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Gartenteich

Teichwasser trüb – was tun?

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Gartenteich trüb

Ein Gartenteich stellt für begeisterte Gärtner eine Bereicherung für den eigenen Garten dar. Auch Liebhaber von Fischen kommen auf ihre Kosten, da man den Teich mit vielen bunten Exemplaren ausstatten kann. Das angenehme Plätschern einer optimal platzierten Teichpumpe trägt nicht nur zur Entspannung bei, sondern sorgt nebenbei auch für eine ruhige Urlaubsatmosphäre in der heimischen Umgebung.

Damit ein Teich jedoch ordentlich aussieht und ein Highlight des Gartens darstellen kann, ist eine kontinuierliche und angemessene Pflege notwendig, denn nur dann bleibt dieser auch sauber und das Wasser klar. Ist das Wasser trüb oder grünlich verfärbt, wird aus dem Gartenteich schnell ein dreckiger und ungepflegter Platz.

Trübes Teichwasser ist oft Ursache von Bakterien oder Algen, welche sich im Teich ausbreiten können. Insbesondere in den ersten Tagen nach der Neuanlage eines Gartenteiches oder auch nach dem Hinzufügen von Wasser ist eine Trübung normal und klart nach kurzer Zeit wieder auf. Allerdings gibt es auch zahlreiche weitere Gründe für trübes Wasser, welchen man kurzfristig auf den Grund gehen sollte, damit entsprechend eingegriffen werden kann.

Allgemeines

Allgemeines
Verfärbt sich der Gartenteich grünlich, ist hier zur besonderen Vorsicht geboten. Meistens ist ein zu großer Algenanteil für die grüne Farbe des Wassers verantwortlich, welcher sich insbesondere im Sommer bilden kann und sich täglich weiter ausbreitet. Greift man nicht rechtzeitig ein, verwandelt sich der heimische Teich schnell in eine grünliche Brühe.

Es gibt bereits einige natürliche Mittel, welche dem Teichbesitzer ermöglichen, die Algenbildung zu kontrollieren:

Eine der einfachsten Lösungen ist der Einsatz von Silberkarpfen. Diese fressen Algen aller Art und eignen sich insbesondere für große Gartenteiche. Eine geeignete Mischung aus Mineralstoffen, welche dem Wasser hinzugefügt wird, kann ebenfalls innerhalb weniger Wochen dafür sorgen, dass die Algen verschwinden und schont gleichzeitig andere Pflanzen oder auch im Teich lebende Fische. Eine ähnliche Wirkung hat ein nicht giftiges Anti-Algenspray, welches bereits innerhalb eines Tages eine Besserung zeigen kann.

Eine weitere effektive und zudem dauerhafte Lösung gegen Algen bietet ein so genannter Wasserklärer, welcher sich relativ günstig im Fachhandel erwerben lässt. Mit diesem leicht zu bedienenden Gerät kann man den Gartenteich eigenhändig vom Algenwuchs befreien. Der Wasserklärer bestrahlt den Teich mit UV-Licht. Infolgedessen sterben sämtliche Algen ab und lassen sich anschließend einfach entfernen.

Die Planung eines Gartenteiches

Die Planung eines Gartenteiches
Bei der Planung eines neuen Gartenteiches können bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, welche in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, dass das Wasser sauber und klar bleibt. Hierzu ist es wichtig zu wissen, welche äußeren Einflüsse sich sowohl auf die Wasserfarbe als auch auf die Algenbildung auswirken und somit für ein negatives Teichklima sorgen können.

Eines der effektivsten Mittel, um das Algenwachstum zu verhindern, ist eine möglichst niedrige Wassertemperatur. Daher ist die Größe des Teiches ausschlaggebend. Je größer der Gartenteich ist und je mehr Wasser er beinhaltet, desto langsamer erwärmt sich dieser. Außerdem können in einem großen Teich zahlreiche Wasserpflanzen ihren Platz finden. Ein weiterer Punkt ist jedoch die Tiefe, denn ist der Teich zwar groß, aber sehr flach, kann sich dieser genauso schnell erwärmen wie ein kleiner Teich. Eine Wassertiefe von mindestens 1,20 Meter ist optimal und sorgt dafür, dass sich das Wasser bei sorgfältig ausgewählter Lage des Teiches nur sehr langsam erwärmen kann.

Am besten wird für den Gartenteich ein Standort ausgewählt, an dem keine pralle Sonne herrscht, da diese das Algenwachstum und damit die grünliche Einfärbung des Wassers begünstigt. Weiterhin ist darauf zu achten, dass abgestorbene Pflanzenteile, welche in den Teich fallen, dort verfaulen und nicht nur für trübes Wasser, sondern auch für einen unangenehmen Geruch sorgen. Somit sollte auch die Gestaltung des Ufers berücksichtigt werden.

