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Obstpflanzen

Erdbeeren vor Ameisen und Schnecken schützen

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Erdbeeren vor Ameisen und Schnecken schützen

In den meisten deutschen Gärten findet man Erdbeerpflanzen. Doch leider wird dieser Klassiker oft von Ameisen, Schnecken und anderen Schädlingen heimgesucht. Nicht nur die Früchte selbst werden dabei in Mitleidenschaft gezogen, sondern ebenso die Pflanze. Wenn das Problem nicht behoben wird, können diese im schlimmsten Fall eingehen.

Ursache des Ameisenbefalls

Ursache des Ameisenbefalls


Diese Insekten interessieren sich nur selten für die Erdbeeren oder die Pflanze selbst. Vielmehr melken und beschützen sie die Blattläuse, die sich darauf angesiedelt haben. Daher sollten in diesem Fall nicht nur die Ameisen, sondern auch die Pflanzenläuse bekämpft werden.

Sind die Erdbeerpflanzen frei von den „Melktieren“, können diese Hautflügler durch herabfallendes Obst von Bäumen angelockt worden sein, die in der Nähe gepflanzt wurden. Die Früchte ziehen ganze Kolonien an, die sich darüber hermachen.

In beiden Fällen legen die Ameisen ihr Nest unter den Erdbeerpflanzen an, um ihrer Nahrungsquelle nah zu sein. Genau hier liegt die Gefahr, denn dabei unterhöhlen sie diese, woraufhin die Wurzeln nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Da die Pflanzenwurzeln freiliegen, findet die Pflanze selbst keinen Halt und auch die Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten verringert sich. Das Ergebnis ist eine schlechte Ernte oder sogar das Absterben der Erdbeerpflanzen.

Hilfe bei Ameisen

Hilfe bei Ameisen
Es gibt verschiedene Maßnahmen, durch die Ihre Erdbeerpflanzen effektiv vor Ameisen geschützt werden können.

Distanz zu Obstbäumen halten

Befinden sich die Pflanzen unter Obstbäumen oder in deren Nähe, wäre ein Umpflanzen bereits wirksam.

Den Ameisenhaufen stören

Alternativ hilft das Stören der Insekten, indem man mit einem kleinen Stock in den Ameisenhaufen sticht, notfalls einige Tage hintereinander wiederholen, damit sie zum Umzug gezwungen werden.

Brennnessel- oder Pflanzenjauche nutzen

1 Liter Brennnessel- oder Pflanzenjauche mit 10 Litern Wasser verdünnen (schadet sonst der Erdbeerpflanze) und über die Pflanzen gießen (nicht bei Sonnenschein).

Die Ameisen umleiten

Umleiten, indem um die Erdbeerpflanzen ein Kreis aus Kreidepulver, Gartenkalk, Talkum oder Kieselgur gezogen wird, der die Ameisenstraße unterbricht. Muss jedoch in regelmäßigen Abständen und nach Regen erneuert werden.

Die Ameisen umsiedeln

Umsiedeln, indem in Pflanztopf oder entsprechendes Gefäß mit unbehandelter Holzwolle gefüllt wird, die fixiert wird und dann kopfüber am Nesteingang beziehungsweise der Ameisenstraße platziert wird. Wenn die Ameisen nicht mehr zu den Erdbeerpflanzen gehen, sondern in den Topf, stellt man diesen mit einem Abstand von mindestens 30 Metern neu auf.

Gemahlenen Zimt nutzen

Ameisen meiden den Geruch von Zimt. Deshalb ist es sinnvoll, gemahlenen Zimt in die Tunnel oder den Nesteingang der Ameisen streuen. Dies muss jedoch nach Regen wiederholt werden.

Kapuzinerkresse, Knoblauch und Lavendel

Um nicht nur gegen die Ameisenkolonien, sondern ebenso gegen die Blattläuse selbst vorzugehen, sollten Kapuzinerkresse, Knoblauch und Lavendel in der Nähe der Erdbeerpflanzen gepflanzt werden.

Die Blattläuse selbst lassen sich mit Handschuhen per Hand abstreifen, jedoch sollte die Blattunterseite dabei nicht vergessen werden. Dies sollte wöchentlich wiederholt werden.

Wichtig ist, dass die Erde um den Pflanzen anschließend wieder fest gedrückt wird.

Hilfe bei Schnecken

Hilfe bei Schnecken
Auch vor Schnecken lassen sich Ihre Erdbeerpflanzen effektiv schützen.

Schneckenzäune um die Pflanzen errichten

Innerhalb dieser Zäune sollten Sie Bierfallen platzieren. Die Herstellung der Bierfalle erfolgt aus einem kleinen Becher, der halb mit Bier gefüllt ist und in die Erde eingesetzt wird.

Schnecken im Nutzgarten einsammeln

Errichten Sie einen Ring aus getrocknetem Kaffeesatz um die einzelne Pflanze oder das gesamte Beet.

Expertentipp

Auf chemische Keulen sollte verzichtet werden, da sich diese auf die Früchte übertragen. Daher ist es ratsam, natürliche Hausmittel zu bevorzugen, nicht nur wegen der eigenen Gesundheit, sondern auch zum Schutz der Umwelt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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