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Rasen neu anlegen

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Rasen neu anlegen

Der Rasen wird als Teppichboden des Gartens bezeichnet: Damit die Rasenhalme den Boden fest und dicht bedecken, sollten Sie bei der Aussaat der Samen mehrere Dinge beachten. Das Anlegen eines neuen Rasens erfordert nicht viel Fachwissen, jedoch ausreichend Geduld, bis die Samen keimen und anwachsen. Beim Rasen anlegen ist der Dreiklang aus Samenqualität, einer gleichmäßigen Aussaat und gutem Wässern und Walzen essenziell.

Die richtige Zeit, einen Rasen neu anzulegen

Der optimale Zeitpunkt, Ihren Rasen neu anzulegen, bewegt sich zwischen April und Mai oder zwischen September und Oktober. Der Herbst ist grundsätzlich die bessere Jahreszeit für die Rasenaussaat: Der Boden hat die Wärme des Sommers gespeichert und die feuchtere Witterung im Herbst fördert die Keimung der Grassamen. Die Aussaat im Frühling erfordert hingegen einen größeren Aufwand.

Anleitung 1: Rasen mit Saatgut neu anlegen

Anleitung 1 Rasen mit Saatgut neu anlegen

  • Einen schweren Boden sollten Sie im Herbst zuerst umgraben, die alte Rasenfläche hingegen kurz vor der Einsaat. Befreien Sie die Fläche von Wurzeln, Unkräutern, Steinen und Gehölz. Es ist besonders wichtig, die Quecken restlos zu entfernen.
  • Je nach Beschaffenheit des Bodens ist es ratsam, die Erde mit Kalk zu bereichern. Sollte der Boden zu Staunässe neigen, sollten Sie eine circa zwei Zentimeter dicke Schicht Sand einarbeiten und leichte Böden mit Kompost anreichern.
  • Gleichen Sie Unebenheiten aus und suchen die verschobene Erde ein weiteres Mal auf mögliche Wurzelreste ab. Zerschlagen Sie grobe Erdklumpen mit der Rückseite einer Harke und ebnen dann die letzten Hügel und Mulden ein. Ein zusätzlicher Tipp für Perfektionisten: Mithilfe einer Richtlatte können Sie die gesamte Fläche eben abziehen.
  • Machen Sie den lockeren Boden mit einer Walze trittfest.
  • Trockenes Wetter ist für die Aussaat optimal, da das Saatgut bei Feuchtigkeit am Streuwagen kleben bleibt. Dabei sollen die Bahnen leicht überlappen – bringen Sie dazu ggf. kreuzweise Startdünger aus.
  • Arbeiten Sie die Samen nun leicht ein und vermischen sie auf diese Weise gut mit der oberen Erdschicht. Falls Ihr Garten an einem Hang liegt, wird die Erde zusätzlich geharkt, damit die Samen nicht aus den Rillen gespült werden können, wenn es regnet.
  • Nun wird die Saat mit einer Walze festgedrückt. Dadurch bleiben die Samen fest am Boden und länger feucht.

Ein wichtiger Hinweis: Nach der Aussaat und sogar eine Woche nach der Keimung muss der Boden stets feucht gehalten werden.

Die erste Mahd darf erst nach zwei Monaten erfolgen. Dabei sollte der Rasen mindestens acht Zentimeter hoch gewachsen sein. Bis dahin dürfen Sie die Rasenfläche nicht betreten.

