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Rasen erneuern ohne umgraben

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Rasen erneuern ohne umgraben

Viele scheuen sich davor den Rasen zu erneuern, denn sie glauben es ist mit viel Aufwand verbunden. Zwar muss einiges an Arbeit investiert werden, aufwendige Tätigkeiten wie Umgraben sind jedoch meist nicht notwendig. Vor allem bei einem bestehenden Rasen, bei dem nur Lücken aufgefüllt werden müssen, ist dies Arbeit oft an einem Wochenende erledigt.

Unkraut entfernen

Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber für die Gleichmäßigkeit vom Rasen ist es von Vorteil, wenn Sie vorher Unkraut entfernen. Vor allem Pflanzen wie der Löwenzahn, der eine großflächige bodennahe Rosette bilden kann, sollten Sie vorher ausstechen.

Mähen und Vertikutieren

Mähen und Vertikutieren

Bevor Sie den Rasen erneuern können, müssen Sie das Gras so kurz wie möglich mähen. Das Gras darf auch nicht auf der Fläche als Mulch zurückbleiben und muss entfernt werden. Ist Ihr Rasen üblicherweise länger, kann dem bestehenden Grad ein Radikalschnitt schaden. Mähen Sie ihn im Abstand von zwei Wochen und reduzieren Sie dabei die Höhe bis zur untersten möglichen Stufe, die Ihr Rasenmäher zulässt.

Im nächsten Schritt müssen Sie den Rasen vertikutieren. Das ist vor allem bei Flächen notwendig, bei denen schon länger nicht mehr der Rasen erneuert wurde. Im Laufe der Zeit bildet sich Moos und Unkräuter verdrängen das Gras, was durch das Vertikutieren zum Teil behoben werden kann. Zudem wird abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernt und der Boden wieder gelockert.

Mulden auffüllen

Mulden auffüllen

Sobald das Gras sehr kurz geschnitten ist und der Boden vertikutiert wurde, fallen oft erst richtig die gröberen Probleme auf. Dazu gehören in erster Linie Mulden, die die Fläche uneben machen. Größer Mulden sollten Sie mit einer Mischung aus Erde und Sand auffüllen. Zudem können Sie über die gesamte Fläche Erde und Sand mit einem Rechen verteilen.

Haben Sie Stellen im Rasen, die so verdichtet sind, dass sich nach einem Regen dort Pfützen bilden, sollten Sie die Grasnarbe in einer Tiefe von bis zu 30 cm abtragen. Füllen Sie das Loch erst mit grobem und dann mit feinem Kies auf. Darüber kommt wieder eine Mischung aus Erde und Sand.

Rasenmischung auswählen

Rasenmischung auswählen

Ist die Fläche soweit vorbereitet, können Sie eine Rasenmischung auswählen. Viele greifen zum robusten Sport- und Freizeitrasen, der auch größeren Belastungen standhält. Daneben gibt es auch spezielle Mischungen, die für bestimmte Belastungen ausgelegt sind.

Grundsätzlich sollten Sie keine andere Rasenmischung einsäen als die, Sie bisher hatten. Andernfalls kann es zu einem ungleichmäßigen Wuchs kommen. Einzig die Möglichkeit von einem schwach wüchsigen Spezialrasen auf einen Freizeitrasen umzusteigen besteht. Der Freizeitrasen bildet schnell eine dichte Grasnarbe, wodurch Gräsersorten, die langsamer wachsen kompensiert werden.

Rasen aussäen

Rasen aussäen

Ideal ist eine Rekultivierung der Rasenfläche im Frühjahr. Zu dieser Zeit ist die Bodenfeuchtigkeit höher, es gibt häufiger Niederschläge und die Temperaturen sind warm, jedoch nicht heiß. Das sind die idealen Voraussetzungen, dass sie Samen ohne großen Aufwand anwachsen.

Von Vorteil ist es zudem, wenn Sie im Frühjahr einen Zeitpunkt wählen, wo kurze Zeit später eine längere Regenphase angekündigt ist. Dadurch können Sie sich zusätzliches Wässern ersparen.

Müssen Sie lediglich punktuell neuen Rasen säen, können Sie die Samen mit der Hand ausstreuen. Bei großen Flächen empfiehlt es sich, dass Sie einen Streuwagen verwenden. Damit können Sie den Samen gleichmäßiger ausbringen. Gehen Sie nach der Aussaat noch einmal mit dem Rechen über die Fläche, damit der Samen leicht eingearbeitet wird. Im Anschluss walzen Sie die Fläche. Wer keine Walze hat oder nur eine kleine Rasenfläche, kann an zwei größeren Brettern eine Schlaufe montieren und diese über die Schuhe ziehen. Mit den Brettern an den Füßen laufen Sie die Fläche ab und drücken die Samen fest.

Pflege nach der Aussaat

Sollte sich kein Regen ankündigen, ist es wichtig, dass Sie in den ersten Wochen nach der Aussaat die Fläche regelmäßig wässern. Dies gilt auch, wenn Sie lediglich punktuell Flächen neu begrünt haben. In der Keimphase sind die Samen sehr empfindlich gegenüber Trockenheit und müssen, wenn es nicht ausreichend geregnet hat, mindestens einmal pro Tag gewässert werden. Vermeiden Sie es, bis das Gras richtig gewachsen ist, dass Sie die Fläche betreten. Große Fläche sollten Sie daher mit einem Rasensprenger oder mit dem Gartenschlauch bewässern.

Erste Mahd

Bei Neuanlagen, selbst wenn nur der bestehende Rasen aufgebessert wurde, ist es immer eine Herausforderung den richtigen Zeitpunkt für die erste Mahd zu erwischen. Je nach Witterung entwickelt sich das Gras unterschiedlich schnell. Als Faustregel gilt jedoch, sobald die Nachsaat eine Höhe von 10 cm erreicht hat, können Sie das erste Mal die Fläche mähen.

Das Mähen regt das Wachstum an, allerdings sollten Sie keinen Radikalschnitt durchführen. Maximal um die Hälfte sollte das Gras beim ersten Rückschnitt eingekürzt werden. Kontrollieren Sie nach der ersten Mahd auch, ob das Gras flächendeckend aufgegangen ist. Gegebenenfalls können Sie dann noch kleinere Stellen ausbessern.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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