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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Gabione

Gabione





Die guten alten Gabionen – die früher überwiegend vom Römischen Militär als Schanzkörbe genutzt und meist aus Weidenruten geflochten wurden, stehen heute wieder als optischer Blickfang für Garten, Terrassen oder Landschaftsgestaltungen im öffentlichen Interesse. Sie werden auch als Stein-, Schütt-, Mauersteinkorb oder gar Drahtschotterkasten bezeichnet. Ihr Wortstamm, gabbia, kommt aus dem Italienischen und bedeutet nichts anderes als „großer Käfig“ oder „Korb“.

Die Gabionen werden heute vorwiegend im Landschafts-, Straßen- und Wegebau zum Aufbau von Sicht- und Lärmschutzanlagen verwendet oder als Stützwand und Wall eingesetzt. Hier halten sie sehr erfolgreich dem horizontalen Erddruck stand. Ihr Einsatz ist zudem eine viel preiswertere Alternative gegenüber den kostenintensiveren Fertigteilen oder Betonmauern.

Wenn die Gabione lediglich eine Stützfunktion zu erfüllen hat und keinen besonderen optischen Ansprüchen genügen muss, wird das entsprechende Füllmaterial wie zum Beispiel Schotter oder Bruchsteine einfach hinein geschüttet. Sie werden in regionalen Stein- und Kieswerken für den Straßenbau in unterschiedlichen Abmessungen vorgefertigt und variabel befüllt.

Abweichend davon gibt es allerdings auch Körbe die mit Glas, Stahl, Muschelkalk oder ähnlichem Gestein befüllt sind. Holz oder Materialien die mit der Zeit verrotten oder sich zersetzen können sind allerdings als Füllung sehr ungeeignet.

Meist sind auf dem Markt auch Steinkörbe zu finden, bei denen zumindest die Frontreihe oder Ansichtsfläche per Hand geschichtet ist. Diese sind optisch ansprechend aber natürlich auch dementsprechend teurer.

Ihre Einsetzbarkeiten sind ebenso vielfältig wie ihre Gestaltungselemente. Hangsicherungen, Uferbefestigungen, Lärm-, Sicht- und Windschutz oder einfach architektonisch auffällige Elemente und Blickfänge im Garten oder Fassadenverkleidungen sind möglich. Hier sind dem Ideenreichtum und der künstlerischen Eingebung keine Grenzen gesetzt.

Diese Mauerkörbe können sogar ganz einfach bepflanzt werden und präsentieren sich so nicht nur als pure Gartenromantik sondern auch als kleine Öko-Nische für verschiedene Pflanzen- oder Tierarten wie etwa Eidechsen oder andere heimische Kleintiere. Auch als dekorative Hochbeete sind sie sehr gut geeignet. Insbesondere Pflanzen und Kräuter, die mit Trockenheit gut zu recht kommen, wie beispielsweise Thymian, Schnittlauch oder Blumenlauch fühlen sich auf Gabionen sehr wohl und gedeihen dementsprechend gut.

Die handelsüblichen Gabionen werden in der Regel mit Lavastein, Sand und Split befüllt.
Dabei ist die Sichtreihe aus hochwertigerem Material als der Kern des Drahtkorbes.
Wer die Gabione als Gestaltungselement für einen Zaun oder eine Ziermauer verwenden möchte, kann hier die Steinkörbe auch mit weiteren Elementen wie etwa einem Stück Holzlattenzaun oder anderen Materialien kombinieren. Damit können interessante Effekte erzielt werden. Sehr interessante Kombinationsmöglichkeiten bieten auch Hecken, Gräser und Stauden.

Mittlerweile sind in Garten- und Baumärkten bereits Gabionensysteme mit entsprechender Montageanleitung erhältlich und es kann zwischen verschiedenen Befüllmaterialien gewählt werden.


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