Der europäische Maulwurf ist ein unterirdisch lebendes Tier, welches sich von
Insekten ernährt. Die Maulwürfe graben sich ihre unterirdischen Höhlen und Gänge
selbst. Dazu verfügt der Maulwurf über Grabhände, mit welcher er sich besonders
effektiv durch die Erde graben kann. Durch den walzenförmigen Körperbau wird es
diesem Tier zudem erleichtert, sich in den engen unterirdischen Gängen zu
bewegen. Trotz der unterirdischen Lebensweise stellt der Maulwurf in den
Wohngegenden ein Problem dar. Denn dieser hinterlässt Maulwurfshügel, welche
insbesondere auf Rasenflächen deutlich sichtbar sind. Daneben können durch das
Graben der Gänge auch die Wurzeln der Pflanzen beschädigt werden. Dieses kann
insbesondere an Jungpflanzen einen Schaden hervorrufen. Aber auch die
Maulwurfshügel selbst stellen nicht nur ein optische Problem dar, sondern diese
können auch schädlich sein, wie zum Beispiel in der Viehwirtschaft oder auf
Sportplätzen.
Der Maulwurf darf als geschützte Tierart nicht einfach gefangen oder getötet
werden.
Dies wird in dem Bundesnaturschutzgesetz in der Anlage 1 geregelt.
Dadurch ist der Fang dieser Tiere genehmigungspflichtig. Um den Maulwurf
effektiv bekämpfen zu können, dürfen laut den rechtlichen Bestimmungen des
Bundesnaturschutzgesetzes somit auch keine chemischen Mittel angewandt werden,
welche den Maulwurf töten könnten. Daneben gibt es auch einige Lebendfallen,
welche im Handel angeboten werden. In vielen dieser Fallen würde der Maulwurf
bei einer nicht ständigen Kontrolle verhungern, so dass diese Fallen auch nicht
den Tierschutzrichtlinien entsprechen.
Eine entsprechende tierschutzgerechte Maulwurffalle kann jeder selber bauen.
Diese Lebendfalle für den Maulwurf besteht aus einem Schlauch aus Plastik und
einem Fangbehälter. Zunächst wird in einen Plastikschlauch eine kleine Klappe
eingesetzt, welche in eine Richtung zuklappen kann, so dass der Maulwurf nicht
mehr in die andere Richtung laufen kann. Dazu muss an der anderen Seite der
Klappe am Rohr ein Stopper befestigt werden. Ansonsten könnte der Maulwurf zu
beiden Seiten hin den Schlauch durchlaufen und würde wieder zurück in seinen Bau
laufen.
Der Fangbehälter besteht aus einer kleinen Kiste aus Holz, welche auf der
Oberseite mit einer Klappe versehen ist. Auf dieser Klappe müssen einige
Luftlöcher eingebohrt werden, damit der Maulwurf ausreichend mit Frischluft
versorgt wird. Diese Holzkiste wird mit einem trockenen Heu befüllt. Dadurch
erhält der Maulwurf ein wärmendes Schlafnest und ist somit ausreichend vor Kälte
geschützt. Zudem sollten in diesen Behälter und in den Schlauch einige
Futtertiere für den Maulwurf gelegt werden. Dazu empfehlen sich zum Beispiel
Regenwürmer. Der präparierte Schlauch wird zunächst mit dem Fangbehälter
verbunden und in den Gang des Maulwurfhügels geschoben. Dazu muss zunächst ein
wenig Erde von dem Maulwurfshügel abgetragen werden. Der Maulwurf kann dadurch
durch den Schlauch in den Fangbehälter laufen. Zum Schutz vor Regen sollte der
Behälter zusätzlich mit einer Plastikplane geschützt werden. Jedoch sollte diese
nicht aufliegen, damit eine Luftzufuhr gewährleistet wird. Diese selbst gebaute
Maulwurffalle sollte morgens und abends kontrolliert werden.