Dunkelgrün gefärbtes Wasser im eigenen Gartenteich – der
Schrecken für alle Teichbesitzer. Größere Ursachenforschungen sind
hierbei nicht notwendig, denn schnell erkennt man, dass es sich hierbei
um die bei allen Teichbesitzern so unbeliebten Algen handelt. Die am
häufigsten auftretende Algenform, welche zugleich für die grüne Färbung
des Wassers verantwortlich ist, ist die einzellige Schwebealge.
Die Algenbekämpfung dient nicht nur der Optik, sondern
insbesondere auch deshalb, weil der Algenbefall das biologische
Gleichgewicht stören kann.
Besonders betroffen sind in der Regel kleine sowie flache
Teiche. Zudem sind neue Teiche um einiges anfälliger als alte Teiche,
weil bei letzteren bereits ein natürliches Gleichgewicht zwischen
Pflanzen und Tieren besteht. Dieses Gleichgewicht bedeutet zugleich
eine optimale Verteilung der Nährstoffe, sodass es diese nicht im
Überfluss gibt, was generell die Entstehung von Algen begünstigen würde.
Wenn Sie einen neuen Teich besitzen, sollten Sie das Wasser
nicht tauschen, sondern den natürlichen Prozess von alleine geschehen
lassen. Mit dieser langfristigen Lösung fährt man immer noch am Besten.
Um diesen Prozess etwas zu beschleunigen können Sie allerdings
Wassertiere aus alten Teichen in den neuen verfrachten. Wasserflöhe und
Kaulquappen sind z.B. dafür bekannt, die Algen zu fressen.
Sehr empfehlenswert ist zudem eine intelligente Auswahl der
Teichpflanzen. Schwimmblattpflanzen wie beispielsweise die Seerose sind
nicht nur für ihre schöne Optik bekannt, sondern auch dafür nützlich,
dass diese auf der Wasseroberfläche für Schatten sorgen und somit
aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung weniger Algen entstehen
können. Eine Faustregel besagt, dass mindestens ein Drittel des Teiches
bedeckt sein sollte.
Im Kampf gegen die Algen ist auch eine regelmäßige Pflege des
Teiches unabkömmlich. Lassen Sie beispielsweise abgestorbene Pflanzen
und Blätter im Teich, geben diese Nährstoffe ab, was wiederum die
Entstehung der Algen begünstigt.
Auch im Hinblick auf die Fische sollten Sie es nicht
übertreiben. Zu viele Fische liefern auch zugleich viele
Pflanzennährstoffe.
Neben den Schwebealgen sind vor allem auch die Fadenalgen in
deutschen Teichen sehr weit verbreitet. Diese haben die unangenehme
Eigenschaft, mit ihren Zellsträngen die im Teich vorhandenen
Wasserpflanzen zu ersticken. Um eine Verbreitung dieser Algenart zu
verhindern, müssen Sie den Teich regelmäßig mit einem Stab vor diesen
Algen befreien. Anschließend sollte zur Bekämpfung ein Netz mit
Gerstenstroh im Teich versenkt werden.
Gerstenstroh ist im Vergleich zu den im Handel erhältlichen
Algenbekämpfungsmitteln nicht nur sehr günstig, sondern zudem auch viel
langfristiger hilfreich. Viele kleine mit Gerstenstroh gefüllt Netze
sollten Sie z.B. mit Ziegelsteinen beschweren und dann im Teich
versenken. Die Netze sollten im Frühjahr versenkt werden, da es viele
Wochen dauert, bi die Wirkung des Strohs eintritt.
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Leser-Kommentare
(2)
Ösi
(06.06.2011 20:22:39)
Unser Teich sollte ein schwimmteich sein
aber naja das mit UV Licht filteranlage hilft das auch wen die algen schon da sind oder sollte
man nur vorbeugend Filtern wen der Teich noch Algenfrei ist
albi
(08.02.2011 16:16:32)
Hallo,
also wir haben uns schon lange nicht mehr um unseren Teich gekümmert. Fische sind nicht im Teich.
Im Sommer kann man keine fünf Zentimeter unter die Wasseroberfläche schauen.
Aber dem bunten Treiben an der Wasseroberfläche kann man sehr schön zusehen. Neben Wasserläufern und anderen Lebewesen, die direkt unter der Wasseroberfläche leben (bevor eine Diskussion entsteht: die W-Läufer sind auf dem Wasser), kann man immer mehr Molche beobachten, die alle paar Sekunden mal nach oben kommen. Es sind immer mehrere Molche im Teich.
So hat sich ein kleiner Biotop entwickelt. Herrlich entspannend. So können die ALgen doch auch nützlich sein.
Je nach dem, was man will :-)