Der sonnige Süden auf der eigenen Terrasse oder im Garten
muss
kein sehnsüchtiger Traum bleiben; mit ein wenig mediterraner
Dekoration und einigen südlichen Pflanzen, schafft man sich
südliches Flair, mühelos in den eigenen vier Wänden.
Besonders ein Feigenbaum, der zur Familie der Maulbeerbaumgewächse
gehört, lässt Erinnerungen an Urlaub und Wohlbefinden wieder
aufleben. Dabei ist es nicht schwierig, diese recht anspruchslose
Pflanze in unseren Breiten zu kultivieren.
Eine sonnige, windgeschützte Lage und lehmiger bis sandiger
Boden
genügen schon, um den Feigenbaum zum Gedeihen zu bringen. Ideal
wäre eine weiße Südmauer, die das Sonnenlicht
reflektiert und damit noch mehr Wärme schafft. Wer mag, kann sein
Feigenbäumchen auch als Spalier ziehen, doch wirkt ein einzelner,
natürlich gewachsener Baum individueller.
Ein zweiter Feigenbaum in der Nachbarschaft ist für die
Feigenernte nicht erforderlich – der Baum ist ein
Selbstbefruchter, der lediglich Gallwespen zur Übertragen seiner
Pollen benötigt. Pflanzt man einen Feigenbaum überwiegend
wegen seiner Früchte, sollte man ihn regelmäßig
beschneiden und nicht zu viel düngen, da die Kraft der Pflanze
ansonsten in Holz, Triebe und Wurzeln gesteckt wird. Nimmt man die
Feigen dagegen als angenehmen Nebeneffekt mit, so kann man nach wenigen
Jahren einen bis zu acht Meter hohen, weit ausladenden Baum mit
kräftig grünen Blättern ziehen, zwischen denen - je nach
Sommer - die ein oder andere violette Feige aufblitzt.
Feigenbäume halten extreme Hitze aus – bei Kälte jedoch
sind ihnen gewisse Grenzen gesetzt. Optimale Temperaturen zum
Überwintern können zwischen 10 und 15 Grad Celsius schwanken.
Für kurze Zeit hält der Feigenbaum auch – 10 Grad
Celsius aus; das sollte jedoch eine Ausnahme bleiben.
Muss der Feigenbaum im Freien überwintern, sollte er gut
geschützt werden. Den Wurzelbereich schützt man am besten mit
einer dicken Mulchschicht, die auch den unteren Teil des Stammes mit
abdecken kann. Droht strenger Nachtfrost, ist es ratsam, den Baum mit
Sackleinwand oder Luftpolsterfolie sorgsam zu verhüllen. Wer
seinen Feigenbaum verhüllt überwintern lassen möchte,
muss ihm ab und zu eine Atempause gönnen.
Bei Sonnentagen, sollte die Verpackung zumindest tagsüber
abgenommen werden; auch das Gießen darf in der Winterzeit nicht
vernachlässigt werden, da der Baum in frostfreien Phasen ansonsten
vertrocknen kann. Kübelpflanzen können in geschützte
Ecken auf Terrassen oder Balkone gerückt werden. Auch
Kellerräume oder Garagen eigenen sich als Winterquartier, sofern
sie Tageslicht haben und belüftet werden können.
Die schönste Zeit des Feigenbaums ist das Reifen der Früchte.
Die prallen dunkelvioletten Feigen mit dem roten Fruchtfleisch
schmecken umso aromatischer, je länger man sie am Baum lässt.
Werden kleine Früchte in einem Sommer nicht mehr reif, holen sie
dies im nächsten Jahr nach. Auf diese Weise erhält man
oftmals bereits im späten Frühjahr die ersten eigenen Feigen.
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Leser-Kommentare
(1)
gabriele wildoer
(01.07.2009 09:18:20)
hallo. wir haben einen grossen feigenbaum, welcher hunderte von feigen trägt.diese aber immer bis auf die letzte feige verliert.in diesem jahr waren die feigen schon sehr gross und wir hofften einige würden bleiben.leider wird es nicht der fall sein.meine frage :woran kann das liegen.der baum steht zum süden in der ecke von flechtzaun und wand.welcher dünger wäre wichtig .wir wohnen hier an der nordseeküste.aber in dänemark am schloss steht ja auch einer.und die beiden anderen feigen behalten auch ihre früchte.wäre schön wenn einer etwas darüber wusste.gruss g-c. wildoer