Eine Kräuterschnecke ist ein dekoratives
Element, das in
jeden Garten passt. Neben dem dekorativen Effekt, erhält man zudem noch
ein attraktives Kräuterbeet, welches das ganze Jahr über frische
Kräuter liefert. Für den Bau einer Kräuterschnecke muss man kein
Gartenexperte sein oder gar einen Landschaftsgärtner anstellen. Die
Kräuterschnecke kann von jedem Gartenliebhaber in Eigenregie an einem
einzigen Nachmittag gebaut werden.
Dazu braucht man nicht viel Werkzeug und alle Materialien
lassen sich günstig beschaffen. So empfiehlt es sich für die Mauer auf
alte Klinker oder Natursteinbrocken zurückzugreifen. Alte Klinker
bekommt man ganz günstig, wenn man sich in einem Haufen mit Bauschutt
einfach welche sucht. Die Menge hängt von der späteren Größe die die
Kräuterschnecke haben soll ab. Für den normalen Hausgebrauch reicht
eine Kräuterschnecke mit einem Durchmesser von 1 - 1,5 Meter.
Den Umriss der Kräuterschnecke sollte man auf dem Erdreich
markieren. Die Steine werden dann von Außen nach innen spiralförmig in
den Kreis gelegt. Dabei sollten die Seiten etwa 25 - 30 Zentimeter
Abstand voneinander haben. Die Steine werden so gelegt, dass die Mauer
nach innen immer höher wird. Der Mittelpunkt der Kräuterspirale sollte
etwa 1,5 Meter hoch sein.
Die unterschiedlichen Mauerhöhen sind ideal, um allen
Kräutern die ideale Sonnenbestrahlung zu bieten. Je mehr direkte
Sonneneinstrahlung ein Kraut benötigt, desto höher sollte sein Platz in
der Spirale sein. Umgekehrt gilt, je weniger direkte Sonneneinstrahlung
ein Kraut verdient, desto weiter am Fuß der Kräuterspirale sollte es
angesiedelt werden.
Bei den meisten Kräutern, die man im Baumarkt kaufen kann,
befindet sich ein Klima mit Informationen zu der Pflanze am Topf.
Diesem kann man entnehmen, wie viel Sonnenlicht die jeweilige Pflanze
verträgt. Bei der Planung der Bepflanzung sollte man auch die eigenen
Ernährungsgewohnheiten berücksichtigen. Dill sieht beispielsweise sehr
schön in einer Kräuterspirale aus, ist aber absolut unnötig wenn man
keinen Dill mag.
Befüllt wird die Kräuterspirale mit einem mageren Boden. Die
meisten Kräuter sind es gewöhnt auf einem mageren Boden zu wachsen und
kommen mit einem Überangebot an Nährstoffen nicht zurecht. Eine
Überversorgung mit Nährstoffen kann sogar dazu führen, dass die Kräuter
nicht gedeihen oder gar eingehen.
Um den idealen Boden für die Kräuter zu bereiten, sollte man
ein Teil normale Gartenerde, ein Teil Kompost und einen Teil Sand
miteinander vermischen und in die Kräuterschnecke füllen. In die so
vorbereitete Kräuterschnecke, können nun die Kräuter eingesetzt werden.
Dabei muss man darauf achten, genügend Platz zwischen den einzelnen
Pflanzen zu lassen, damit diese Spielraum zum wachsen haben.