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Zimmerpflanzen

Gummibaum schneiden

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Gummibaum schneiden

Schon in früheren Zeiten war der Gummibaum eine äußerst beliebte Zimmerpflanze. Nachdem in den 1980-er Jahren der Hype um die Grünpflanze abebbte, erlebt der Gummibaum inzwischen ein Comeback und ist erneut in immer mehr Wohnungen und Büros zu finden.

Der Gummibaum fällt insbesondere mit seinen großen, glänzenden Blättern gleich ins Auge und kann bei guter Pflege durchaus imposante Ausmaße annehmen. Zum Glück ist der Gummibaum ein schnittfreudiges Gewächs, sodass ihm ein Rück- oder Formschnitt keine Probleme bereitet, sofern beim Schneiden einige Dinge berücksichtigt werden.

Wuchs- und Schnittfreudigkeit

Die bei uns so bekannte Zimmerpflanze kommt ursprünglich in den tropischen Klimazonen auf Sumatra, Java und in Assam (Nordindien) vor. In seiner tropischen Heimat kann der zu den Feigen gehörende Baum eine beachtliche Höhe von bis zu 40 m erreichen.

Den Namen Gummibaum trägt er zu Recht, denn sein Saft enthält tatsächlich Kautschuk, aus dem Gummi hergestellt werden kann. Auch als Zimmerpflanze kann der Gummibaum mit bis zu 2 Metern recht groß werden.

Der Gummibaum ist zudem sehr wuchsfreudig und pflegeleicht. Er ist daher nicht ausschließlich wegen seines attraktiven Aussehens als Zimmerpflanze so beliebt. Ein Gummibaum nimmt es nicht übel, wenn er beschnitten wird. Die Pflanze ist sehr robust und übersteht einen Schnitt gut.

Gründe für einen Schnitt

Gründe für einen Schnitt
Gummibäume können aus verschiedenen Gründen beschnitten werden. Wird die Pflanze zu groß, lassen sich die Ausmaße der Pflanze durch einen Schnitt gut an den vorhandenen Platz anpassen. Ein Rückschnitt ist nahezu jederzeit möglich.

Der Gummibaum gehört zur Familie der Würgefeigen. In freier Natur entwickelt sein Stamm oftmals Luftwurzeln, um so besseren Halt am Boden zu gewinnen, während das Gewächs an anderen Bäumen empor wächst. Auch als Zimmerpflanze neigen Gummibäume daher zu einem aufrechten Wuchs, ohne dabei viele Seitentriebe zu bilden.

Ein Schnitt kann daher auch erfolgen, um den Gummibaum so zur Bildung von Seitentrieben anzuregen. Sollten indes Seitentriebe nicht gewünscht sein, können diese abgeschnitten werden. Derartige Formschnitte sind nahezu jederzeit möglich, um auf diese Weise die Wuchsform des Gummibaums zu beeinflussen.

Ein weiterer Grund zum Schneiden eines Gummibaums ist die Vermehrung durch Stecklinge. Gummibäume können auch durch Aussaat vermehrt werden. Diese Methode ist jedoch schwieriger als die Vermehrung durch Stecklinge, sodass sich der Versuch bei einem gesunden Gummibaum durchaus lohnt.

Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt
Gummibäume sind sehr robuste Zimmerpflanzen und gedeihen auch mit wenig Pflege prächtig. Ein Rück- oder Formschnitt von Zeit zu Zeit macht ihnen nichts aus, sodass ein Schnitt eigentlich zu jeder Zeit erfolgen kann.

Dennoch ist der Winter die beste Zeit, um den Gummibaum zu schneiden. Auch als Zimmerpflanze legt der Gummibaum in den Wintermonaten eine Ruhezeit ein. Der Saftfluss ist deshalb nicht ganz so stark.

Ebenso verhält es sich, wenn der Schnitt am Abend erfolgt. Auch dann zeigt die Pflanze einen reduzierten Saftfluss.

Wie wird geschnitten?

Wie wird geschnitten
Unabhängig davon, ob ein Rück- oder Formschnitt durchgeführt werden soll, sollte der Gummibaum vor dem Schnitt gründlich in Augenschein genommen werden.

Gummibäume bilden am Stamm und an den Seitentrieben ruhende Knospen. Diese werden auch als schlafende Augen bezeichnet und sind als kleine Ausbuchtungen am Stamm oder Trieb erkennbar. Nach einem Schnitt wird der Gummibaum am verbleibenden Auge unterhalb des Schnitts im nächsten Frühjahr austreiben.

Soll der Gummibaum also gekürzt werden, oder sich verzweigen, wird der Schnitt an der gewünschten Stelle, oberhalb eines schlafenden Auges ausgeführt.

Ist die Bildung von Seitentrieben nicht gewünscht und der Gummibaum soll lediglich einen Stamm ausbilden, können die unerwünschten Blätter direkt am Stamm abgeschnitten werden.

Geeignete Schnittwerkzeuge

Auch wenn der Gummibaum einen Schnitt gut verträgt, wird er durch jeden Schnitt verletzt. Um Verletzungen so gering wie möglich zu halten, muss jedes genutzte Werkzeug entsprechend scharf und möglichst desinfiziert sein.

Geschnitten werden kann mit einer scharfen Gartenschere oder einem scharfen Messer. Zur Desinfektion eignet sich zum Beispiel Spiritus sehr gut.

Die richtige Wundversorgung

Nach jedem Schnitt und jeder anderen Verletzung sondert der Gummibaum eine milchige Flüssigkeit ab. Werden Wunden nicht entsprechend versorgt, kann es zum Ausbluten der Pflanze kommen.

Ein starkes Ausbluten kann die Pflanze erheblich schwächen und anfälliger für Infektionen und Krankheiten machen. Dabei können Pflanzenteile rings um den Wundbereich herum absterben. Schnittwunden sollten daher sofort nach dem Schnitt entsprechend behandelt werden.

Zur Wundversorgung gibt es einen speziellen Wachs oder speziellen Kunststoff. Beide Materialien bilden einen Pfropf auf der Schnittwunde, sodass ein Ausbluten verhindert wird. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, die Wunde vor dem Verschließen zu desinfizieren. Dazu eignet sich Holzkohlenpulver sehr gut.

Auch wenn Schnittwunden nach dem Schnitt verschlossen werden, kann es zum Absterben einzelner Pflanzenteile kommen. Befindet sich der eingetrocknete Bereich über einem schlafenden Auge, ist dies kein Problem, da trotzdem der Austrieb erfolgt.

Der abgestorbene Teil kann dann großzügig entfernt werden, sodass auch noch ein gesundes Pflanzenstück mit abgeschnitten wird.

Schnitt zur Vermehrung

Um Stecklinge zu gewinnen, reicht häufig schon das Schnittgut von einem Rück- oder Formschnitt. Als Stecklinge eignen sich circa 7 bis 10 cm lange Schnittstücke mit mindestens einem Blatt und einem schlafenden Auge.

Gummibaum bei Schädlingsbefall und Krankheit schneiden

Bereits verwelkte und abgestorbene Blätter und Pflanzenteile können jederzeit problemlos entfernt werden. Dabei entstehen in aller Regel keine Schnittverletzungen.

Sichtbar erkrankte oder mit Schädlingen befallene Pflanzenteile sollten sofort abgeschnitten werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Expertentipp

Gummibäume sollten möglichst im Freien oder auf einer Schutzplane geschnitten werden. Die milchige Flüssigkeit lässt sich nur schwer aus Teppichen und anderen textilen Geweben entfernen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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