Ist der Rasen mit Hilfe eines Rasenmähers gemäht, schaut der
Gartenfreund gern und zufrieden auf den Erfolg seiner Arbeit. Wenn auch
nicht immer in der Qualität eines englischen Rasens, ist die Grünfläche
nun wieder in einem ordentlichen Zustand. Aber - hier stört doch etwas
den prüfenden Blick! Unter den Sträuchern und am Zaun stehen hohe
Grasbüschel und die Beetumrandung ist auch noch nicht sauber. Also
dann, den Rasentrimmer hervorholen und die letzten Problemstellen in
Angriff nehmen.
Und somit wären wir schon bei den Einsatzmöglichkeiten des
Rasentrimmers. Überall dort, wo ein Rasenmäher nicht oder nur sehr
schwer einsetzbar ist oder er kleine Restflächen nicht erreicht, ist
ein Rasentrimmer der willkommene Helfer. Abgesehen vom Kabel beim
Elektrogerät kann man sich mit ihm frei bewegen und mittels
verstellbarer Geräteteile die unzugänglichsten Stellen erreichen.
Und die Motorsense? Sie erledigt ähnliche Aufgaben, jedoch
nicht wie der Trimmer mittels rotierendem Faden, sondern mittels einer
Klinge. Dabei sind einige Motorsensen-Typen durch das Auswechseln des
Mähkopfes zum Rasentrimmer umrüstbar.
Das Arbeitsprinzip eines Rasentrimmers ist einfach zu
erklären: Ein Motor treibt eine Spule mit einem aufgewickelten
Nylonfaden an. Dieser erreicht sehr hohe Umdrehungszahlen und schneidet
dabei das Gras in der durch die Positionierung des Trimmers bestimmten
Höhe ab. Die mit Netzstrom betriebenen Elektromotoren bringen
Leistungen zwischen 300 und 600 Watt.
Zudem werden auch verschiedene Akku-Trimmer angeboten, bei
denen das oft lästige Kabel entfällt. Benzingetriebene Rasentrimmer
vervollständigen das Sortiment. Sie sind bedingt durch den Tank
schwerer und erzeugen einen höheren Geräuschpegel. Dafür erreichen sie
eine wesentlich höhere Leistung.
Da der Nylonfaden durch Abnutzung oder abrupte Verkürzung
beim Auftreffen auf ein festes Hindernis an Länge verliert, muss er von
Zeit zu Zeit erneuert werden. Dies geschieht durch Aufwickeln eines
neuen Fadens auf die vorhandene Spule oder durch den Ersatz der Spule
mit Faden.
Der Schnittkreisdurchmesser beträgt im Regelfall 23 bis 30 Zentimeter.
Wie bei allen Gartengeräten ist der Bedienkomfort auch beim
Rasentrimmer erheblich verbessert worden. Höhenverstellbare
Teleskopstiele, ein drehbares Mähkopfteil und Unterarmstützen bei
schwereren Geräten gehören zu den angebotenen Erleichterungen. Trotzdem
bleiben die Trimmer mit Preisen ab circa 30 Euro aufwärts bezahlbar.
Durch die enorm hohen Drehzahlen des Fadens ist das Arbeiten
mit einem Trimmer nicht ganz ungefährlich. Gegen umhergewirbelte Erde,
Steine oder sonstige Gegenstände ist ein Schutz durch entsprechende
Bekleidung, feste Schuhe und eine Schutzbrille in jedem Fall
empfehlenswert.