Im Sommer kann der Garten ziemlich kostenintensiv werden,
weil die
Blumen und das angepflanzte Gemüse morgens und abends
gewässert werden müssen. Daher ist es sinnvoll, sich einen
Wasserspeicher anzuschaffen, in dem das Regenwasser gesammelt und
für den Garten genutzt werden kann.
Baumärkte bieten zumeist die üblichen Regentonnen an, die
zwar mehrere hundert Liter Wasser aufnehmen können, aber leider
keinen Abfluss besitzen. Das bedeutet, dass das Fass während
stärkerer Regenperioden überläuft und alles
überschwemmt. Wenn sich der Wasserpegel seinem Ende zuneigt, hat
man wiederum Probleme beim Ausschöpfen. Das geht zu Lasten des
Rückens und macht einfach keinen Spaß.
Mit ein wenig handwerklichem Geschick, kann man dieses
Problem umgehen.
Als erstes wird die leere Regentonne auf ein Podest aus Steinen
gestellt. Dann wird mit dem Schneidbrenner ein Loch mit einem
Durchmesser von etwa 10 Zentimeter am unteren Ende der Tonne gebohrt,
dass mit einem rostfreien Stück Rohr verschweißt wird.
An dessen Ende kann man nun einen Schlauch montieren mit dem
man sich
das lästige Schleppen der Gießkannen ersparen kann, denn
durch den Druck wird das Wasser hieraus abfließen. Wenn man die
Regentonne nicht auf einmal entleeren möchte, legt man das Ende
des Schlauches einfach in die Tonne hinein und schließt so den
Kreislauf.
Bei Regentonnen sollte man darauf achten, dass es sich um
verzinktes
Material handelt, denn das ist rostfrei und wetterbeständig. Es
ist allerdings etwas teurer, aber lohnenswert. Während der
Winterperiode wird der Schlauch abgenommen und durch einen passenden
Korken oder Gummiverschluss ersetzt, denn er würde durch den Frost
porös werden.
Eine günstige Alternative zur Regentonne, ist die Verwendung
einer
nicht mehr benutzten Badewanne. Hier ist der Ablauf sogar schon
montiert. Man muss sie lediglich dem Gefälle entsprechend
anpassen, denn sie sollte ebenerdig stehen, damit ihr Volumen voll
ausgeschöpft werden kann.
Alte Badewannen hat man üblicherweise nicht so häufig herum
stehen, dennoch kann man diese z.B. aus Haushaltsauflösungen oder
bei Baufirmen für sehr wenig Geld erwerben. Wenn man Glück
hat, bekommt man sie sogar geschenkt. Sie fassen, genau wie die
Regentonne, mehrere hundert Liter Wasser. Allerdings würde dies,
aufgrund ihre große Öffnung, sehr schnell wieder
verdunsten. Deshalb sollte man den Badewannenwasserspeicher wenn es
nicht regnet, mit einer Plane oder einer Spanplatte abdecken.
Das reduziert die Verdunstung um etliche Liter. Am Abfluss
kann ein
Rohr angebracht werden, das mit einem Verschluss versehen ist. Solche
Rohre erhalten Sie im Baumarkt zu einem günstigen Preis. Daran
befestigen Sie dann entweder einen Gartenschlauch, oder entnehmen das
Regenwasser mit einer Gießkanne.