Im Garten gibt es immer etwas zu schneiden - ein Blättchen
hier, eine Dorne dort, ein Zweig, der übersteht oder eine Staude, die
einfach wieder einmal in Form gebracht werden soll. Die Gartenschere
ist der wohl meistgenutzte Gegenstand im Garten, deshalb muss sie
einfach optimal allen notwendigen Ansprüchen genügen, damit die
Anschaffung eine einmalige Angelegenheit für viele Jahre wird. Wer sich
informiert, kann vielleicht nicht die billigste Gartenschere als
ideales Stück finden, die Ersparnis liegt dann einfach darin, dass
nicht ständig neue Testscheren gekauft werden müssen, die letztlich
insgesamt auch hohe Anschaffungskosten verursachen.
Wer auf der Suche nach der perfekten Gartenschere ist, sollte
diese bei der Auswahl einfach in die Hand nehmen. Liegt die Schere gut
in der Hand? Ist sie - wichtig bei kleineren Händen - nicht zu groß, so
dass die Schneidarbeiten dann eventuell zu einer mühseligen Aktion
werden? Der Kraftaufwand für die Schneidarbeiten sollte nicht zu groß
sein, um ein starkes Ermüden der Hand - im schlimmsten Falle mit
Muskelkater - zu vermeiden.
Vielschneider sind mit einer Schere mit Rollgriff gut
versorgt. Während der obere Griff fest in der Hand liegt, ist der
untere beweglich, um der Handbewegung nachzugeben. Eine Schonung des
Handgelenks ist die Wirkung dieses Rollgriffs und Blasenbildung an den
Händen wird gleich mit unterbunden.
Die Schraubverbindung sollte insgesamt fest sein. Was nützt
die tollste Schere, wenn sie einem etwas festeren Ast sofort nachgibt
und ihren Dienst aufgibt? Die so genannte Rückstellfeder muss
leichtgängig sein, sonst wird die Arbeit mit der Gartenschere eher zu
einem Muskeltraining als zu einer einschneidenden Tätigkeit. Wer die
Möglichkeit hat, sollte im Handel die Schere testen. Sind trockene und
frische Zweige mit einer Stärke von rund 15 Millimeter kein Problem für
die Schere, dann ist die Qualität der Schere als gut einzustufen.
Letztlich muss noch festgelegt werden, wie sauber der Schnitt
sein soll, den die Schere dann tätigt. Die so genannte Schnabelschere
schneidet mit beiden Klingen, ist allerdings relativ schwergängig. Die
so genannte Ambossschere hat eine Schneide, die das Schneidgut auf
einen Amboss drückt und so einen Schnitt ermöglicht.
Auch wenn die Ambossschere sehr viel leichtgängiger ist als
die Schnabelschere, ist der Schnitt längst nicht so sauber, wie mancher
Gärtner das vielleicht von seiner Gartenschere erwartet. Hier gilt es
einfach, die Ansprüche an die Schnittqualität gegen die des
Kraftaufwandes zu stellen.
Auch die beste Gartenschere braucht Pflege und so sollte das
gute Stück etwa einmal jährlich auseinandergeschraubt, gründlich
gereinigt und geölt werden. Ein Nachschliff kann im Rahmen dieser
Pflege gleich mit erfolgen.