Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten in Deutschland. So liegt der Wunsch nahe, die roten Beeren selbst anzupflanzen. Dazu benötigt man nicht unbedingt einen eigenen Garten, denn sie lassen sich prima im Blumenkasten auf dem Balkon aufziehen. Wichtig sind vor allem drei Faktoren: Viel Sonne, keine Staunässe und ein größeres Erdvolumen von etwa 30 Kubikzentimetern, da es sich um einen Starkzehrer handelt. Ansonsten ist die Erdbeere pflegeleicht und bietet viel Freude beim Naschen.
Einpflanzen
Am besten eignet sich ein Blumenkasten mit einer Höhe von 20cm und mindestens derselben Breite. Alternative Pflanzgefäße sind Ampeln für hängende Sorten oder sogenannte Erdbeerpyramiden. Ideal wäre ein integriertes Bewässerungssystem. Andernfalls sollte der Blumenkasten mit mehreren Bodenöffnungen versehen sein, damit sich nicht zu viel Wasser ansammelt. Als Substrat eignet sich leicht saure Erde, die mit etwas Sand vermengt wird. Am Boden eine Lage Kies, die durch ein atmungsaktives Vlies abgedeckt wird, kann für besseren Wasserabfluss sorgen.
Der beste Zeitpunkt für das Einsetzen von Jungpflanzen ist zwischen April und August. Dabei darf die die Herzknospe, die zwischen Wurzeln und den grünen Bestandteilen liegt, nicht mit Erde bedeckt werden. Der Abstand zur nächsten Pflanze sollte 20-30 cm betragen. Soll die Beere auch in die Höhe wachsen, kann man ein Spalier anbringen und die Ausläufer regelmäßig daran festbinden.
Möchte man Samen ansäen, legt man sie im Februar oder März zunächst für ein paar Stunden in lauwarmes Wasser. Anschließend streut man sie auf angefeuchteter Anzuchterde aus, drückt sie leicht an und übersiebt sie etwas. Nach 2-6 Wochen im Halbschatten bilden die kleinen Pflänzchen fünf Blätter. In diesem Stadium können sie in normale Erde umgesetzt werden.
Pflege

Erdbeeren brauchen regelmäßig Wasser. Man gießt am besten nur um das Grün herum, ohne die Blätter zu befeuchten. Nur einmal im Jahr, nach der letzten Ernte, wird organischer Dünger verwendet, denn dieser soll sich nicht auf den Geschmack der Früchte auswirken. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bilden die Pflanzen Ableger. Diese sollten entfernt man so schnell wie möglich nah an der Mutterpflanze, um ihr keine Kraft zu rauben. Möchte man die Erdbeere allerdings vermehren, setzt man den noch verbundenen Ableger in einen eigenen Blumentopf, indem man ihn dort mit einem Draht an der Erde befestigt. Hat er eigene Wurzeln gebildet, kappt man die Verbindung.
Die meisten Sorten bringen von Mai bis August Früchte hervor. Man erntet sie erst, wenn sie voll durchgefärbt sind, und knickt sie dann am Fruchtstiel ab.
Überwintern

Erdbeerpflanzen sind frostverträglich. Nach der Ernte düngt man sie und entfernt alle Blätter und Ranken, bis auf die Herzknospe. Für besonders guten Schutz sorgen eine Styropor- oder Holzplatte unter dem Kasten sowie Tannenwedel oder Reisig als Abdeckung. An frostfreien Tagen gibt man ihnen etwas Wasser. Nach drei Jahren sind die Pflanzen allerdings ausgelaugt und man sollte sie durch neue ersetzen.
Expertentipp
Wenn man die Erde um die Setzlinge herum mit etwas Laub, Stroh oder Rindenmulch abdeckt, hält das die Erde warm und feucht und sorgt so zusätzlich für eine reiche Ernte.
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