Anleitung 2: Rasen mit der Rollrasen-Methode neu anlegen

Anleitung 2 Rasen mit der Rollrasen-Methode neu anlegen
Die Raseneinsaat erfordert vom Hobbygärtner einen längeren Geduldsfaden, bis der ersehnte, sattgrüne Teppich im Garten gewachsen ist. Um einiges schneller erfolgt die Sanierung einer alten Rasenfläche mit Hilfe von Rollrasen. Mit der Sandwich-Methode können Sie auf das Abschälen der ausgedienten Grasfläche verzichten. Den Rollrasen verlegen Sie einfach auf dem alten Rasen, der sich darunter zersetzt und in eine nährstoffreiche Schicht für Organismen in der Erde verwandelt. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Den alten Rasen sehr kurz mähen.Da von den Wurzeln der alten Rasenfläche nichts mehr erwartet wird, mähen Sie den Rasen so kurz wie möglich. Gegen das Unkraut, welches sich darin befindet, sind keine Maßnahmen notwendig, wie etwa die Anwendung eines Herbizids oder das Vertikutieren. Umfangreiche Versuche haben erwiesen, dass der später folgende Rollrasen dem Unkraut keine Chance lässt, sich erneut zu entwickeln.
  • Unebenheiten ausgleichen.Je ausgeglichener der Untergrund, desto gleichmäßiger wird das neue Erscheinungsbild Ihrer neuen Rasenfläche. Aus diesem Grund lohnt es sich, in die Erstellung einer feinkrümeligen Bodenstruktur ein wenig Aufwand zu investieren.

    Begradigen Sie die gemähte Rasenfläche mit Mutterboden und bringen alternativ ein Kompost-Sand-Gemisch aus. Ziehen Sie die Fläche anschließend mit einem Rechen glatt.

    Ein Tipp am Rande: Die ersten beiden Arbeitsschritte sollten Sie nach Möglichkeit bereits am Vortag der Anlieferung des Rollrasens durchführen. Da der frisch geschälte Rollrasen schnell vertrocknet, sollten Sie ihn innerhalb von zwölf bis 24 Stunden verarbeiten.

  • Boden düngen und Rollrasen verlegenBevor Sie die den Rollrasen verlegen, sollten Sie noch eine entsprechende Startdüngung auf der alten Rasenfläche ausbringen – von Vorteil ist ein mit Phosphat betonter Dünger.

    Verlegen Sie der Rollrasen anschließend entlang einer geradlinig verlaufenden Kante und platzieren die Rollen Stoß an Stoß. Genau wie beim Klinkern von Mauern ist die Verlegung im Versatz optimal. Lassen Sie dabei keine Lücken oder Fugen entstehen. Schneiden Sie den Rand mit einem scharfen Messer zu und walzen den Rasen zu guter Letzt längs und quer.

    Verlegen Sie den Rasen möglichst so, dass Sie ihn nicht betreten müssen. Sollte dies unumgänglich sein, dann ist es ratsam, dort Holzlatten auszulegen. Wenn Sie mit der Rasenwalze unterwegs sind, sollten Sie nur die bereits verdichteten Rasenflächen betreten. Da Rollrasen bis zu drei Zentimetern hoch auftragen, ist zu Terrassen, Gartenwegen oder Beetbegrenzungen häufig ein Ausgleich erforderlich.

  • Den neuen Rasen wässernAm Tag der Rollrasen-Verlegung muss dieser durchdringend beregnet werden. Nachdem die Rasenfläche am Abend nicht mehr unter direkter Sonneneinstrahlung steht, sollten Sie den Sie den Wasserhahn so lange laufen lassen, bis jeder Quadratmeter mit mindestens zehn Litern getränkt wurde. Der alte Rasen ist nach dieser Verjüngungsmaßnahme vom ersten Tag an schön anzusehen. Um die regelmäßige Bewässerung in den folgenden Wochen durchzuführen und den Rasensprenger aufzustellen, können Sie Ihren neuen Rasen problemlos betreten. Der Belastung einer Grillparty zum Beispiel sollten Sie die Rasenfläche frühestens nach vier Wochen aussetzen.

Expertentipp

Zukünftig sollte der Rasen generell lieber selten und ausgiebig als häufiger in kleinen Mengen bewässert werden. Dies geschieht optimalerweise einmal pro Woche, wobei der beste Zeitpunkt am frühen Morgen oder am späten Abend ist. Eine fachgerechte Düngung, die ca. drei bis fünfmal jährlich erfolgen sollte, ist für eine anhaltend schöne Rasenfläche wichtig. Dafür eignet sich ein spezieller Rasendünger.

Des Weiteren ist es empfehlenswert, das Vertikutieren ein bis zweimal pro Jahr durchzuführen. Das Vertikutieren ist normalerweise im Frühjahr sinnvoll und dient zur Entfernung von Moos und altem Schnittgut. Sie fördert zudem die Lüftung des Bodens. Auch nach der Vertikutieren sollte eine Düngung der Rasenfläche erfolgen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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