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Gemüsepflanzen

Kürbis vorziehen

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Kürbis vorziehen

Kürbis erfreut sich in den Gärten einer immer größeren Beliebtheit. Und dies zu Recht. Das gelbe, orange oder rote Gemüse macht nicht nur an Halloween als gruselige Laterne eine gute Figur, sondern bereichert den Speiseplan in der Küche enorm. Daneben ist der Allrounder Kürbis noch eines – nämlich gesund und lecker.

Der Kürbis – vielfältiger Genuss

Der Kürbis stammt, wie seine Geschwister Melone, Gurke und die Zucchini, aus der Familie der Kürbisgewächse. Ursprünglich stammt das wohlschmeckende Gemüse aus Süd- und Mittelamerika. Geschätzt und angepflanzt werden Kürbisse heutzutage aber seit dem 16. Jahrhundert weltweit in allen relativ warmen Gebieten. Da sich die einzelnen Kürbis-Sorten leicht miteinander kreuzen lassen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Farben und Formen.

Speisekürbisse werden grob in fünf verschiedene Arten unterteilt. Drei dieser Arten sind auch in Deutschland weit verbreitet und beliebt. Dazu gehören neben den Riesen-Kürbissen – Cucurbita maxima – wie der rote Hokkaido und dem bekanntesten, dem klassischen „Halloween-Kürbis“ Feldkürbis und dem gelben und roten Zentner, auch die Moschus-Kürbisse und die Gartenkürbisse.

In der Kategorie Gartenkürbisse findet der Gärtner die größte Auswahl an Sorten. Das liegt unter anderem auch daran, dass die beliebte Zucchini ebenfalls in diese Kategorie fällt. Im Anbau indessen wird eher nach den Nutzungsformen als zwischen den Sorten unterschieden.

Die verschiedenen Nutzungsformen der Kürbisse

Die verschiedenen Nutzungsformen der Kürbisse
Hauptsächlich werden Kürbisse in der Küche als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet. Kürbissuppen sind ebenfalls sehr beliebt und stehen auf der Liste für Speisen, die mit Kürbissen zubereitet werden können, ganz oben.

Kürbissamen lassen sich ebenfalls wunderbar verwenden. Geröstet sind sie ein gesunder Snack. Sie werden auch für die Herstellung von Kürbiskernöl verwendet. Die Samen von Feldkürbissen, also den sogenannten Halloween-Kürbissen eignen sich hierzu gut. Es gibt allerdings auch spezielle Züchtungen, bei denen die Verholzung der Samenschale vermindert wurde, um sie genau für diese Zwecke zu verwenden.

In der Medizin, beziehungsweise Volksmedizin werden Kürbissamen auch eingesetzt. Speziell bei Blasenschwäche oder Prostatabeschwerden kommen sie zum Einsatz. Die in den Kürbissamen enthaltenen pflanzlichen Hormone können Linderung verschaffen.

Kürbis vorziehen – so gehts

Kürbis vorziehen - so gehts
Ein Kürbis nimmt sich seine Zeit, bis er im Garten herangereift ist. Ein wenig Zeit kann man daher einsparen, wenn man die Kürbispflanzen vorzieht. Die Samen benötigen viel Licht und Wärme zum Keimen. Dabei ist es egal, ob die Pflanzen im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Wichtig ist nur ausreichend Licht und eine konstante Keim-Temperatur von 20 Grad. Manche Sorten benötigen sogar eine Temperatur von bis zu 25 Grad, um ordentlich zu keimen.

Die beste Zeit, um Kürbispflanzen vorzuziehen, ist ab Mitte April bis Anfang Mai.

1. Samen vorbereiten

Die Samen werden über Nacht gewässert. Danach kommen sie mit der Spitze nach unten circa 2 Zentimeter tief in einen kleinen Anzuchttopf mit guter Aussaaterde.

Da sich die Pflanzen recht schwer pikieren, also trennen lassen, kann man für jeden Samen einen eignen kleinen Topf verwenden.

2. Pflege der Samen

Während der Keimzeit muss die Erde der Töpfe regelmäßig und gleichmäßig feucht gehalten werden. Wenige Tage nach dem Einpflanzen der Samen beginnen diese dann auch schon zu keimen.

Die Sämlinge können sich recht unterschiedlich entwickeln. Sobald sie etwas größer sind, wird aussortiert: nur die stärksten Pflänzchen dürfen später ins Beet im Garten.

Ist das Wetter mild und die Sonne scheint, können die Töpfe tagsüber auch kurz ins Freie. Nachts müssen sie jedoch auf jeden Fall wieder ins Warme.

3. Auspflanzen der Jungpflanzen

Nach circa 4 Wochen, also frühestens ab Mitte Mai, wenn die Jungpflanzen mindestens drei Keimblätter ausgebildet haben, können sie ins Beet im Garten umziehen.

Es ist empfehlenswert, bis nach den „Eisheiligen“ zu warten, damit keine Nachtfröste den Jungpflanzen schaden können.

Kürbis im Garten pflanzen

Kürbis im Garten pflanzen
Der Boden, in den die Jungpflanzen gesetzt werden, wird gut gelockert und mit reifem, gutem Kompost gemischt. Die Jungpflanzen werden nun einzeln in Abständen von mindestens 1 Meter bis 1,50 Meter gesetzt, da viele Sorten sehr groß werden und gerne ranken.

Wer über einen großen Komposthaufen verfügt und nicht allzu viele Kürbisse anpflanzen möchte, kann die Jungpflanzen auch direkt in den Komposthaufen setzen. Hier erhalten sie alles an Nährstoffen, was sie für einen gesunden Wuchs benötigen.

Kürbisse benötigen bis zur Reife sehr viel Wasser. Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Bekommen sie nicht genug Wasser, gedeihen sie nicht richtig. Außerdem kann der Kürbis durch Wassermangel mehlig werden oder sogar einen bitteren Geschmack bekommen.

Ernten kann man die Kürbisse – je nach Sorte – ab August. Ob ein Kürbis reif für die Ernte ist, lässt sich ganz leicht feststellen. Mit zunehmender Reife verholzt der Stängel der Kürbisse, bis er nicht mehr gebogen werden kann. Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Bei der Ernte sollte ein Stück des Stängels an der Frucht belassen werden. Dieses Stück „versiegelt“ den Kürbis und macht ihn länger haltbar.

Übrigens: Kürbisblüten sind wie Zucchiniblüten essbar und schmackhaft. Wie bei den Zucchiniblüten gibt es auch hier mehrere Zubereitungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel füllen, frittieren oder roh als Salat.

Expertentipp

Kürbiskerne, beziehungsweise Samen bleiben bis zu fünf Jahre keimfähig. Es muss daher nicht jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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