doch den größten Erfolg bringen und der kleinste Aufwand sein. Geben Sie dem Saatgut an den verschiedensten Stellen im Garten eine Chance, auch wenn es im Blumenbeet ist. Dort, wo sie willig wächst, ist der optimale Standort. Sollte sie einmal einen unerwünschten Platz einnehmen, kann sie einfach abgeerntet und dann ausgezupft werden. Bei Überschuss kann Petersilie eingefroren werden. Viel Glück, es lohnt sich.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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