Der
immergrüne Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) zählt zur Familie der
Rosengewächse und kann bis zu einem 8 Meter hohen, strauchartigen
Gewächs werden. Die Heimat des Strauches ist Westasien und
Südosteuropa, dort wächst er als Baum. Aus seinen ledrigen
lorbeerartigen Blättern wird Kirschlorbeersaft oder Kirschlotbeeröl
gewonnen. Das Öl wird in der Medizin für Asthma und Keuchhusten
eingesetzt. Die kleinen weißen Blüten sind in vielblütigen Trauben
angeordnet. In der Reife sind die Früchte kugelig und schwarzglänzend.
Das Innere der Früchte besitzt einen Steinkern. Die Blätter und die
Samen sind giftig, dass Fruchtfleisch ist giftfrei.
Der
Kirschlorbeer wächst in breiter oder aufrechter Form. Meist ist der
Strauch beliebt als Heckenpflanze und Sichtschutz im Garten. Sowohl die
Sonne oder der Schatten schadet der Pflanze nicht, nur muss sie
reichlich begossen werden und zuviel Zugluft kann ihr schaden. Nach der
Blüte (April oder Mai) sollte der Strauch bis auf die Knospen zurück
geschnitten werden. Keine Heckenschere benutzen, denn sonst bekommen
die angeschnittenen Blätter braune Ränder. Eine Astschere ist die
bessere Alternative.
Die meistgekauften und
brauchbaren Kirschlorbeersorten die für Hecken geeignet sind ist der:
Reynvanii,
er besitzt dunkles Laub das nicht glänzt. Der Strauch ist geeignet für
dichte Hecken und blüht reichlich in der Blütezeit. Die Sorte entstand
1928 in Holland
Herbergii sind mittelgroße Hecken
mit aufrechtem Wuchs.
Caucasica ist eine der
ältesten Sorten, sie besitzen glänzende Blätter und werden 2-3 Meter
hoch.
Otto Luyken, sie ist eine sehr frostharte
Sorte und ihre Blätter sind schmal. Da sie breitwüchsig ist, ist sie
ideal als kleine Freiwachsende Hecke.
Kränkelt der
Kirschlorbeer hilft oft ein Rückschnitt um sich wieder zu erholen.
Bekommt der Strauch gelbe und braune Blätter kann ein Pilz die Ursache
sein. Die Blätter werden gelb und fallen ab. Ebenso verursachen auch
Trockenschäden gelbe Blätter, dass geschieht meist nach der
Neupflanzung. Befallene Triebe und Blätter werden vom Strauch entfernt
und bis auf das gesunde Holz zurück geschnitten. Bei zu starkem Befall
können auch Fungizide gesprüht werden. Hier ist das Präparat auf
Rapsölbasis zu raten, es ist Umwelt- und Nützlingschonend. Bei der
Pflanzung sollte beachtet werden, dass ein winterharter Kirschlorbeer
ausgewählt wird, dieser ist nicht so anfällig für die Wintersonne oder
den eisigen Wind.
Auch das Düngen mit einem
Kalidünger ist wichtig, das hilft beim Regulieren des
Flüssigkeitshaushaltes. Die beste Zeit für die Düngung ist August oder
September. Zudem stärkt die Düngung die Pflanze vor Krankheiten. Werden
die Ratschläge befolgt, wird der Kirschlorbeer gut wachsen und dem
Pflanzenliebhaber viel Freude bereiten.