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Pilze – Unterscheidung von giftigen und essbaren Pilzen

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Pilze - Unterscheidung von giftigen und essbaren Pilzen

Pilze zu sammeln, ist für viele eine Tradition. Giftige von essbaren Pilzen zu unterscheiden, gestaltet sich jedoch schwierig. Eine pauschale Anleitung findet sich nicht, die folgenden Punkte können Ihnen jedoch helfen, mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen und auf potenziell gefährliche Mahlzeiten zu verzichten.

Geruch

Geruch


Bereits vor dem Abschneiden von Pilzen kann ein Unterschied im Geruch auffallen. Einige giftige Sorten riechen stark, abstoßend oder muffig. Süßliche oder scharfe Noten sind ebenfalls möglich. Essbare Pilze sind im direkten Vergleich deutlich unauffälliger und milder im Aroma.

Führen Sie die Geruchsprobe vor der Zubereitung durch. Nach dem Trocknen der Schnittstellen und nach dem Garen fallen unangenehme Gerüche nicht mehr auf. Hinzu kommt, dass man oft keinen geschmacklichen Unterschied feststellen kann. Die Entscheidung muss deshalb bereits beim Sammeln getroffen werden.

Manschette und Stiel

Manschette und Stiel
Eine Manschette am Stiel, kurz unterhalb des Hutes, weist häufig auf einen giftigen Pilz hin. Champignons oder Steinpilze bilden keine Manschetten. Häufig ist der Stiel essbarer Sorten hell und stark, während giftige Pilze eine sehr schlanke Basis besitzen. Gedrungen wachsende Exemplare sind nicht automatisch sicher. Sie sind jedoch häufiger genießbar.

Nutzen Sie einen Pilzratgeber während des Sammelns und lassen Sie gesammelte Pilze zur Sicherheit von einem Experten kontrollieren. Von Pilzen mit Manschetten und schlanken Stielen Abstand zu nehmen, hilft bereits, einen großen Teil heimischer Giftpilze zu meiden.

Lamellen oder Schwamm

Lamellen oder Schwamm
Viele Pilze mit Lamellen an der Unterseite der Hüte sind giftig. Sicherer sind Pilze mit einem Schwamm. Bei beiden Varianten finden sich Ausnahmen, weswegen es keine allgemeingültige Aussage in dieser Hinsicht geben kann. Alle Unterarten des Röhrlings bilden ein schwammartiges Gewebe an der Unterseite. Nur wenige sind ungenießbar oder giftig.

Für Anfänger empfiehlt es sich, die Unterseiten der Hüte zu betrachten und zunächst auf Schwammpilze zu setzen. Auch genießbare Pilze sollten stets für längere Zeit und gründlich von allen Seiten erhitzt werden. Im rohen Zustand können die Pilze unangenehme Beschwerden verursachen.

Falsche Pilzvergiftungen

Falsche Pilzvergiftungen
Viele Pilzvergiftungen lassen sich nicht auf giftige Pilze, sondern auf verdorbene Exemplare, eine falsche Lagerung oder zu häufiges Aufwärmen zurückführen. Um das zu vermeiden, sollten Sie einige einfache Regeln befolgen.

Pilze, die Beläge oder Druckstellen aufweisen, sollten nicht verarbeitet werden. Bereiten Sie gesammelte Pilze nach einer weiteren Kontrolle möglichst frisch zu oder bewahren Sie sie maximal für einen Tag im Kühlschrank auf. Erhitzen Sie Pilzgerichte maximal ein weiteres Mal. Braten oder kochen Sie Pilze für mindestens 15 Minuten. Bis auf wenige Ausnahmen können rohe Pilze zu Problemen im Verdauungstrakt führen.

Fühlen Sie sich nach dem Verzehr unwohl und bemerken Beschwerden, sollten Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Abhängig von der Schwere der Symptome kann ein Notruf nötig sein. In jedem Fall sinnvoll ist es, Reste der Pilze oder der Mahlzeit aufzubewahren und bei einer medizinischen Behandlung abzugeben. Dadurch ist es möglich, Giftstoffe schneller zu bestimmen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Erfahrung und Übung

Genießbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden, fällt aufgrund der teilweise geringen Differenzen anfangs schwer. Erst durch Übung und Erfahrung gewinnt man Sicherheit und kann verschiedene Arten und Unterarten unterscheiden. Nutzen Sie so viele Beschreibungen und Fotos wie möglich. Lassen Sie gesammelte Pilze dennoch professionell begutachten, bevor Sie sie verarbeiten. Sie werden auf typische Fehler hingewiesen und können in Zukunft besser darauf achten.

Expertentipp

Sind Sie sich bei gesammelten Pilzen unsicher, sollten Sie sie nicht verarbeiten. Suchen Sie stattdessen eine Pilzberatungsstelle oder einen Experten auf. Pilzführungen oder Pilzkurse können ebenfalls helfen, essbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden.

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