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Pflanzenkrankheiten

Zypressen – die häufigsten Krankheiten

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Zypressen - die häufigsten Krankheiten

Nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen können verschiedenen Krankheiten erliegen. Im Folgenden geht es um die häufigsten Krankheiten der Zypressen, woran man sie erkennt und wie man dagegen vorgehen kann. Schließlich folgen die wichtigsten Tipps für eine bessere Gesundheit der Pflanzen!

Braune Flecken

Braune Flecken


Sobald eine Zypresse nicht ausreichend mit Wasser versorgt ist, entstehen braune Flecken an der Pflanze. Wenn dies insbesondere im Frühling vorkommt, bedeutet das, dass der Winterstand zu trocken war. Darüber hinaus können braune Flecken auf Schädlingsbefall oder Pilzbefall hindeuten. Sind die Pflanzen bereits mit braunen Flecken behaftet, reicht spätes Gießen nicht aus. Stattdessen ist es wichtig, die Zypresse zurückzuschneiden!

Pilzbefall

Pilzbefall
Verlaufen braune Stellen von innen in Richtung Triebspitzen, ist die Pflanze wahrscheinlich einem Pilzbefall erlegen.

Folgende Pilzarten können der Zypresse zusetzen:

Kabatina Thujae

Je nährstoffarmer der Boden ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Pilz bei Zypressen auftritt. Auch Magnesium- oder Kalziummangel können für den Pilzbefall sorgen. Neben den braunen Flecken weisen auch schwarze Pusteln auf eine Pilzkrankheit hin. Zuerst müssen alle befallenen Pflanzenteile entfernt werden. Danach ist es empfehlenswert, die Pflanzabstände zu kontrollieren, um mehr auszulichten. Und schließlich sollte neben einem nährstoffreichen Boden auf eine Behandlung mit Fungiziden geachtet werden!

Phytophthora cinnamomi

Eine Infektion erfolgt über die Wurzel, so dass die Krankheit zunächst nicht ersichtlich ist. Vor allem bei Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius breitet sich der Pilz relativ schnell aus. Ebenfalls kann dies passieren, wenn sich zu viel Nässe angestaut hat, was es dementsprechend zu vermeiden gilt! Lockere Böden sowie das Legen einer Drainage beugen einem solchen Krankheitsbild vor!

Schädlingsbefall

Schädlingsbefall
Vor allem folgende Schädlinge greifen die Zypresse an:

Borkenkäfer

Für die Zypresse gibt es prinzipiell nichts Schlimmeres als die Bedrohung durch Borkenkäfer! Zu Beginn fressen sich Borkenkäfer an jungen Trieben entlang. Dies lässt sich an abgeknickten braunen Triebstellen mit unterschiedlicher Länge erkennen. Nach der Eiablage in der Rinde legen die Larven zahlreiche Fressgänge an. So stirbt die Pflanze nach und nach ab! Eine befallene Pflanze muss komplett entfernt werden!

Miniermotten

Eier der Miniermotte werden in den Blattschuppen von Scheinzypressen abgelegt. Danach erfolgt durch die Larven ein Bohren in die Triebspitzen hinein, bevor sie diese aushöhlen. Beim leichten Schütteln der Zypresse lassen sich auffliegende Motten erkennen. Außerdem verfärben sich die Triebspitzen braun, Zweige sind innen ausgehöhlt, und die Ausscheidungen der Motten in Form von Krümeln sind sichtbar. Solange ein regelmäßiges Zurückschneiden der Pflanze erfolgt, ist bei einem leichten Mottenbefall nichts zu befürchten. Ist das Ausmaß jedoch größer, sollte man das befallene Blattwerk herausschneiden und verbrennen oder vor dem Entsorgen luftdicht verpacken. Zudem helfen Mittel gegen beißende Insekten.

Zypressenkrebs

Ein Pilzbefall kann auch zu Zypressenkrebs führen. Eine Gelb- oder Rotfärbung an den Zweigen lässt auf diese Krankheit schließen. Ferner kommt es zu einer Vertrocknung der Äste. Zudem weist auch die Rinde später Verfärbungen auf und zerbricht. Wind und Regen können den Pilzbefall und somit den Krebs als Folge verstärken. Nachdem befallene Pflanzenteile entfernt worden sind, ist es hilfreich, die Schnittstellen mit Benzimidazolen zu versorgen.

Expertentipp

Neben regelmäßigem Gießen der Zypressen ist prophylaktisch auf die Vermeidung von Staunässe zu achten. Als Dünger verwendet man am besten Kompost. Wenn die Pflanzen schon älter sind, hilft außerdem die Benutzung von Bittersalz. Dadurch kommt es nicht so leicht zu Magnesiummangel.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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