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Gartengemeinschaft - Obstgarten - Feigenbaum schneiden

Feigenbaum schneiden





Feigenbäume wachsen auch in den verschiedensten Gegenden Deutschlands. Hier sollte man für sie einen windgeschützten, warmen und sonnigen Standort finden. Geeignet ist dafür eine Hauswand oder eine südlich gelegene Mauer. Nach Möglichkeit sollte ein Windkorridor vermieden werden.

Ein Feigenbaum neigt dazu, dass sich seine Wurzeln sehr weit verbreiten und es dadurch nur zu einer geringen Fruchtbildung von Feigen kommt. Aus diesem Grund sollte der Untergrund entsprechend vorbehandelt und mit Sperren versehen werden. Eine Sperre kann durch eine dicke Folie oder mit Brettern geschaffen werden. Als Untergrund eignet sich mittelgroßer Schotter.

Im Normalfall werden Feigebäume im Frühjahr gepflanzt, wenn kein Frost mehr im Boden ist. Dann haben die Bäumchen genügend Zeit anzuwachsen und den kommenden Winter ohne große Schäden zu überstehen. Feigenbäume vertragen vereinzelt bis zu 20 Grad minus, wenn sie an einer geschützten Stelle stehen. Im Winter werden die Feigenbäume durch eine dicke Mulchschicht, durch Blätter, Holzwolle oder Vlies vor Frosteinwirkung geschützt. Gerade bei kleinen jungen Bäumchen sollte auf eine gute Abdichtung geachtet werden. Vor dem Winter werden alle noch am Baum befindlichen Blätter entfernt. Die Früchte bleiben am Baum. Sie reifen erst im nächsten Jahr.

Da die meisten Feigenbäume im Topf gezogen werden, ist es auch möglich, diese im Laufe des Sommers und Herbstes zu pflanzen. Auf keinen Fall sollte die Düngergabe vergessen werden und man muss gerade an Anfang reichlich gießen.

Nach Ende der Frostperiode wird der Winterschutz entfernt und dann ist ersichtlich, ob die Kälte dem Baum geschadet hat. Frostschäden können vor allem bei noch recht kleinen Bäumen auftreten. In den Monaten Februar bis März kann dann damit begonnen werden, die Feigenbäume zu verschneiden. Wenn die Äste bis zum Boden zurück gefroren sind, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als diese sehr weit bis ins gesunde Holz zurück zu schneiden.

Die Äste treiben dann von unten wieder aus. Größere Bäume muss man theoretisch nicht verschneiden. Aber wenn sie zu groß werden und zu üppig austreiben, dann können diese ohne Probleme ausgelichtet und verschnitten werden. Auch empfiehlt es sich, ab und zu abgestorbene Äste zu entfernen, die zu einer Verkahlung des Baumes führen würden. Bei jungen Bäumen kürzt man die Zweige bis auf etwa 20 cm.

Viele Feigenbäume, die im Freien wachsen, entwickeln im Laufe der Zeit ein buschförmiges Aussehen. Hier sollte nur alle dichten und sich überkreuzenden Äste entfernt werden. Selbstverständlich auch alle vom Frost beschädigten Äste.

Kübelpflanzen können ebenfalls radikal gestutzt werden. Um einen guten Wuchs zu erreichen, sollte die jüngeren Pflanzen öfter geschnitten werden.


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