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Gemüsepflanzen

Tomaten platzen auf – was tun?

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Tomaten platzen auf

Nicht immer liegt es an der Sorte, dass die Tomaten aufplatzen. Gelegentlich ist auch die Witterung, Krankheiten oder die falsche Pflege die Ursache. Die Risse begünstigen, dass sich dort Bakterien ansiedeln und die Tomaten verderben. Daher sollte das Aufplatzen möglichst verhindert werden. Ist dieses Phänomen sortenabhängig, können Sie die aufgeplatzten Tomaten nur rasch verwenden.

Schäden durch direkte Sonne

Schäden durch direkte Sonne

Obwohl die Tomate die Wärme liebt, kann ihr direkte Sonneneinstrahlung schaden, wenn sie nicht daran gewöhnt ist. Die Tomate muss, wenn sie im Freien steht, erst langsam an die Sonne gewöhnt werden. Im Laufe der Vegetationsperiode empfiehlt es sich allerdings, die Blätter wegzunehmen, damit die Früchte besser ausreifen können. Nehmen Sie gleich zu viele Blätter weg und sind die Früchte ungeschützt der Sonne ausgesetzt entstehen meist erste kleine kreisförmige Risse. Wie bei den Pflanzen selbst gilt auch hier, die Früchte langsam an die Sonne zu gewöhnen. Entfernen Sie Blätter daher nur in 2 – 3 Etappen im Abstand von einer Woche, damit auch die Früchte die Chance haben sich daran zu gewöhnen.

Zu wenig Wasser

Zu wenig Wasser

Vor allem bei anhaltender Hitze können sich bei den Tomaten viele kleine Risse bilden. Die Ursache in diesem Fall ist eine falsche Bewässerung. Die Tomate mag es zwar warm, allerdings benötigt sie auch viel Feuchtigkeit. Der Boden um die Pflanzen sollte immer konstant feucht gehalten werden, wodurch sich die Risse vermeiden lassen.

Ideal ist es die Tomaten in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu gießen. Am Abend sollten Sie allerdings nur temperiertes Wasser etwa aus der Regentonne verwenden. Der Temperaturunterschied ist für die Tomatenpflanzen sonst immer eine kleine Wachstumsbremse. Wenn es länger nicht geregnet hat, können Sie die Wassertonne auch mit dem Wasserschlauch befüllen.

Temperaturschwankungen

Temperaturschwankungen

Lange und tiefe Risse sind ein Anzeichen, dass die Früchte größeren Temperaturunterschieden ausgesetzt waren. Dies ist meist ab September der Fall, wenn die Temperaturen tagsüber noch warm, in der Nacht jedoch um bis zu 10°C abfallen. Gegen die Jahreszeit können Sie nur begrenzt etwas tun, denn irgendwann erfrieren die Stauden sowieso. Allerdings können Sie etwa durch ein Vlies die Pflanzen etwas schützen – zumindest so lange, bis die letzten Früchte ausgereift sind.

Zu wenig Nährstoffe

Tomaten gehören zu den Starkzehrern und benötigen während der gesamten Vegetationsperiode sehr viele Nährstoffe. Bereits bei der Pflanzung sollten Sie ins Pflanzloch einen Langzeitdünger wie Hornspäne oder Mist einarbeiten. Zudem können Sie das ganze Beet mit Kompost düngen. Haben die Tomaten irgendwann jedoch diese Nährstoffe aufgebraucht, treten an den Früchten um den Stiel sternförmige Risse aufgebraucht.

Dies ist ein Anzeichen, dass es höchste Zeit ist, erneut zu düngen. Die Pflanzen brauchen in dieser Situation Dünger, der rasch verfügbar ist. Ideal ist ein Flüssigdünger, den sie rasch aufnehmen können. Generell gilt, sobald sich die ersten Früchte bilden, sollten Sie wöchentlich einmal mit einem Flüssigdünger gießen.

Sie können einen handelsüblichen Flüssigdünger verwenden oder eine selbst angesetzte Jauche nutzen. Dazu können Sie tierischen Mist in Wasser auflösen. Besonders beliebt und nicht nur ein Dünger, sondern auch Pflanzenschutz ist die Brennnesseljauche. Sie liefert wertvolle Nährstoffe und die Epidermis der Pflanzen wird zusätzlich gestärkt.

Expertentipp

Risse können sogar an abgeernteten Tomaten entstehen, wenn diese falsch gelagert werden. Tomaten sollten sie nicht in den Kühlschrank geben. Ideal ist eine Lagerung in einem kühlen Raum, etwas unter der Zimmertemperatur.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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