Ein Gewächshaus ermöglicht es dem Gärtner, sein eigenes
Gemüse anzupflanzen. Genau diese Tatsache macht den Reiz eines eigenen
Gewächshauses aus, denn beim eigenen Obst kann man sich einfach sicher
sein, dass dieses völlig natürlich – ohne chemische Hilfsmittel –
gewachsen ist.
Der Sinn des Gewächshauses liegt darin, dass die Pflanzen vor
Kälte, Regen und Wind geschützt werden. Im Sommer hingegen profitieren
die Pflanzen im Gewächshaus durch die Glaskonstruktion welche es
ermöglicht, dass die Sonnenstrahlen eingefangen werden und die hohen
Temperaturen somit für optimale Wachstumsbedingungen sorgen.
Generell sollten Sie sich vor Augen führen, dass ein
Gewächshaus nicht dem anderen gleicht. Im Klartext bedeutet dies, dass
Sie hinsichtlich der Individualität verschiedener
Gewächshauskomponenten schon im Voraus gut planen müssen, wofür Sie das
Gewächshaus verwenden möchten, und welche Ausstattung dafür wirklich
benötigt wird.
Hier finden Sie zunächst einen Überblick der häufigsten
Gewächshausarten:
Das klassische
Gewächshaus mit Satteldach
Das Satteldachgewächshaus verfügt über eine rechteckige
Bauweise. Die geraden Stehwände, sowie die generelle Größe des
Gewächshauses sind individuell, und können je nach Größenbedarf gekauft
werden. Die Wände des Satteldachgewächshauses sind unterschiedlich
hoch. Die Neigung des Daches beträgt in etwa 30 Grad.
Das Erdhaus
Erdhäuser zeichnen sich dadurch aus, dass diese über keine
bzw. über nur kleine Stehwände verfügen. Dies führt zu dem ernormen
Vorteil, dass im Vergleich zu allen anderen Gewächshaustypen circa 40 %
weniger Energie benötigt wird. Man sollte allerdings beachten, dass ein
Erdhaus nicht für alle Pflanzen infrage kommt, da diese Gewächshausart
aufgrund der nicht vorhandenen Stehwände weniger Licht aufnehmen kann.
Das Anlehnhaus / Pulthaus
Diese Gewächshaustypen werden - wie der Name vermuten lässt –
direkt an eine Mauer angelehnt. Dies at den Vorteil, dass man z.B. aus
dem eigenen Haus das Gewächshaus stets mit Wasser und Strom versorgen
kann. Beim Bau eines solchen Gewächshauses muss man überprüfen, ob die
jeweilige Hauswand gut vor Feuchtigkeit geschützt ist.
Das Solargewächshaus
Ein Solargewächshaus macht sich die Energie des Sonne zu
Nutze. Da Deutschland nicht gerade ein sehr sonnenverwöhntes Land ist,
sollte ein Solargewächshaus stets mit südlicher Ausrichtung stehen.
Bau- und Standortfrage
Damit Sie beim Bau Ihres Gewächshauses keinen Ärger mit den
Behörden bekommen, ist es sehr empfehlenswert, zunächst die zuständige
Bauaufsichtsbehörde zu kontaktieren, welche Ihnen explizit sagen kann,
ob der Bau des Gewächshauses nach Ihren Plänen erlaubt ist.
Bei der Standortfrage sollten Sie darauf achten, dass ein
Gewächshaus so viel Licht wie möglich erhalten muss. Aus diesem Grund
sollte die größte Seitenfläche bzw. Dachfläche des Hauses nach Süden
hin ausgerichtet werden.
Um bereits im Voraus sicher zu gehen, dass Sie den richtigen
Standort gewählt haben, ist es empfehlenswert die voraussichtliche
Bodenfläche zu markieren und daraufhin zu beobachten, wie die Sonne den
Tag über diese Fläche bescheint. Bei der Suche nach dem richtigen
Standort sollten Sie auch darauf achten, dass das Haus möglichst
Windgeschützt steht, denn ein windiger Standort sorgt für eine weitere
Abkühlung.
Wer in der lichtärmeren Jahreszeit Pflanzen anzüchten möchte,
muss auf künstliche Lichtquellen zurückgreifen. Künstliche Lampen
verfügen über einen höheren Anteil roten und blauen Lichts, was dem
Wachstum der Pflanzen zugute kommt.
Wenn Sie für Ihr Gewächshaus eine Heizung verwenden möchten,
fließen vor allem die Größe des Hauses und die Möglichkeiten der
Energieversorgung in die Kaufentscheidung mit ein. Die meisten
Gewächshäuser verfügen über elektrische Heizungen.
Das Material für das Grundgerüst des Gewächshauses muss
insbesondere stabil sowie witterungsfest sein. Preiswerte Gewächshäuser
sind in der Regel aus verzinktem Stahl und erfüllen die eingangs
genannten Anforderungen. Nachteilig ist allerdings die Tatsache, dass
sich dieses Material sehr schnell aufheizt und somit zugleich die Wärme
gut weiterleitet. Besser ist hingegen die Verwendung von Aluminium.
Dieses Leichtmetall ist sehr stabil und beständig gegen
Witterungseinflüsse. Zudem weißt Aluminium eine hohe Festigkeit auf.
Leider leitet aber auch dieses Metall gut die Wärme weiter.
Als Wandmaterial eignet sich für das Gewächshaus Glas sowie
Kunststoff. Die Verwendung von Folien hat den Nachteil, dass diese viel
Wärme nach außen entweichen lassen. Für den Hobbybereich ist deshalb
die Verwendung von Glas sinnvoller. Glas lässt am meisten Licht durch.
In Betracht kommen Blankglas sowie Klarglas. Klarglas ist jedoch
insofern besser, als dass diese Glasart für eine bessere Streuung des
Lichtes sorgt.