Die optimale Pflege für klares Wasser im Teich

Die optimale Pflege für klares Wasser im Teich
Das beliebteste Mittel für grünliches und trübes Wasser sind entsprechende chemische Mittel, welche für Abhilfe sorgen sollen. Beachtet man jedoch die richtigen Pflegemaßnahmen erübrigt sich der Einsatz einer Chemiekeule. Zwei Aspekte, welche grundsätzlich bei der Pflege des Gartenteiches vermieden werden sollten, sind ein vollständiger Wasserwechsel sowie die Verwendung von chemischen Zusätzen gegen Algenwuchs oder Bakterienblüte.

Generell ist Schatten das beste Mittel für klares Teichwasser. Hat sich das Wasser bereits getrübt, kann bereits der Einsatz von vielen Wasserpflanzen oder auch Schwimmpflanzen hilfreich sein, welche Schatten spenden können. Außerdem sollte bevorzugt eine geringe Zahl von Fischen eingesetzt und eine Überfütterung vermieden werden. Sorgt man zusätzlich regelmäßig dafür, dass Algen entfernt werden, trägt dies zur Klarheit des Wassers bei. Verfügt man über einen größeren Teich, kann zusätzlich der Einsatz einer Umwälzpumpe sinnvoll sein.

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass ein großer Teich mehr Arbeit macht als ein kleiner Teich. Das Gegenteil ist der Fall, da sich in einem großen, tiefen Gartenteich ein natürliches Biotop bilden kann, welches für seine eigene Reinigung sorgt und somit weniger Zeitaufwand bedeutet. Ein kleiner Teich trübt sich hingegen schneller, da sich das Wasser besonders im Sommer enorm aufheizen kann, was eine Algenbildung begünstigt.

Problemerkennung und -behebung

Vor einer Eintrübung sind eindeutige Anzeichen hierfür zu erkennen, daher ist es wichtig, den Teich grundsätzlich aufmerksam zu begutachten. Ein gesunder Teich verfügt über klares und durchsichtiges Wasser. Am Boden sammelt sich durch abgestorbene Pflanzenteile natürlicher Schlick, welcher Fischen wiederum als Nahrungsquelle dient. Jedoch stellt dieser Schlick gleichzeitig einen ausgezeichneten Nährboden für Mikroorganismen dar. In Maßen ist er notwendig und ein wichtiger Bestandteil für das Leben im Gartenteich. Ist jedoch übermäßig viel Schlick vorhanden, verfärbt sich das Wasser. Dies kann im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass der Teich “umkippt” und ein unangenehmer, fauliger Geruch von ihm ausgeht.

Um dem vorzubeugen, sollte man auf die folgenden Anzeichen achten, welche für zu viel Schlick auf dem Teichboden sowie eine ungenügende Wasserqualität sprechen:

  • eine mulmige Schicht an den Rändern des Gartenteiches
  • Teichpflanzen wachsen schlecht oder gehen ein
  • die Fische nehmen nur wenig Futter auf
  • Insekten und Wasserflöhe bleiben aus
  • das Wasser wirkt zähflüssig
  • der Teichboden ist aufgrund der Trübung nicht sichtbar

Beobachtet man einen oder mehrere dieser Punkte, ist es unbedingt notwendig, schnell zu handeln. In einem ersten Schritt entfernt man mit Hilfe eines Keschers alle im Teich schwimmenden Verunreinigungen. Weiterhin sollte der Gartenteich von Algenkissen befreit werden. Indem man das Wasser teilweise entfernt sowie die dicke Schicht aus Schlick vom Boden beseitigt, wird der Gartenteich gesäubert. Zum Schluss füllt man das Wasser neu auf und sorgt somit für eine frische, gesunde Umgebung.

Die optimale Teichgestaltung für klares Wasser

Eine gute Gestaltung des Ufers sowie des Teichbodens trägt nicht nur zur Optik bei, sondern kann auch eine Eintrübung des Wassers verhindern. Um klares und sauberes Wasser zu erhalten, sollte man sich nur bedingt am natürlichen Bodengrund nach Ausheben des Gartenteiches orientieren. Besitzt man bereits einen Teich, kann man diesen entsprechend umgestalten und somit dazu beitragen, dass das Wasser sauber bleibt und man einen geeigneten Lebensraum für Pflanzen und Tiere schafft. Bereits kleine Maßnahmen sorgen für einen schöneren Anblick des Gartenteiches und können die Wasserqualität verbessern.

Zunächst sollte der Boden des Gartenteiches mit Teichfolie ausgelegt werden. Für die Gestaltung der Teichränder eigenen sich zum Beispiel grobe Kieselsteine. Teichpflanzen sollten regelmäßig beschnitten werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Wasseroberfläche regelmäßig gesäubert und von schwimmendem Schlick oder Wasserlinsen befreit wird. Eine ausreichende Beschattung durch die geeignete Bepflanzung des Ufers trägt ebenfalls zur einer guten Wasserqualität bei. Wasserwechsel sollten nur selten durchgeführt werden, da diese das Wasser negativ beeinflussen können.

