Gartengemeinschaft.de

Gartentipps suchen
Unser Freund werden



Die Gartenecke
Zimmerpflanzen
Gartenpflanzen
Gartenteich
Gartengeräte
Gartenmöbel
Obstgarten
Gemüsegarten
Rasen
Schädlinge
Pflanzendüngung
Pflanzenvermehrung
Kompost
Gartengestaltung
Gartenpflege
Tipps & Tricks
Die Hausecke
Rund ums Haus
Technik & Energie
Einrichtung & Deko
Heimwerker Tipps
 

 

Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Pilze im Garten pflanzen / züchten

Pilze im Garten pflanzen / züchten





Frische Pilze aus dem eigenen Garten sind eine Köstlichkeit. Nicht nur Champignons lassen sich mühelos selber anbauen. Auch viele andere schmackhafte Speisepilze wie zum Beispiel Austernpilze, Limonenseitlinge oder der asiatische Shiitakepilz lassen sich gut kultivieren. Die Substrate für die Pilzzucht selbst herzustellen ist jedoch sehr aufwendig und erfordern äußerst sterile Bedingungen. Im Handel wird jedoch eine große Auswahl fertiger Substrate angeboten. Auch bereits fertig geimpfte Pilzbrut-Produkte sind erhältlich, mit denen man sogar im Zimmer oder im Keller eigene Pilze kultivieren kann.

Für den Garten bietet sich am besten die Zucht auf Strohballen oder Baumstämmen an.

Pilzzucht auf Strohballen

Die Strohballen sollten für die Pilzzucht frisch und unbehandelt sein. Alte oder bereits mit Schimmelpilzen befallene Ballen sind ungeeignet.

Grundsätzlich ist die Pilzzucht das ganze Jahr über möglich. Wird mit der Zucht im Spätsommer begonnen (bis spätestens Mitte September) können die Pilze im Folgejahr zwischen Mai und Juni geerntet werden. Alternativ kann man die Strohballen auch im späten Frühjahr, wenn es schon warm ist, impfen (Mai bis Juni), dann ist die Ernte noch im selben Jahr zwischen September und Oktober zu erwarten. Da die Pilze in Schüben wachsen, ist es ganz normal, wenn wochenlang kein Wachstum festzustellen ist. Je nach Witterung kann es dann plötzlich zu einer explosionsartigen Ausbildung der Fruchtkörper kommen.

Wenn die Strohballen nicht als Fertigprodukte gekauft werden, benötigt man neben einem unbehandelten Strohballen das gewünschte Pilzsubstrat. Dieses ist entweder in Form von Mycelbrocken erhältlich oder in Stäbchenform, als so genannte Stöckchenbrut.

Bevor der Strohballen geimpft werden kann, muss er zunächst gewässert werden. Dazu wird der Ballen für 48 Stunden komplett in Wasser getaucht und zum Abtropfen zum Beispiel auf die Wiese gestellt. Der ideale Standort für die meisten Pilze ist der Schatten oder auch Halbschatten. Im Garten eignet sich dazu eine Stelle unter Bäumen oder unter einem Dach, wo der Ballen vor Regen geschützt ist.

Das Pilzsubstrat muss nun gleichmäßig im Strohballen verteilt werden. Dazu steckt man entweder die Stöckchenbrut ca. 15 Zentimeter tief von allen Seiten in den Ballen oder bohrt Löcher in das Stroh, in welche man die Mycelbrocken hinein drückt. Die Löcher müssen anschließend wieder mit Stroh verschlossen werden. Das Pilzsubstrat wird in Portionsbeuteln angeboten, die Menge ist in der Regel genau richtig um einen Ballen zu impfen.

Der geimpfte Strohballen muss nun regelmäßig gegossen werden. Das Stroh sollte niemals austrocknen, zu starke Nässe jedoch fördert die Schimmelbildung.

Die Pilzzucht auf Baumstämmen

Etwas aufwendiger ist die Pilzzucht auf Baumstämmen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass hier Schimmelbildung seltener auftritt und die Stämme nicht wie die Strohballen mit der Zeit zerfallen. Daher können einmal geimpfte Baumstämme mehrere Jahre bestehen bleiben und den Pilzfreund mit vielen Ernten erfreuen.

Zur Pilzzucht eignen sich Stämme von Laubhölzern sehr gut. Sie müssen möglichst frisch gefällt sein und eine gut erhaltene Rinde aufweisen.

Die ideale Größe beträgt 50 Zentimeter in der Höhe und 20 bis 50 Zentimeter in der Breite. Zur Impfung sollte die Stöckchenbrut verwendet werden. Mit einer Bohrmaschine werden in regelmäßigen Abständen mehrere Löcher gebohrt, die ungefähr die Länge und Breite der Stäbchen haben sollten. In diese Löcher steckt man die Substratstäbchen und verschließt die Öffnung mit Lehm.

>Den geimpften Baumstamm begießt man in den ersten Wochen regelmäßig mit etwas Wasser und stellt ihn an einen schattigen Ort zum Beispiel unter einen Baum. Nach einigen Monaten kann mit den ersten Fruchtkörpern gerechnet werden, je nach Witterung kann dies jedoch etwas länger dauern, als bei der Zucht auf Strohballen.


Diese Seite empfehlen | Diese Seite verlinken





Beliebte Artikel:

Clematis überwintern
Clematis schneiden
Kirschlorbeer schneiden
Kirschlorbeer pflanzen



Sie können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns auf Ihre Tipps:


Leser-Kommentare (0)


Ihr Name:


Ihr Kommentar:


Sicherheitsabfrage:






Impressum · Online Redakteur gesucht · Haftungshinweise · Sitemap