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Exotische Pflanzen

Ananas selbst ziehen

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Ananas selbst ziehen

Wie wächst die tropische Ananas eigentlich? In ihrer Heimat Südamerika wächst sie in riesigen Plantagen im Freien – hierzulande wächst sie einfach im Topf auf der Fensterbank. Denn Ananasse lassen sich ganz leicht selbst ziehen. Dies ist nicht nur ein schönes, kleines Projekt für den Hobbygärtner, sondern kann in Zusammenarbeit mit Kindern deren Liebe zum Pflanzen Ziehen entfachen.

Ananas selbst ziehen: das wird benötigt

Eine Ananas aus dem Supermarkt und ein paar Sachen, die der Hobbygärtner meist schon zuhause hat – mit diesen wenigen Zutaten lässt sich im Handumdrehen eine Ananas pflanzen. Denn zum Ziehen einer Ananas wird diese lediglich zum Keimen gebracht und kann infolgedessen eingepflanzt werden. Konkret benötigt man also:

  • eine Ananas (bei der Wahl sollte auf das frische und grüne Aussehen des Blattschopfs geachtet werden)
  • ein Glas
  • einen Topf
  • Substrat (für Ananasse eignen sich Anzucht- oder Palmenerde sowie ein Sandgemisch)

So wird der Steckling vorbereitet

So wird der Steckling vorbereitet


Damit die Ananas eingepflanzt werden kann, muss diese erst zum Keimen gebracht werden. Dies geht, ähnlich wie bei einer Avokadopflanze, ganz einfach mit einem Wasserglas. Dafür wird die Ananas ungefähr drei Zentimeter unter dem Blattschopf abgeschnitten. Das Fruchtfleisch kann normal verzehrt werden, denn zum Ziehen der exotischen Pflanze benötigt es lediglich den üblichen Küchenabfall. Es ist jedoch wichtig, dass die Frucht nicht zu dicht bei den Blättern abgeschnitten wird, sodass nicht auch die Wurzelanlagen abgetrennt werden – in diesem Fall wäre der Versuch zum Ananas Ziehen vergebens.

Das restliche Fruchtfleisch wie nun vorsichtig mittels eines scharfen Messers vom Strunk entfernt. Nun werden die untersten Blätter von Oben nach Unten abgezogen, wobei ungefähr zehn Stück – abhängig von der Dichte der Blätter – ausreichend sind. Übrig bleibt der freigelegte Strunk der Ananas sowie deren Wurzelanlagen, welche die Basis für die neue Pflanze bieten. Bevor es jedoch weitergeht, wird der Blattschopf getrocknet. Dies ist wichtig, um die Bildung von Fäulnis und somit ein Schiefgehen des Ziehens zu vermeiden. Dafür wird der Blattschopf einfach zwei bis drei Tage auf die Heizung gelegt. Um sicherzugehen, dass tatsächlich nichts fault, kann der Strunk auch mit Holzkohlepulver bestreut werden.

Nach zwei bis drei Tagen ist der Blattschopf getrocknet und bereit zum Ansetzen. Hierfür wird lediglich ein Glas mit Wasser benötigt, auf welches die Ananas gesetzt wird. Die Füllmenge sollte so hoch sein, dass der unterste Teil, der des Blattschopfs die Wasseroberfläche gerade noch berührt. So wird die Ananas inklusive Glas nun an einen warmen und halbschattigen Platz zum Keimen gestellt.

So lange dauert es bis die Ananas keimt

So lange dauert es bis die Ananas keimt
Es dauert nur wenige Wochen bis die ersten Wurzeln unter dem Blattschopf entstehen. Dabei ist eine Länge von rund fünf Millimetern bereits ausreichend, um die Pflanze in den Topf zu übersiedeln.

Es ist soweit: Ananas einpflanzen

Es ist soweit Ananas einpflanzen
Haben sich die Wurzeln bereits gebildet, kann die Ananaspflanze endlich eingepflanzt werden. Dafür wird ein mittelgroßer Topf verwendet, welcher über genügend Abzugslöcher verfügt – Staunässe ist für die Ananaspflanze schädlich. Als Substrat eignen sich Palmenerde oder auch ein Sandgemisch. Dieses wird einfach in den Topf gefüllt, während die Pflanze bis kurz vor dem Blattansatz eingesetzt wird. Nun wird die restliche Erde um den Blattschopf eingedrückt und die Arbeit ist erledigt.

Die richtigen Außenbedingungen für die Ananas

Ananasse mögen es warm, weswegen auch beim Ziehen zuhause auf hohe Temperaturen geachtet werden sollte. Ideal sind Temperaturen ab 25 Grad Celsius. Grundsätzlich gilt jedoch: „Je wärmer, desto besser ist es für das Wachstum der Ananas.“ Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie im natürlichen Anbaugebiet der Ananas vorkommt, ist wichtig. Die rund 60 Prozent, welche jedoch optimal sind, werden in Räumen kaum erreicht. Aus diesem Grund ist es ratsam einen Luftbefeuchter zu verwenden und die Nähe zur Heizung zu vermeiden. Ganz in Gewächshaus-Manier kann auch ein durchsichtiger Plastikbeutel über die Pflanze gestülpt werden, unter welchem sich eine hohe Luftfeuchtigkeit bildet. Dieser sollte zum Lüften jedoch regelmäßig entfernt werden.

Ananas richtig gießen

Die Ananas ist in Sachen Gießverhalten nicht anspruchsvoll. So muss sie zwar regelmäßig gegossen werden, wobei das Substrat aber zwischenzeitlich ruhig austrocknen kann und soll. Staunässe ist aber auf jeden Fall zu vermeiden. Um eine gewisse Feuchtigkeit beizubehalten, kann die Pflanze regelmäßig mit Wasser besprüht werden.

Das passiert danach: Blüte und Frucht

Da die Ananas selbstbefruchtend ist, benötigt sie keinen Partner und somit keine Hilfe von außerhalb, um bestäubt zu werden. Während die Pflanze in erster Linie dekorativ erscheint, entwickelt sich der erste Blütenansatz meist nach sechs Monaten oder auch erst nach einem Jahr. Die Frucht wächst jedoch nur langsam heran, weswegen es schon mal drei Jahre dauern kann, bis sie zwischen dem Blattschopf herausragt.

Ist die selbstgezogene Ananas essbar?

Entsteht aus der bepflanzen Ananaspflanze im Laufe der nächsten Jahre eine Frucht, ist diese auch essbar. Sie wird geerntet, wenn sie ein reifes Gelb aufweist und kann infolgedessen verspeist werden.

Expertentipp

Die Ananaspflanze blüht nur einmal, weswegen sie nach der Ernte der Frucht absterben wird. Während das Projekt „Ananas“ einige Jahre auf der Fensterbank verweilen kann, ist die Ernte aber kein Grund zum Beenden. Denn bevor die Pflanze stirbt bildet sie Tochterpflanzen aus. Diese können abgeschnitten und wie zuvor eingepflanzt neu aufgezogen werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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