Die Aussaat von Tomaten ist eigentlich nicht schwer. Selbst Anfänger können sich auf eine reiche Ernte freuen, wenn bei der Aussaat und der Pflege der Tomatenpflanzen einige Dinge beachtet werden.
Mit dem richtigen Hintergrundwissen kann leicht vermieden werden, dass die Samen gar nicht, oder nur langsam und schlecht keimen.
Optimale Voraussetzungen schaffen
Normalerweise braucht es keinen grünen Daumen und auch nicht viel Geduld, bis nach der Aussaat die ersten kleinen Tomatenpflanzen sprießen. Bei optimalen Bedingungen benötigen Tomaten nur 10 bis 14 Tage zur Keimung. Eine Garantie für eine schnelle und problemlose Keimung gibt es jedoch nicht.
Die Keimung und ihre Dauer hängen von einigen Faktoren ab, die erfüllt sein müssen, damit das Saatgut überhaupt keimt. Darüber hinaus gibt es einige Tipps und Tricks, durch die sich die Keimdauer verkürzen lässt.
Unbedingt notwendig sind:
- die richtige Temperatur
- das richtige Klima
- das richtige Licht
- die richtige Bewässerung
Die richtige Temperatur
Die Keimdauer hängt in hohem Maße von der Temperatur ab. Die ideale Temperatur liegt bei 20 bis 24 Grad Celsius. Maximal sind sogar Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius möglich.
Wird die ideale Temperatur jedoch unterschritten, wirkt sich das negativ auf die Keimdauer aus und diese wird sich verzögern.
Das richtige Klima
Am besten keimen Tomatensamen in einem feucht-warmen Mikroklima. Dieses kann am einfachsten im Gewächshaus oder in einem Mini-Gewächshaus erzeugt werden. Alternativ kann der Anzuchttopf auch mit Folie abgedeckt werden. Dabei sollte der Topf jedoch nicht komplett verschlossen sein.
Um Schimmelbildung zu verhindern, muss die Luft immer zirkulieren. Dies kann erreicht werden, indem die Abdeckhaube nicht ganz aufgelegt wird, oder die Folie mit Löchern versehen wird. Zudem sollte einmal täglich die Abdeckung zur Belüftung ganz entfernt werden.
Das richtige Licht

Tomaten sind Lichtkeimer. Die Samen benötigen daher viel Licht zur Keimung. In der Wohnung ist ein heller Standort ohne pralle Mittagssonne auf der Fensterbank ideal.
Alternativ kann auch eine Pflanzenlampe für optimale Lichtverhältnisse sorgen. Die Lampe sollte jedoch nicht zu heiß werden und über eine ausreichende Beleuchtungsstärke verfügen. Am besten eignen sich LED-Lampen zur Tomatenkeimung. Sie werden nicht zu heiß und geben viel Licht.
Die richtige Bewässerung

Die Bewässerung fängt nicht erst an, wenn die ersten Pflänzchen sichtbar sind, denn auch die Samen benötigen genügend Feuchtigkeit, um zu keimen.
Für die Bewässerung eignet sich am besten eine Sprühflasche. So wird das Wegschwemmen der Samen beim Gießen verhindert.
Die Samen müssen kontinuierlich feucht gehalten werden. Staunässe darf dabei jedoch nicht entstehen. Werden die Samen nicht regelmäßig feucht gehalten, werden sich keine gesunden Pflanzen entwickeln.
Expertentipp
Durch eine spezielle Vorbereitung der Samen vor der Aussaat, kann die Keimdauer verkürzt werden. Dazu werden die Tomatensamen vor der Aussaat über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt, damit sie aufquellen.
Alternativ können die Samen auch für 6 bis 8 Stunden in lauwarmem Kamillentee eingeweicht, oder für 2 bis 3 Stunden in einen Knoblauchsud gelegt werden.
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