Ein frischer Salat mit Sommerblüten garniert, ist nicht nur optisch eine vollkommen neue Klasse der Zubereitung. Denn mit der richtigen Auswahl an essbaren Blüten wird selbst beim Grillen plötzlich der Salat von einer simplen Beilage zum Höhepunkt des Abends befördert. Lavendelblüten sind mit ihrer zierlichen Form und der intensiven Farbe ein toller Akzent zwischen Salatblatt und Paprika. Doch nicht jeder Lavendel ist zum Verzehr geeignet.
Welche Lavendelsorten sind essbar?
Wer selbst Lavendel für die Küche anbauen möchte, der sollte bei der Auswahl der richtigen Sorte Sorgfalt walten lassen. Von den rund 30 Lavendelsorten ist nur der Echte Lavendel (lateinischer Name „Lavandula angustifolia“ / „Lavandula officinalis“) für den Menschen bekömmlich. Andere Sorte enthalten Stoffe, die geschmacklich unangenehm oder sogar gesundheitsschädlich sein können. Um beim Einkauf den richtigen Lavendel zu finden, sollte auf den lateinischen Namen geachtet werden. So kann eine Verwechslung vermieden werden.
Auch die lateinischen Namen „Lavandula angustifolia“ und „Lavandula angustifolia pyrenaica“ stehen für den essbaren Echten Lavendel. Sie bezeichnen lediglich spezielle Unterarten.
Echten Lavendel pflanzen

Ursprünglich stammt Lavendel aus der Mittelmeerregion. Dementsprechend bevorzugt die Pflanze einen sonnigen Standort, am besten in der prallen Mittagssonne. Für Pflanzen im Freiland sollte die Erde nicht zu schwer sein. Bei normaler Gartenerde empfiehlt sich daher das Untermischen von Sand. Auf diese Weise wird gleich die Wasserdrainage des Bodens verbessert, denn Staunässe verträgt Lavendel nicht.
Wird Echter Lavendel im Topf gezogen, gelten die gleichen Grundsätze wie im Beet. Allerdings ist die Gefahr von einem Übermaß an Feuchtigkeit ungleich höher. Eine Schicht Kies am Boden des Topfes kann ein sicherer Garant gegen einen Schaden der Lavendelwuzeln auf Grund von stehendem Wasser sein.
Diese Pflege braucht Echter Lavendel

Auch bei der Pflege ist es sinnvoll sich stets an die mediterrane Heimat des Lavendel zu erinnern. Zwar sollte in Hitzeperioden regelmäßig gegossen werden, doch es gilt darauf zu achten, dass die Erde bereits mehrere Zentimeter getrocknet ist vor der nächsten Wassergabe.
Beim Düngen ist ebenfalls Zurückhaltung geboten. Denn Echter Lavendel bevorzugt mageren Boden. Sicherer ist es, den Lavendel überhaupt nicht zu düngen. Falls doch Dünger zum Einsatz kommt, ist Kompost geeignet oder andere stickstoffarme Alternativen.
Wie schneide ich Lavendel?

Ein regelmäßiger Rückschnitt verhindert ein übermäßiges Verholzen des Lavendelstrauchs und regt ein volles Wachstum an. Dafür empfiehlt sich zunächst ein Rückschnitt nach Ende der Blüte im August. Ein weiterer Rückschnitt erfolgt im Frühjahr, sodass eine verjüngte Pflanze wieder in die nächste Wachstumsperiode startet.
Für den Verzehr sollte Lavendel an einem trockenen Tag, am besten am Morgen oder frühen Vormittag geschnitten werden. Durch Sonnenschein und die Hitze eines Sommertages sinkt bis zum Abend der Gehalt an ätherischen Ölen im Lavendel. Diese Öle sind für den unverwechselbaren Duft und das Aroma der Pflanze verantwortlich.
Welche Teile vom Echten Lavendel sind essbar?
Sowohl frisch geerntet als auch getrocknet können vom Echten Lavendel Blüten, junge Triebe und die schmalen Blätter verzehrt werden. Am bekömmlichsten und dekorativsten sind sicherlich die Blütenrispen, während verholzte, ältere Triebe zum Kauen unangenehm zäh sind und zugleich kein angenehmes Aroma mehr bieten.
Expertentipp
Soll Lavendel auf den Teller kommen, gilt es dies bereits beim Anbau zu berücksichtigen. Auch wenn Lavendel selbst nicht gedüngt wird, muss ebenso bei den ihn umgebenden Pflanzen bei Düngergabe oder der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten stets auf ein biologisch einwandfreies Mittel zurückgegriffen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Rückstände von Chemie in dem geernteten Lavendel finden.
Häufig gestellte Fragen
Wozu kann ich Lavendel in der Küche verwenden?
Essbarer Lavendel eignet sich vor allem zum Würzen, aber auch als Dekoration oder als Bestandteil von Teemischungen wird er genutzt.
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