Eine Algenbildung im Wasser kann nicht komplett vermieden werden, durch frühzeitiges Erkennen und schnelles Handeln bei bereits wenigen Algen bleibt das Wasser jedoch klar und es kommt gar nicht erst zu einer vollständigen Eintrübung.

Ein Gartenteich kann sich optimal entwickeln, wenn vollständig auf den Einsatz von Chemie verzichtet wird. Sauerstoff sorgt zusätzlich für klares Teichwasser, daher sollte grundsätzlich eine Pumpe angebracht werden.

Expertentipp

Werden die empfohlenen Pflegemaßnahmen eingehalten, hält sich die Ausbreitung der Schwebealgen für gewöhnlich in Grenzen. Jedoch sammelt sich auch dann mit der Zeit eine gewisse Menge Algen an. Diese geringe Menge kann man jedoch mit einem ganz simplen Mittel kontrollieren. Der Brottrunk wird mittels verschiedener Fermentationsprozesse aus biologisch angebautem Getreide hergestellt und stellt somit ein Milchsäuregärungsprodukt dar. Er sorgt nicht nur für eine ausgewogene Ernährung eventuell im Teich lebender Fische, sondern unterstützt zusätzlich ein gesundes Teichmilieu. Nachdem der Teich sorgfältig gereinigt wurde, wird etwas Brottrunk dem Wasser hinzugegeben und sorgt dafür, dass Schwebealgen in den nächsten Wochen und Monaten nicht mehr auftauchen werden. Gibt man den Brottrunk in ausreichender Menge zum Wasser, verbindet dieser sich mit den Schwebealgen. Die Folge ist, dass diese auf den Boden absinken und das Wasser weiterhin trotz weniger vorhandener Algen klar erscheint.

Häufig gestellte Fragen

Welche Mittel gibt es, um die Wasserqualität des Teiches zu überprüfen?

Indem man regelmäßig die Wasserwerte des Gartenteiches ermittelt, kann man bereits frühzeitig erkennen, ob das Wasser über eine ausreichende Qualität verfügt oder ob Maßnahmen ergriffen werden müssen. Indem man bereits vor dem Auftreten eines Problems eingreift, verhindert man nicht nur das Sterben der Fische, sondern auch die grüne Verfärbung des Wassers durch Algen. Hierzu benutzt man entsprechende Testpakete, welche im Teichfachhandel erhältlich sind. Es ist empfehlenswert, dass man sowohl den pH-Wert als auch die Karbonathärte des Teichwassers regelmäßig überprüft. Werden Fische im Teich gehalten, ist es außerdem sinnvoll, das Wasser auf die Abbauprodukte Nitrit, Nitrat sowie Ammonium zu untersuchen. Diese sind giftig und können zu Fischsterben führen.

Wird eine Abweichung vom Normalwert festgestellt, kommen entsprechende Mittel zur Regulierung der Wasserwerte zum Einsatz. Diese gefährden weder Pflanzen noch Fische und sind im Fachhandel erwerblich.

Das Teichwasser ist erst braun, dann grün und klart im Anschluss wieder auf. Was bedeutet das?

Ist das Teichwasser zunächst braun, dann grün verfärbt und wird zum Schluss nach etwa fünf bis zehn Tagen wieder klar, ist der Grund dafür ein natürlicher Prozess. Der Grund für die braune Trübung des Wassers sind meistens Pflanzenteile oder auch Laub, welches sich im Teich angesammelt haben und am Teichboden zersetzt werden. Nachdem die Bakterien die Abbauprodukte zu nützlichen Nährstoffen umgewandelt haben, erhalten alle sich im Wasser befindlichen Pflanzen einen Energie- und Wachstumsschub. Insbesondere die Algen zeigen daraufhin schnell eine Wirkung und färben das Wasser im Gartenteich grün. Sind die Nährstoffe durch die Pflanzen und Algen aufgenommen worden, reduziert sich die Anzahl der Algen zum Schluss merklich und das hat zur Folge, dass das Teichwasser wieder klar wird.

Welchen Zweck erfüllen Pflanzen in einem Gartenteich und welche Pflanzen eigenen sich besonders, um diesen damit zu bestücken?

Naturteiche, welche mit vielen Pflanzen bewachsen sind, zeigen nur selten trübes Wasser. Pflanzenärmere Teiche hingegen haben öfter dieses Problem. Verfügt der Gartenteich über viele schnell wachsende Pflanzen, entziehen diese dem Wasser die Nährstoffe, welche ansonsten von den Algen genutzt werden, um sich stark zu vermehren.

Geeignete Pflanzen zum Bestücken eines Gartenteiches sind zum Beispiel die Schwimmpflanzen Hornkraut oder Muschelblumen sowie das Brasilianische Tausendblatt, Krauses Laichkraut oder Nadelkraut.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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