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Gemüsepflanzen

Paprika einfrieren

Lisa Schneider

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Paprika einfrieren

Paprikas sind lecker und dazu auch noch sehr gesund. Sie peppen jeden Salat auf, sind Grundlage für beliebte ungarische Soßen und schmecken auch gefüllt und gegart gut. Ob man zur grünen, orangen, gelben oder roten Paprika greift, ist Geschmackssache. Tatsächlich ist die Farbe nur eine Frage des Reifegrads. In der Low Carb-Ernährung wird die grüne Variante bevorzugt, weil sie am wenigsten Zucker also Kohlenhydrate enthält. Am beliebtesten ist aber die rote Paprika. Alle Paprikas sind reich an Vitamin C, Folaten, Kalium, Ballaststoffen und verschiedenen Antioxidantien. Damit möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, kommt es auf die richtige Lagerung an. Möchte man die Paprika besonders lange haltbar machen, ist das Einfrieren die beste Methode.

Die richtige Paprika kaufen

Die richtige Paprika kaufen
Wie lange die Paprika haltbar ist, kann man schon durch den Kauf beeinflussen. Bereits beim Einkauf sollte ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Schale glänzend und fest, aber nicht beschädigt ist. Beschädigungen führen dazu, dass sie schneller verdirbt. Der Stängel sollte noch frisch aussehen. Grüne Paprika halten außerdem länger als andere. Das liegt daran, dass es sich um eine noch nicht ausgereifte Paprika handelt. Würde man sie neben einem Apfel lagern, käme es zu einer Nachreifung und die grüne Paprika könnte sich farblich noch etwas verändern. Äpfel sondern nämlich Ethylen aus, was den Reifeprozess beschleunigt.

Wie lange ist Paprika haltbar?

Wie lange ist Paprika haltbar
Paprika lässt sich normalerweise 2 Wochen lang lagern. Das setzt allerdings auch die richtigen Lagerungsbedingungen voraus. Angeschnittene Exemplare sollte man in ein Gefäß oder eine Tüte geben und in den Kühlschrank legen. Es empfiehlt sich, diese in 3 bis 4 Tagen verbrauchen. Im Gefrierschrank ist die Paprika bis zu 6 Monate lang haltbar.

Allgemeine Hinweise zur richtigen Lagerung

Allgemeine Hinweise zur richtigen Lagerung
Die Paprika wird vor allem in tropischen Zonen und in gemäßigten Zonen im Gewächshaus angebaut. Entsprechend ist sie Wärme gewohnt und sehr kälteempfindlich. Das bedeutet, sie verdirbt bei niedrigen Temperaturen schneller. Ob man sie nun im Kühlschrank lagern sollte oder nicht, ist etwas umstritten. Dagegen spricht die ideale Lagerungstemperatur von 8 bis 12° C. Sollte man sich dennoch für eine Lagerung im Kühlschrank entscheiden, dann ist es zumindest empfehlenswert, sie im Gemüsefach aufbewahren. Außerdem bevorzugen Paprikas die Dunkelheit. Deswegen ist eine Lagerung in einer Speisekammer oder im Keller anzuraten. Die Räume sollten trocken und unbeheizt sein. Es sollten sich keine Äpfel, Aprikosen, Avocados, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche, Feigen oder anderes Ethylen-ausscheidendes Obst in unmittelbarer Nähe befinden, dass diese den Reifeprozess der Paprika ankurbelt. Hat man keinen dunklen Raum zur Verfügung, kann man die Paprika alternativ mit einem trockenen Handtuch abdecken.

Warum lohnt es sich, Paprika besonders lange zu lagern?

Wer viel Paprika auf Vorrat kauft oder sogar aus dem eigenen Garten erntet, schafft es möglicherweise nicht, alles in 2 Wochen zu verbrauchen. Es gibt auch Gerichte, die man vielleicht lieber außerhalb der Erntezeit im Sommer kocht. So etwa Gulasch, von dem die Paprika ein wichtiger Bestandteil ist. Gulasch wird auch gerne zu kälteren Jahreszeiten gegessen. Deswegen bietet es sich an, Paprika einzufrieren. Gefrorene Paprika lässt sich auch problemlos zum Kochen wieder verwenden.

Paprika einfrieren: So geht es

Die Paprika braucht im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten vor dem Einfrieren nicht blanchiert oder gekocht werden. Auch die Haut darf dran bleiben. Paprika lässt sich ganz einfach roh einfrieren. Zuvor sollte man sie jedoch waschen, putzen, Stiel, Seitenwände und Kerne entfernen und die Paprika in Stücke schneiden. Je nach Bedarf lassen sich längliche Stücke oder kleine Stückchen zuschneiden. Vor dem Einfrieren sollte sie nicht mehr nass oder feucht sein. Wichtig ist außerdem, dass die Paprika sich in einem geeigneten Behältnis befindet, welches luftdicht verschlossen ist. Andernfalls besteht die Gefahr von Gefrierbrand. Die richtige Temperatur zum Einfrieren beträgt etwa -18° C.

Behältnisse zum Einfrieren

Die Paprika-Stücke lassen sich gut in einer Tupperdose oder in einem Gefrierbeutel einfrieren. Besonders praktisch für einen luftdichten Verschluss sind ZIP-Beutel. Als Alternative zum Plastik eignen sich auch Gläser und Behältnisse aus Edelstahl oder Holz. Am besten werden die Stücke auf verschiedene Behältnisse verteilt. So frieren sie nicht aneinander fest und man kann einzelne Portionen besser entnehmen.

Gefrorene Paprika verarbeiten

Soll die Paprika Bestandteil einer Gemüsepfanne oder Suppe werden, braucht man sie nicht vorher aufzutauen. Sie kann direkt verarbeitet werden. Wer sie als Zutat für den Salat eingeplant hat, sollte sie schonend und langsam auftauen. Allerdings ist die eingefrorene Paprika besser zum Kochen geeignet. Durch die Kälte wird nämlich die Zellstruktur zerstört und das verändert die Konsistenz. Natürlich ist die aufgetaute Paprika trotzdem noch lecker im Salat, aber sie wird viel von ihrer Frische und Knackigkeit eingebüßt haben.

Gefüllte Paprika einfrieren

Natürlich lassen sich auch mit Reis und Hackfleisch gefüllte Paprikas einfrieren. Dazu legt man sie einfach in ein geeignetes Gefäß. Möchte man sie wieder verarbeiten, lässt man sie auftauen und gart sie danach im Backofen. Vorsicht ist jedoch bei bestimmten Gemüsesorten wie Getroffen geboten. Kartoffeln werden nach dem Auftauen süßlich und matschig. Auch Weichkäse und Frischkäse verändern sich nachteilig durch das Einfrieren. Weichkäse wird matschig und Frischkäse fängt an zu flocken. Sollten die Paprika mit Kartoffeln oder Weich- oder Frischkäse gefüllt sein, stellt das nicht die beste Voraussetzung zum Einfrieren dar. Hartkäse ist allerdings kein Problem.

Alternative Methoden für eine längere Haltbarkeit

Alternativ lassen sich Paprikas auch in Öl oder Essig einlegen, einkochen oder trocknen. Eingelegte Paprika halten etwa ein Jahr lang. Allerdings schmecken sie dann auch anders als Frische und sind eher als Beilage zum Grillen oder als Anti-Pasti-Vorspeise zu empfehlen. Getrocknete Paprika verwendet man als Gewürz. Wer die Paprika in ihrer gewohnten Form beibehalten möchte, für den ist das Einfrieren die beste Methode.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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