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Gemüsepflanzen

Tomaten – Anbau, Aussaat und Pflege in Frühbeeten

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Tomaten - Anbau, Aussaat und Pflege in Frühbeeten

Tomaten (Solanum lycopersicum) sind wohlschmeckende und gesunde Gartenfrüchte, die ambitionierte Hobbygärtner selbst ziehen und anbauen können. Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und sind wie ihre Verwandten, zu denen Kartoffeln (Solanum tuberosum), Paprika (Capsicum) und Auberginen (Solanum melongena) zählen, in nachkolumbianischer Zeit aus Amerika nach Europa gelangt.

Alte Bezeichnungen für Tomaten sind Paradies- und Liebesäpfel. Die Bezeichnung ‘Tomate’, die sich erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt hat, geht auf die Sprache der Azteken zurück. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen über den Anbau, die Aussaat und die Pflege der Früchte in Frühbeeten.

Vorziehen von Tomaten

Vorziehen von Tomaten


Tomatenpflanzen können aus Samen gezogen werden. Das Saatgut ist im Fachhandel erhältlich oder kann aus reifen Früchten gewonnen werden. Die Aussaat beginnt im März. Die Anzucht erfolgt in Anzuchttöpfen oder Multitopfplatten, kleinen Blumentöpfen, Eierkartons, Joghurtbechern oder anderen geeigneten Gefäßen.

Für die Aussaat sollte Anzuchterde verwendet werden. Einfache Gartenerde gemischt mit etwas Sand ist ebenfalls geeignet und kann aus Beeten oder aus Maulwurfshügeln entnommen werden. Erde aus Maulwurfshügeln kommt aus der Tiefe und ist wenig keimbelastet. Das Substrat darf in keinem Fall zu nährstoffreich sein, da die Pflänzchen sonst zu schnell in die Höhe schießen.

Die Samen werden etwa fünf Millimeter mit Erde bedeckt und feucht gehalten, indem man sie vorzugsweise mit weichem, zimmerwarmem Wasser besprüht. Pro Pflanzgefäß sollte lediglich ein Samen gesetzt werden. Auf diese Weise erspart man sich das Vereinzeln, das bei jungen Tomatenpflanzen schwierig ist. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass nicht alle Samen aufgehen. Es kann jedoch nachgesät werden. Unter optimalen Bedingungen erfolgt die Keimung innerhalb von 8 bis 12 Tagen. Je höher die Temperatur ist, umso schneller keimen die Samen.

Die Anzucht gelingt gut auf sonnigen Fensterbänken, in Mini Gewächshäusern oder in einem Frühbeet mit einer Naturheizung, das bereits im Herbst vorbereitet wurde. Dazu wird ein 50 Zentimeter tiefes Loch ausgehoben, mit Wühlmausdraht ausgekleidet und mit Laub gefüllt. Im Februar wird die Grube mit einer Mischung aus Mist, Kompost und Erde befüllt. Der Zersetzungsprozess erwärmt das auf der Grube errichtete Frühbeet ohne Strom. Die Anzuchtgefäße werden bis zum Rand in das warme Kompostgemisch gedrückt.

Pikieren und Pflege von Jungpflanzen

Pikieren und Pflege von Jungpflanzen
Junge Tomatenpflanzen besitzen zunächst zwei Keimblätter. Mit dem Umtopfen sollte jedoch gewartet werden, bis die Pflanzen mindestens vier bis sechs Blätter gebildet haben. Je kräftiger die Jungpflanzen sind, umso besser sind sie für das Umtopfen vorbereitet. Für das Umsetzen werden Pflanztöpfe mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern mit Gemüseerde befüllt, die frei von Torf und tierischen Bestandteilen ist.

In den Töpfen werden mit Hilfe eines Pikierstabes oder eines anderen geeigneten Hilfsmittels Mulden angelegt, die groß genug für die Wurzeln der Jungpflanzen sind. Im Anschluss werden die jungen Pflanzen vorsichtig aus den Anzuchtgefäßen in die neuen Töpfe umgesiedelt. Das Substrat sollte bis an die unteren Keimblätter reichen. Die Erde wird fest angedrückt und vorsichtig angegossen.

Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai bleiben Tomatenpflanzen im Frühbeet und werden konstant feucht gehalten. Alle 14 Tage kann dem Gießwasser etwas Flüssigdünger zugesetzt werden. Ende Mai pflanzt man die kräftigen Tomaten in ein sonniges Gartenbeet mit nährstoffreichem Substrat, da es sich bei Tomaten um Starkzehrer handelt.

Expertentipp

Es ist von großer Bedeutung, die Kultur der Tomaten bereits bei der Ernte und der damit verbundenen Gewinnung des Saatguts zu berücksichtigen. Dieser Aufwand ist notwendig, um alte und besondere Sorten zu erhalten. Die Samen werden zusammen mit ihrer gallertartigen Hülle auf Küchenpapier gelegt und behutsam voneinander getrennt. Das Küchenpapier ermöglicht eine gute Trocknung der Samen, die dort bis zur Aussaat aufbewahrt werden können. Vor der Aussaat können die Samen problemlos mit einer Schere einzeln abgetrennt und zusammen mit dem Papier in das Substrat gelegt werden.

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