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Heckenpflanzen

Kirschlorbeer Blätter werden angefressen – was tun?

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Kirschlorbeer Blätter werden angefressen - was tun

Haben Sie am Laub Ihres Kirschlorbeers Schäden entdeckt? Zeigen sich an den Rändern sowie in der Mitte der Blätter Löcher? Bei Ihrer Entdeckung handelt es sich um Fraßschäden. Wer aber ist der gefräßige Schädling, der es auf Ihren Kirschlorbeer abgesehen hat?

Wissenswertes über den Kirschlorbeer

Wissenswertes über den Kirschlorbee


Der immergrüne Kirschlorbeer zählt hierzulande zu den wohl beliebtesten Heckenpflanzen. Das pflegeleichte Gewächs, das hübsche und blickdichte Hecken bildet, stellt nur wenige Ansprüche und kommt selbst mit hochsommerlichen Trockenperioden bestens zurecht. Der Kirschlorbeer steht – anders als sein Name erwarten lässt – mit den Pflaumen und Kirschen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis und hat mit den Lorbeergewächsen rein gar nichts zu tun. Die ursprüngliche Heimat des Kirschlorbeer erstreckt sich von Kleinasien bis in den Balkan hinein.

Obgleich es sich bei der Heckenpflanze um ein robustes und widerstandsfähiges Gewächs handelt, ist auch der Kirschlorbeer nicht vor den unschönen Attacken fressgieriger Insekten gefeit.

Blätter angefressen – wer war das?

Blätter angefressen - wer war das
Weisen die Blätter Ihres Kirschlorbeer unerfreuliche Löcher auf, die sowohl in der Mitte des Blattes als auch an dessen Rändern sichtbar sind, deutet alles darauf hin, dass hier der Dickmaulrüssler sein Unwesen treibt. Der nachtaktive Käfer „arbeitet“ im Schutz der Dunkelheit und gibt sich allein durch die verursachten Blattschäden zu erkennen.

Weit gefährlicher, als der erwachsene Dickmaulrüssler, zeigen sich seine Larven. Während der ausgewachsene Käfer sich auf das Anfressen der Blätter konzentriert – und damit zwar ärgerliche, aber dennoch nur optische Schäden verursacht – befallen die verfressenen Larven des Dickmaulrüsslers die Wurzeln und Knollen der Pflanze und können dadurch Ihren Kirschlorbeer zum Absterben bringen.

Was Sie tun können, um den Dickmaulrüssler zu bekämpfen

Sie haben keine andere Wahl: Wollen Sie sich weiterhin an Ihrem Kirschlorbeer erfreuen, müssen Sie schnellstens etwas gegen den Dickmaulrüssler unternehmen.

Um Ihren Kirschlorbeer von den nachtaktiven Käfern zu befreien, müssen Sie nach Anbruch der Dunkelheit handeln. Suchen Sie – mithilfe (einer nicht zu grell leuchtenden) Taschenlampe – sämtliche Blätter Ihrer Pflanzen ab. Haben Sie die Dickmalrüssler ausfindig gemacht, könnten Sie diese von der Pflanze absammeln – was jedoch bei einer Hecke ein mühsames Unterfangen wäre. Besser, Sie füllen einige Töpfe (die am Boden Löcher aufweisen) mit Holzwolle und stellen diese – mit der großen Öffnung nach unten – entlang Ihrer Hecke auf. Der Dickmaulrüssler wird sich über diesen neuen Schlafplatz freuen und gerne in den Topf klettern. Leeren Sie die Töpfe keinesfalls auf dem Kompost oder an einer anderen Stelle in Ihrem Garten aus. Entsorgen Sie die Schädlinge in Ihrer Biotonne.

Um einem Befall durch Dickmaulrüssler vorzubeugen, sollten Sie deren natürliche Fressfeinde – zum Beispiel Spitzmäuse, Vögel, Kröten und Igel – in Ihren Garten locken.

Expertentipp

Wo Käfer sind, da sind auch Larven: Bekämpfen Sie diese während Ihrer Schlupfzeit, in der Zeit von April bis Mai oder im August und September. Nehmen Sie dazu die Hilfe von Fadenwürmern in Anspruch. Sie können die Fadenwürmer ganz einfach im Gießwasser in die Erde einbringen. Warten Sie auch hier den Einbruch der Dunkelheit ab – Fadenwürmer vertragen kein UV-Licht.

Sie erhalten Nematoden zur Schädlingsbekämpfung im Fachhandel. Die Fadenwürmer dringen in die Larven ein, wodurch die gefräßigen Schädlinge absterben. Keine Sorge, Sie müssen keine Fadenwürmer-Plage befürchten, denn sind alle Larven abgetötet, sterben auch die Nematoden. Ist der Einsatz der Nematoden erfolgreich verlaufen, sollten Sie den Boden um den Kirschlorbeer abtragen, um dessen Wurzelbereich freizulegen. Entfernen Sie beschädigte Wurzeln und füllen Sie frische Erde auf.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/anutr tosirikul

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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