Wohl
jeder hat schon einmal den Spruch gehört: "Gegen jede Krankheit ist ein
Kraut gewachsen". Viele unserer heimischen Gewürzpflanzen, aber auch
solche, die ursprünglich in anderen Ländern beheimatet waren, besitzen
neben ihren vorzüglichen Würzeigenschaften auch Heilkräfte.
Basilikumpflanzen stammen eigentlich aus dem Mittelmeerraum,
Südostasien und Afrika, waren aber auch in Indien schon lange bekannt.
Einige Arten gehören inzwischen zum festen Stamm unserer
Gewürzpflanzen. Basilikumpflanzen eignen sich sowohl für die
Fensterbank als auch für den Garten. Mancher Balkonliebhaber hat
Basilikumpflanzen im Kübel neben einer Reihe anderer Gewürzpflanzen in
seiner Kräuterecke stehen.
Basilikumpflanzen
brauchen Sonne und Wärme. Unter solchen Bedingungen gedeihen sie
besonders gut. Kälte setzt ihnen zu. Die Pflanzen lassen sich gut durch
Aussaat ziehen, es gibt aber auch Pflänzchen zu kaufen. Oft werden sie
in Supermärkten als Gewürzpflanzen im Topf angeboten. Basilikumpflanzen
eignen sich gut als Kübelpflanzen. Die Anzucht im Topf oder Kübel
bringt zwei Vorteile mit sich; sie können im Haus überwintern und im
Sommer sind sie besser vor Schnecken geschützt.
Der
klangvolle botanische Name Ocimum basilicum existiert neben vielen
regionalen Bezeichnungen. Hierzu gehören, Königskraut, Königsbalsam,
Hirnkraut, Basilienkraut oder Josefskräutlein. In manchen Ländern
gelten Basilikumpflanzen als heilig.
Zu den vielen
heilsamen Wirkungen von Basilikum gehören hauptsächlich die Behandlung
von äußerlichen Wunden und Linderung bei Insektenstichen durch Auflegen
der frischen Blätter, die zuvor zerstoßen wurden. Auch wird den
Basilikumpflanzen eine Verdauung fördernde Wirkung sowie Hilfe bei
Frauenleiden, sowohl während der Menstruation als auch in den
Wechseljahren, nachgesagt. Basilikum soll auch gut für die Nerven sein
und Migräne lindern.
Es gibt viele verschiedene
Arten von Basilikum. In der Küche erlangten sowohl Zitronenbasilikum
und rotes Basilikum als auch Thaibasilikum einen Bekanntheitsgrad, der
für sich spricht. Alle Pflanzen haben eines gemeinsam, eine
hervorragenden aromatischen Duft. Die einzelnen Duftnoten unterscheiden
sich jedoch und kommen daher neben der Verfeinerung des Essens bei
Bedarf auch für Süßspeisen und Getränke zum Einsatz, sozusagen als
Abrundung oder besondere Note
Basilikum passt gut zu
Tomaten und Zwiebeln, auch zu Gurken und gibt Salaten aus diesen
Zutaten die richtigen Würze; kann dabei den Pfeffer ersetzen. Am besten
schmecken die frischen Blätter. Zusammen mit Tomaten entfalten sie ihr
ganzes Aroma.
Die Basilikumpflanzen lassen sich auch
gut trocknen. Sie werden kurz über dem Topf oder Kübel abgeschnitten
und zusammengebunden. Der Raum, wo sie zum Trocknen hängen sollen, muss
warm und trocken sein. Genauso wie die Duft- und Aromanoten variieren,
finden sich bei den Basilikumpflanzen auch Farbnuancen von sattem Grün
über Violett bis Dunkelrot. Basilikumpflanzen sind überwiegend
einjährig, es gibt aber auch mehrjährige Pflanzen.