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Lorbeer ernten und trocknen

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Lorbeer ernten und trocknen

Lorbeer ist eine bekannte und beliebte Gewürz- und Heilpflanze. Ursprünglich aus der Mittelmeerregion stammend, ist er längst in den Kräutergärten der ganzen Welt heimisch geworden. Wer einen Lorbeer im Garten anpflanzt, kann sich über reiche Ernte freuen. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf beim Ernten und Einlagern zu achten ist.

Lorbeer ist vielseitig

Mit seinem würzigen Aroma verleiht Lorbeer deftigen Eintöpfen, Kartoffelgerichten, einem Braten oder auch Fischgerichten den letzten Schliff. Dabei sollte die Geheimzutat nicht selbst mitgegessen werden. Durch einen hohen Gehalt an Bitterstoffen sind gerade frische Lorbeerblätter schwer bekömmlich. Zudem haben die Blätter eine derbe Struktur und lassen sich nach längerem Mitkochen nur schwer zerbeißen. Da für ein Gericht selten mehr als ein oder zwei Blätter benötigt werden, ist es aber kein Problem, diese vor dem Servieren wieder aus dem Topf heraus zu fischen.

Mit Lorbeer zu würzen hat weitere Vorteile, als nur einen abgerundeten Geschmack. Die Inhaltsstoffe sind verdauungsfördernd, was insbesondere bei Braten und Eintopf ein sinnvoller Zusatz ist. Zudem wird der Lorbeer seit der Antike als Heilpflanze geschätzt. Sein Öl ist entzündungshemmend und fördert die Durchblutung.

So ernten Sie Lorbeer richtig!

So ernten Sie Lorbeer richtig!


Zum Würzen in der Küche werden die Blätter des Lorbeers verwendet. Bei der Ernte sollte stets darauf geachtet werden, dass die Blätter zu diesem Zeitpunkt besonders viele aromahaltige Stoffe gebildet und eingelagert haben. Eine Ernte im Sommer macht in diesem Zusammenhang am wenigsten Sinn. Optimal ist ein Schnitt im Frühjahr oder auch Herbst. Zupfen Sie einzelne Blätter ab oder nutzen sie für längere Zweige eine scharfe Gartenschere. Gehen Sie vorsichtig vor, um die Lorbeerblätter nicht bei der Ernte zu zerbrechen oder zu zerschneiden. Durch einen Schnitt im Blatt entweichen die ätherischen Öle leicht, die für den Geschmack verantwortlich sind. Erst beim Kochen sollte das Lorbeerblatt zerkleinert werden, um die Abgabe des Aromas zu fördern.

Lorbeer haltbar machen

Lorbeer haltbar machen
Wer sich an die Grundsätze der Lorbeerernte hält, muss im Sommer und Winter nicht auf dessen aromatische Würze in der Küche verzichten. Stattdessen lohnt es sich nach einer erfolgreichen Ernte einen Teil der Blätter für die längerfristige Verwendung haltbar zu machen. Für den Lorbeer bieten sich verschiedene Methoden an. Einfrieren und in Öl einlegen sind gute Möglichkeiten, doch der beste Weg ist den Lorbeer zu trocknen.

Durch das Trocknen verlieren die Lorbeerblätter noch einen Teil ihrer Bitterstoffe. Ihr Geschmack bleibt davon unberührt in seiner ganzen Intensität erhalten. Zum Trocknen sollten unbedingt ganze Zweige geerntet werden. Befreien Sie diese von verdorrten oder verfaulten Blättern. Ein Ausschütteln der Zweige reicht zumeist schon aus. Anschließend binden Sie die Zweige zu handlichen Sträußen. Diese können kopfüber an einem lichtgeschützten und trockenen Ort aufgehängt werden. Wichtig ist zudem eine gute Luftzirkulation. Wer einzelne Blätter im Liegen trocknen möchte, muss an ein regelmäßiges Wenden denken.

Sobald die Blätter nach einer bis maximal zwei Wochen brüchig werden, sind sie vollkommen getrocknet. In diesem Zustand halten Sie sich bis zu zwei Jahre. Auch im Ofen oder Dörrautomat können Lorbeerblätter haltbar gemacht werden. Zum Erhalt des Aromas darf es dabei nicht wärmer als 50°C werden.

Expertentipp

Ein Lorbeer reift mit den Jahren. Daher sollten Sie einem frisch gepflanzten Baum in seinem ersten Jahr Ruhe gönnen. Ab dem folgenden Frühjahr können Sie mit der Ernte beginnen. Mit jedem weiteren Jahr, werden die Blätter immer aromatischer und wertvoller für Ihre Küche.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Alison Taylor Photog

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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