Stauden dürfen in keinem Garten fehlen. Mit ihren unverwechselbaren Blättern und ihren schönen Blüten bereichern die vielfältigen Pflanzen sämtliche Bereiche vom Schatten bis zur Sonne. Doch wie unterscheiden sich Stauden von anderen Gewächsen? Und wie lassen sich diese zuverlässig bestimmen? Wir geben Aufschluss.
Charakteristische Merkmale von Stauden
Der Begriff „Staude“ wird vor allem in Gärtnereien gebraucht und bezeichnet oberirdisch wachsende Blütenpflanzen. Typische Merkmale dieses Pflanzentyps sind ihr mehrjähriger Charakter und ihr krautiges Erscheinungsbild. Anders als beispielsweise viele Beerensträucher oder Laubbäume verholzen Stauden nicht. Sie bilden meist charakteristische Stängel aus, die sich von Art zu Art unterscheiden.
Zahlreiche Arten überwintern zudem durch den Rückzug ins Erdreich und treiben in jedem Frühjahr neu aus. Manche Stauden werden aufgrund ihres attraktiven Blattschmucks gepflanzt, andere vor allem wegen ihrer Blüten. Oft werden sie auch nach Standort unterschieden. Neben Sukkulenten in Steingärten gibt es Wald- oder Uferstauden. Wenn Sie eine bestimmte Staude bestimmen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Methoden zur Bestimmung

Eine sehr klassische Methode ist das Bestimmen über botanische Bücher. Hier sind meistens Zeichnungen der einzelnen Pflanzenteile vom Stängel bis zur Wurzel abgebildet. Ein Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Genauigkeit. Die oft sehr spezifischen Zeichnungen bilden auch filigrane Merkmale zuverlässig ab und helfen bei einer guten Bestimmung.
In vielen Büchern sind ebenfalls hochauflösende Fotos abgebildet, mit denen sich Merkmale gut bestimmen lassen. Ergänzende Beschreibungen zu den Gewächsen helfen bei der Eingrenzung. Oft sind Bestimmungsbücher farblich, nach Fundort oder anderen Merkmalen sortiert. Eine weitere gute Vorgehensweise sind Foto-Apps. Hier schießen Sie mit Ihrem Smartphone eines oder mehrere Bilder der Staude und werden zu ähnlich aussehenden Pflanzen weitergeleitet. Schließlich können Sie sich in Internetforen nach Gruppen suchen und dort ein Foto Ihrer Blume einstellen.
Vorgehensweise beim Erkennen

Stauden lassen sich recht simpel über ihre Wuchsform und ihre Stängel bestimmen. Erscheinen diese holzig und in Form von Ästen, haben Sie es wahrscheinlich mit einem Gehölz zu tun. Bekannte Beispiele sind Rosen, Hortensien oder Sommerflieder. Wächst die Pflanze hingegen eher blumenförmig und bildet mehrere Blätter sowie einen oder mehrere klar erkennbare, weiche Stängel aus, haben Sie es eher mit einer Staude zu tun.
Die genaue Art lässt sich meist problemlos über mehrere Merkmale bestimmen. Sehen Sie sich die Blätter und ihre Wuchsform an. Achten Sie außerdem auf etwaige Blüten, den Habitus und (falls sichtbar) die Wurzeln. Einige Arten können bereits allein über die Wuchsform ihrer Blätter bestimmt werden. Machen Sie ein Foto der Pflanze und gleichen Sie es mit Fotos von Apps oder Bestimmungsbüchern ab.
Expertentipp
Nicht alle Stauden werfen ihr Laub ab, sondern behalten es bis zum Frühjahr. Beispiele sind Elfenblumen oder der kriechende Günsel.
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