Sie haben sich eine Clematis zugelegt, um eine eher unschöne Mauer oder einen Zaun schnell mit einer wundervollen Blütenpracht zu überziehen. Sie haben gehört, dass die Clematis zu den eher anspruchslosen und kletterfreudigen Pflanzen gehört. Doch nun wächst die Pflanze nicht wie sie soll und in Ihrem Garten zeigen sich immer noch unbegrünte Flecken. Lesen Sie, wie Sie doch noch in den Genuss einer üppigen Pflanzenfülle mit ihrer Clematis kommen.
Langsam wachsende Clematis-Art
Streben Sie das schnelle Zuwachsen von Mauern oder anderen Flächen im Garten an, sollten Sie keine großblütige Hybrid-Clematis bevorzugen. Denn diese Hybriden zeichnen sich durch langsames Höhenwachstum aus. Dafür können sie sich bei diesen Kreuzungen über ein ausgeprägtes Wurzelwachstum und eine wundervolle Blütenpracht im ersten Jahr freuen.
Das Höhenwachstum findet hingegen erst im zweiten Jahr statt. Dies zeigt sich besonders bei kleinwüchsigen Arten, die auch gut für die Topfkultur geeignet sind.
Nährstoffmangel
Für ein kontinuierliches Höhenwachstum benötigt die Clematis eine kontinuierliche Nährstoffversorgung. Regelmäßiges Düngen ist daher in der Waldrebenpflege unverzichtbar. Beim Einsetzen der Pflanze sollte bereits eine nährstoffreiche Umgebung geschaffen werden. Dazu können Kompost oder Hornspäne mit in das Pflanzloch gegeben werden. Besonders wichtig ist dies auch in der Wachstumsphase von März bis August. Dafür empfiehlt sich ein Langzeitdünger, der die Pflanze kontinuierlich mit den richtigen Nährstoffen versorgt.
Überangebot an Wasser

Staunässe ist ein Wachstumshemmer für Waldreben. Beim Pflanzen der Clematis sollte gleich auf eine gute Drainage geachtet werden. Diese kann aus Splitt, Kies oder grobem Tonschutt bestehen. Empfindliche Sorten, wie „Clematis Alpina“ können auch leicht erhöht gesetzt werden, damit Regen- und Gießwasser gut ablaufen können.
Falscher oder fehlender Rückschnitt

Durch einen jährlichen Rückschnitt der Waldrebe wird dafür gesorgt, dass die Pflanze reich verzweigt und gesund heranwächst. Als grobe Richtlinie für den richtigen Zeitpunkt, kann die Blütezeit herangezogen werden. Früh- und mehrfach blühenden Sorten dürfen nach der Blüte im Frühjahr geschnitten werden. Bei sommerblühenden Exemplaren wird mit dem Schnitt bis zum frühen Winter gewartet.
Die Triebe sollten auf 20- 30cm über dem Boden gekürzt werden. Immer wenn der Clematis zu dicht wird, sollte der Rückschnitt erfolgen, damit die Pflanze nicht von innen heraus verkahlt. Außerdem sollte alle 4 Jahre ein Verjüngungsschnitt durchgeführt werden, um die Bildung neuer Triebe zu begünstigen.
Nährstoffkonkurrenz
Andere Bepflanzungen um die Clematis herum, sollten besser mit einigem Abstand angelegt werden, damit diese nicht mit der Waldrebe um Nährstoffe und Wasser konkurrieren. Eine Rindenmulch-Schicht hilft Unkraut fernzuhalten und die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.
Standortwahl
Setzen Sie Ihre Clematis erst nach gründlichem Studium des Pflanzenetiketts. Die meisten Sorten bevorzugen einen Standort im Halbschatten, es gibt allerdings auch Arten, die für einen vollsonnigen oder ganz schattigen Standort geeignet sind.
Schädlinge an den Wurzeln
Schützen Sie Ihre Clematis vor Wühlmäusen, denn diese beschädigen die Wurzeln Ihrer Pflanzen. Abhilfe kann es schaffen, die Pflanze in ein Gitter aus Volierendraht zu setzen. Plastikgefäße und oben offene Körbe stellen für die Mäuse leider keine Barriere dar. Am besten ist natürlich, die Wühlmäuse aus Ihrem Garten zu vertreiben.
Expertentipp
Einige Clematis-Arten beenden nach der ersten Blüte ihr Höhenwachstum. Diese werden in der botanischen Gruppe der „Clematis atragene“ zusammengefasst. Wenn Sie beim Kauf auf diese Bezeichnung achten, bewahren Sie sich selbst vor ungewollten Überraschungen.
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