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Gartengemeinschaft - Zimmerpflanzen - Palmen umtopfen

Palmen umtopfen





Die Kultur von Palmen in Töpfen ist problematisch, da sie ein sehr umfangreiches Wurzelwerk entwickeln. Spätestens wenn der Wurzelballen die Palme aus dem Topf zu heben beginnt, ist es Zeit zum Umtopfen. Auch ein Verseifen des Pflanzsubstrates, das mit Auskristallisierungen, einem muffigen oder säuerlichen Geruch oder gar Schimmelbildung einhergeht, deutet auf ein notwendiges Umtopfen hin.

Nicht selten kommt es vor, dass die Wurzeln den Topf sprengen oder aus dem Wasserabzugsloch am Topfboden eine starke Wurzel heraustreibt. Im ersten Fall trocknet der Wurzelballen dann zu schnell aus, im zweiten Fall kann es zu Staunässe kommen, da der Wasserabfluss verstopft ist – hier ist schnelles Handeln geboten, da Palmen nichts so sehr hassen wie Staunässe!

Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr, wenn der Neuaustrieb der Palmen anfängt, meist von März bis Mai. Sollte dies versäumt werden und sich der Wurzelballen durch starkes Wachstum aus dem Topf heben, so muss aber auch im Sommer unverzüglich umgetopft werden.

Vor dem Umtopfen sollte der Wurzelballen gut gewässert werden, um einem Auseinanderfallen des Ballens vorzubeugen. Beim Umtopfen ist darauf zu achten, dass die Wurzeln möglichst nicht beschädigt werden, besonders Jungpflanzen sind sehr empfindlich! Der ursprüngliche Topf ist sehr vorsichtig zu entfernen, sollte dies nicht möglich sein, so muss er zerschlagen bzw. den Pflanzkübel demontiert werden.

Schimmliges Substrat ist zu entfernen, verrottete oder abgestorbene Wurzelteile sind mit einem scharfen Messer vorsichtig auszuschneiden. Sollte ein starkes Exemplar am Boden des Topfes eine ganze Wurzelspirale ausgebildet haben, dann kann diese ebenfalls weggeschnitten werden. Der neue Topf sollte etwas größer sein als der alte, ohne jedoch zu groß zu geraten, da die Palme sonst ein starkes Wachstum vorlegen und sehr schnell zu groß für die vorhandenen Platzverhältnisse wird.

Die Zusammensetzung des Substrates sollte sich danach richten, ob es sich um eine Palme mit extrem hohem Wärmebedarf handelt oder um ein Exemplar, das auch in kühlerem Klima gedeiht. Für erstere ist eine Mischung aus Heide- und Lauberde mit einem Anteil von Torf, Sand und Lehm bestens geeignet, während für letztere ein Substrat aus Lehm, Heideerde mit viel Sand und getrocknetem Rinderdung unter Zusatz von Hornspänen die beste Lösung ist. Statt des scharfen Bausandes sollte unbedingt der viel weichere Flusssand verwendet werden.

Das neue Pflanzgefäß muss am Boden ein ausreichend dimensioniertes Loch für den Wasserabfluss haben, um Staunässe zu vermeiden. Ganz unten in den Topf kommt eine Schicht Kies, Blähton oder auch Tonscherben für eine gute Drainage. Darüber kommt eine Schicht Substrat und dann der Ballen der Palme, wonach rundum mit reichlich Substrat aufgefüllt wird. Um ein schnelles Einwurzeln zu ermöglichen und der Palme einen festen Halt zu geben, muss das Substrat auf jeden Fall gut eingedrückt werden. Ein ausgiebiges Wässern schließt das Umtopfen ab.


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Leser-Kommentare (2)

Johann (27.09.2011 16:25:58)

ich mache das genau so wie Falco gebe aber gerade soviel Wasser wie aufgesaugt wird. Zusätzlich sprühe ich mit der Gartenspritze von oben auf die Erde. Meine Palmen gedeihen prächtig.



Falko (13.09.2010 20:41:00)

Also,mit so eine Trinage arbeite ich nicht,ich gieße die Palmen von unten.Der Topf steht auf einer Schale welche ich dann mit Wasser fülle.Es funktioniert,die Palmen wachsen.




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