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Obstpflanzen

Ananas – ist ein Nachreifen möglich?

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Ananas - ist ein Nachreifen möglich

Ananas sind auch in unseren Breiten unheimlich beliebt. Ihre exotische Süße und das nährstoff- und enzymreiche Fruchtfleisch machen die Tropenfrüchte zu einem leckeren und gesunden Lebensmittel. Gleichzeitig sind Ananas kalorienarm. Es handelt sich jedoch nicht um regionales Obst, was bedeutet, dass sie einen weiten Weg zurücklegen, bis sie in unseren Supermärkten zum Verkauf bereit liegen. Wie andere Obst- und Gemüsesorten, werden sie oft unreif geerntet. In diesem Beitrag wird erläutert, ob es möglich ist, eine Ananas nach dem Kauf nachreifen zu lassen.

Grundlegendes zum Reifeprozess

Grundlegendes zum Reifeprozess


Was den Reifeprozess betrifft, lässt sich zwischen klimakterischen und nichtklimakterischen Früchten unterscheiden. Klimakterisches Obst und Gemüse nimmt nach der Ernte Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid an die Umgebung ab. Man könnte auch sagen, sie atmen in einem gewissen Rahmen weiter. Weiterhin sondern sie Ethylen ab, ein Gas, das Früchte in unmittelbarer Umgebung schneller reifen und schneller verderben lässt. Zu den klimakterischen Sorten zählen zum Beispiel Äpfel, Bananen und Tomaten. Sie besitzen die Fähigkeit nachzureifen.

Ananas gehören zu den nichtklimakterischen Früchten, wie Weintrauben und Gurken. Sie reifen nach der Ernte in den meisten Fällen nicht mehr nach. Aus diesem Grund ist der optimale Erntezeitpunkt entscheidend. Haben Sie eine unreife Ananas erworben, gibt es dennoch Möglichkeiten, um sie zumindest etwas weicher und saftiger schmecken zu lassen.

Erkennung der Reife

Erkennung der Reife
Im besten Fall kaufen Sie ausschließlich Ananas, die vollständig reif sind. Versuchen Sie, bereits vor dem Kauf herauszufinden, ob die ausgelegten Früchte reif geerntet wurden.

Riechen Sie am Stielansatz, er sollte einen appetitlichen, aromatischen Duft verströmen. Eine Ananas ist umso reifer, je intensiver dieser Geruch ist. Versuchen Sie, ein Blatt aus dem Stiel zu ziehen. Wenn es sich ohne Probleme löst, ist das ein Hinweis auf eine reife Frucht. Üben Sie mit einem Finger minimalen Druck auf das Fruchtfleisch aus. Es sollte dabei leicht nachgeben.

Anders als häufig angenommen, erkennt man den Reifegrad einer Ananas nicht zwingend an der Farbe ihrer Schale. Denn es gibt Sorten, die im vollreifen Zustand leicht grün aussehen. Um eine reife Ananas zu kaufen, sollten Sie auf sogenannte Flugananas zurückgreifen. Sie werden unmittelbar nach der Ernte ausgeflogen und sind nicht lange unterwegs. Allerdings sind sie teurer und der Transport ist weniger umweltschonend.

Ideale Lagerung

Ananas sollten bei Zimmertemperatur auf einer weichen Unterlage gelagert werden. Dann können sich keine Druckstellen bilden, die später zu faulen beginnen. Achten Sie weiterhin darauf, sie nicht in der Nähe von klimakterischem Obst oder Gemüse zu lagern. Das ausgestoßene Ethylen lässt Ananas rasch verderben. Grundsätzlich sollten Ananas nur sehr kurze Zeit gelagert werden, ehe man sie verzehrt.

Expertentipp

Es kann helfen, eine Ananas für ein bis zwei Tage auf den Blättern stehend zu lagern. Auf diese Weise verteilt sich die Süße in der gesamten Frucht. Denn Fruchtzucker setzt sich oft im unteren Bereich ab. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der untere Bereich einer Ananas am süßesten schmeckt. Am Stielansatz schmecken die Ananas etwas säuerlicher.

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